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Konjunktur DIHK erwartet Aufschwung – bleibt aber pessimistischer als die Regierung

Während sich vor allem die Industrie erholt, leiden der Handel und viele Dienstleister unter dem Lockdown, zeigt eine Umfrage des DIHK. Der Verband erwartet drei Prozent Wachstum.
19.05.2021 Update: 19.05.2021 - 12:54 Uhr Kommentieren
Treiber der Erholung dürfte mitunter eine deutliche Trendwende bei den Exporten sein. Quelle: dpa
Hamburger Hafen

Treiber der Erholung dürfte mitunter eine deutliche Trendwende bei den Exporten sein.

(Foto: dpa)

Berlin Die deutsche Wirtschaft blickt wieder zuversichtlicher in die Zukunft als noch vor wenigen Monaten. Doch bleiben Risiken wie steigende Energie- und Rohstoffpreise, die die Erholung gefährden könnten. Darauf deutet die jüngste Konjunkturumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) unter 27.000 Unternehmen hin.

Der neue DIHK-Präsident Peter Adrian kommentiert die Umfrageergebnisse in einem Brief an die Industrie- und Handelskammern (IHK): „Wir haben beim Blick auf das zweite Halbjahr Grund zum vorsichtigen Optimismus“. Allerdings bleibt der Verband mit seiner Wachstumsprognose von drei Prozent für das laufende Jahr zurückhaltender als die Bundesregierung, die jüngst ihre Projektion auf 3,5 Prozent nach oben korrigiert hatte.

Zwar geht es bei der Industrie vor allem dank der Impulse aus dem Ausland wieder aufwärts. Doch bei den privaten Konsumausgaben erwartet der DIHK für dieses Jahr nur ein moderates Plus von 0,6 Prozent. Im vergangenen Jahr ausgefallene Urlaube oder Restaurantbesuche werden eben nicht so einfach nachgeholt.

Verbessert hat sich der Umfrage zufolge die finanzielle Situation der Unternehmen. 57 Prozent bezeichnen ihre aktuelle Finanzlage als unproblematisch – sieben Prozentpunkte mehr als zu Jahresbeginn. Allerdings berichtet immer noch knapp jedes fünfte Unternehmen von Liquiditätsengpässen.

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    Mit Blick in die Zukunft erwartet vor allem die Industrie eine bessere Geschäftsentwicklung für die kommenden zwölf Monate. Maschinenbauer oder Investitionsgüterproduzenten rechnen mit einem kräftigen Schub. Viele Dienstleister und der Handel bleiben eher pessimistisch.

    Befragt nach möglichen Geschäftsrisiken, sind die Unternehmen zunehmend in Sorge über steigende Rohstoff- und Energiepreise. 42 Prozent nannten diesen Risikofaktor, bei der letzten Umfrage zu Jahresbeginn waren es nur 30 Prozent. Besonders die Gummi- und Kunststoffindustrie, das Holz- und Papiergewerbe oder die Glas- und Keramikindustrie beklagen steigende Einkaufspreise.

    Grafik

    Knappheiten bei Energie und Rohstoffen trieben nicht nur die Preise, warnt Adrian in seinem Brief an die IHKs. „Sie sorgen bisweilen sogar schon für gravierende Engpässe dort, wo es vergleichsweise gut läuft – etwa am Bau oder in der Industrie.“

    DIHK-Präsident fordert Verlängerung der Überbrückungshilfe

    Besser als noch vor wenigen Monaten schätzen die Unternehmen die Inlands- und die Auslandsnachfrage ein. Dafür bereiten die Arbeitskosten und der Fachkräftemangel wieder größere Sorgen als bei der letzten Umfrage.

    Die Beschäftigungsabsichten sind weiter eher verhalten. Über alle Branchen hinweg erwarten 16 Prozent der Befragten für die kommenden zwölf Monate eine wachsende Belegschaft, 19 Prozent rechnen mit Personalabbau. Die größte Einstellungsbereitschaft gibt es in der Industrie.

    Neben dem Export dürften nach Einschätzung des DIHK in diesem Jahr vor allem die Konsumausgaben des Staates noch eine tragende Säule des Aufschwungs sein. Da weiter viele Betriebe vom Lockdown betroffen seien, müsse die Überbrückungshilfe III bis zum Jahresende verlängert werden, fordert der DIHK-Präsident. Allerdings bräuchten der Einzelhandel oder das Gastgewerbe endlich auch pragmatische Lösungen für einen Re-Start.

    Entscheidend für einen raschen Konjunkturaufschwung seien zudem praktikable Impf- und Testnachweise sowie eine leistungsfähige digitale Verwaltung, schreibt Adrian. „Behörden müssen im Zweifel auch vom Homeoffice aus geführt werden können.“ Denn wenn Kfz-Zulassungsstellen oder Bau- und Grundbuchämter wegen der Pandemie nur eingeschränkt arbeiten könnten, habe das negative wirtschaftliche Folgen.

    Mehr: „Schatten von Covid-19 hebt sich langsam von der Wirtschaft“ – EU-Kommission erwartet Aufschwung

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