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Konjunktur Deutschland exportiert im Oktober deutlich weniger als erwartet

Die Ausfuhren sind zuletzt zwar den sechsten Monat in Folge gestiegen. Das Plus fällt aber sehr viel geringer aus als erwartet. Doch es gibt einen wichtigen Indikator, der Mut macht.
09.12.2020 - 08:48 Uhr Kommentieren
Deutschlands Ausfuhren haben im Oktober nicht so stark zugelegt wie erwartet. Quelle: dpa
Containerterminal in China

Deutschlands Ausfuhren haben im Oktober nicht so stark zugelegt wie erwartet.

(Foto: dpa)

Wiesbaden Die zweite Corona-Welle bei vielen westlichen Handelspartnern schwächt das deutsche Exportgeschäft: Zwar wuchsen die Ausfuhren im Oktober bereits den sechsten Monat in Folge, doch fiel das Plus mit 0,8 Prozent zum Vormonat nur noch mager aus, wie am Mittwoch veröffentlichte Daten des Statistischen Bundesamtes zeigen.

Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Plus von 1,2 Prozent gerechnet, nach einer Zunahme von 2,3 Prozent im September. Trotz der Aufholjagd blieben die Ausfuhren um 6,8 Prozent unter dem Niveau von Februar 2020 – dem Monat vor Beginn der Corona-bedingten Einschränkungen.

„Der nur moderate Exportanstieg zeigt, dass Covid-19 die Konjunktur weiter hemmt“, sagte der Chefvolkswirt des Bankhauses Lampe, Alexander Krüger. „Besonders aus Ländern mit hohen Infektionszahlen, etwa den USA und Großbritannien, fehlt Nachfrage.“

Die hohe Auslastung der Containerschiffe mache aber Mut, dass es weitere Exportzuwächse geben werde. „Hier ruhen die Hoffnungen vor allem auf China, wo die Wirtschaft wieder brummt“, sagte der Chefvolkswirt der VP Bank, Thomas Gitzel.

Die Volksrepublik versorge derzeit die Welt mit Gütern, die in der Corona-Pandemie besonders intensiv gekauft würden – neben Hygieneartikeln auch Elektronik für das Homeoffice. „Wenn China produziert, braucht es aber auch deutsche Maschinen, mit deren Hilfe diese Güter hergestellt werden“, sagte Gitzel.

Importe wachsen leicht

Von Januar bis Oktober blieben die Exporte ungeachtet der jüngsten Erholung weit unter dem Vorjahresergebnis: Sie brachen um 11,2 Prozent auf 992,1 Milliarden Euro ein. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) geht davon aus, dass im Gesamtjahr 2020 unterm Strich ein Minus von 13 Prozent herauskommen wird.

Die Importe wuchsen im Oktober ebenfalls den sechsten Monat in Folge, wenn auch nur um 0,3 Prozent. Hier war von Analysten ein Wachstum von 1,0 Prozent erwartet worden. Die Einfuhren blieben dennoch um deutliche 5,2 Prozent unter dem Februar-Niveau.

Mehr: Drei Empfehlungen der OECD für Deutschland: investieren, investieren, investieren

  • rtr
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