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Konjunktur Handelsdefizit der USA so hoch wie zuletzt vor zehn Jahren

Die Importe der USA stiegen auf einen Rekordwert – mitten im Handelsstreit mit China.
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Das Handelsministerium teilte mit, dass die Ausfuhren leicht zurückgingen. Quelle: dpa
Handelsdefizit in den USA

Das Handelsministerium teilte mit, dass die Ausfuhren leicht zurückgingen.

(Foto: dpa)

WashingtonDas Defizit in der US-Handelsbilanz klettert mitten im Zollstreit mit China auf den höchsten Wert seit zehn Jahren. Die Importe übertrafen die Exporte im Oktober um 55,5 Milliarden Dollar, wie das Handelsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Während die Einfuhren auf ein Rekordniveau von 266,5 Milliarden Dollar stiegen, gingen die Ausfuhren aus der weltgrößten Volkswirtschaft leicht zurück. Damit weitete sich das Defizit den fünften Monat in Folge aus.

Politisch besonders brisant sind die Oktober-Zahlen zu China. Das Defizit mit dem Reich der Mitte nahm um gut sieben Prozent auf einen neuen Rekordwert von 43,1 Milliarden Dollar zu. Das dürfte auf massive Kritik von US-Präsident Donald Trump stoßen. Der Republikaner hatte wiederholt erklärt, sein Land werde von wichtigen Handelspartnern wie der Volksrepublik ausgenutzt.

Die USA haben deshalb Sonderzölle gegen China, die EU und andere Wirtschaftsräume verhängt. Im Konflikt mit Peking gab es zuletzt aber versöhnliche Töne. Am Donnerstag äußerte sich China zuversichtlich, innerhalb der mit den USA vereinbarten Frist von 90 Tagen eine Einigung zu erzielen.

Schon erreicht sei eine Übereinstimmung in den Bereichen Landwirtschaft, Energie und Autos, sagte ein Sprecher des chinesischen Handelsministeriums.

Das Ministerium wies Äußerungen von Volkswirten zurück, vorgezogene Exporte in die USA in Erwartung noch höherer Zölle stünden hinter den zuletzt starken chinesischen Handelsdaten. Dies liege vielmehr an einer stärkeren Nachfrage aus allen Teilen der Welt und den Folgen der Wirtschaftspolitik in der Volksrepublik, sagte ein Sprecher.

Trump und sein chinesischer Kollege Xi Jinping hatten am Wochenende beim G20-Gipfel in Buenos Aires vereinbart, die ursprünglich für Anfang Januar angedrohte nächste Runde von Strafzöllen vorerst auf Eis zu legen und sich um eine Lösung zu bemühen. Ob dies erreicht werden kann, ist Experten zufolge aber nach den jüngsten Nachrichten zum chinesischen Netzwerkausrüster Huawei völlig offen.

Die Finanzchefin und Tochter des Firmengründers war in Kanada festgenommen worden und soll nun an die USA ausgeliefert werden. Dem Konzern werden Vorstöße gegen Iran-Sanktionen vorgeworfen. An den Börsen geht deshalb die Sorge vor einer Verschärfung des Handelsstreits um.

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  • rtr
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