Konjunktur Euroraum Billige Energie drückt Erzeugerpreise

Vor allem der Ölpreisverfall hat Energie im Dezember deutlich billiger gemacht. Damit sanken auch die Erzeugerpreise weit deutlicher als erwartet. Ein erneuter Grund zur Sorge für die die Deflation fürchtende EZB.
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Die Verbraucherpreise in der Euro-Zone sind im Dezember überraschend stark gesunken. Quelle: dpa

Die Verbraucherpreise in der Euro-Zone sind im Dezember überraschend stark gesunken.

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Brüssel/BerlinDie Erzeugerpreise in der Euro-Zone sind im Dezember überraschend kräftig gesunken. Hauptgrund für den Rückgang um 2,7 Prozent zum Vorjahr war billigere Energie, wie am Dienstag aus Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat hervorging. Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Minus von 2,5 Prozent gerechnet. Vor allem wegen des starken Verfalls des Ölpreises sanken allein die Energiepreise um gut acht Prozent.

Diese Statistik berücksichtigt die Preise der Produzenten ab Werkstor - also noch bevor die Produkte in den Handel gelangen. Sie gilt deshalb als Vorläufer für die Entwicklung der Verbraucherpreise. Diese waren im Januar um 0,6 Prozent gesunken und bereiten der Europäische Zentralbank (EZB) große Sorgen – die Währungshüter sprechen von stabilen Preisen nur bei Inflationsraten von knapp unter zwei Prozent.

Um einen konjunkturschädlichen Preisrückgang auf breiter Front - eine sogenannte Deflation - zu verhindern, hat die EZB jüngst den umstrittenen Kauf von Staatsanleihen angekündigt.

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