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Konjunktur Frankreich senkt Wachstumsprognose

Die französische Wirtschaft wird sich nach Einschätzung von Finanzminister Le Maire in diesem Jahr nicht so positiv entwickeln, wie zunächst angenommen.
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Konjunktur: Frankreich senkt Wachstumsprognose Quelle: AFP
Bruno Le Maire

Der französische Wirtschafts- und Finanzminister musste die Wachstumsprognose für die französische Wirtschaft nach unten korrigieren.

(Foto: AFP)

ParisAuch in Frankreich breitet sich Konjunkturpessimismus aus. Finanzminister Bruno Le Maire kappte am Dienstag die Prognose für das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr von 1,7 auf 1,4 Prozent. Diese Schätzung werde er der EU-Kommission bei der Vorlage des jährlichen Stabilitätsprogramms übermitteln, das in der Regel im April ansteht, sagte er bei einer Anhörung im Senat.

Allein die teils gewaltsamen Anti-Regierungsproteste der „Gelbwesten“-Bewegung hätten das Wachstum der nach Deutschland zweitgrößten Volkswirtschaft der Euro-Zone im vergangenen und in diesem Jahr kurzfristig um 0,2 Prozentpunkte geschmälert. Hoffnungsschimmer kamen vom Statistikamt Insee, dass für das erste Halbjahr ein stabiles Wachstum erwartet.

Die Bundesregierung hatte bereits im Januar ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum von zuvor 1,8 auf 1,0 Prozent fast halbiert. Die Wirtschaftsweisen als ihre Berater sind noch skeptischer und senkten ihre Prognose am Dienstag noch weiter von 1,5 auf 0,8 Prozent. Dabei warnten sie insbesondere wegen der Brexit-Unsicherheiten und den von US-Präsident Donald Trump angefachten Handelskonflikt vor einer stärkeren Konjunkturabkühlung.

Das französische Statistikamt Insee gab ebenfalls Details zum erwarteten Wirtschaftswachstum im ersten Halbjahr 2019 bekannt. Demnach dürfte es in den ersten beiden Quartalen jeweils ein Wert von 0,4 Prozent erreichen. Im letzten Vierteljahr 2018 dürfte es 0,3 Prozent betragen haben. Auch hier hätte der Wert eigentlich 0,4 Prozent betragen, teilte das Amt mit. Der Abschlag gehe hier auf die Gelbwesten-Proteste zurück.

Die Proteste der Demonstranten, die als Symbol gelbe Warnwesten tragen, hatten sich an Regierungsplänen zu Benzinpreiserhöhungen entzündet. Sie wuchsen sich rasch zu Massenprotesten gegen Staatschef Emmanuel Macron aus, dem seine Gegner vorwerfen, ein Präsident der Reichen zu sein. Besonders im Pariser Zentrum machten viele Läden wegen der Ausschreitungen im Zuge der Proteste zeitweise dicht – auch in der umsatzträchtigen Vorweihnachtszeit.

Brexit 2019
  • rtr
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