Konjunktur IMK senkt Wachstumsprognose in Deutschland

Das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung schließt sich in seiner Prognose dem IWF an. Vor allem der Brexit birgt Gefahren.
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Auch der Internationale Währungsfonds hatte zuvor die Wachstumsprognose für die Bundesrepublik gesenkt. Quelle: dpa
Wirtschaftswachstum

Auch der Internationale Währungsfonds hatte zuvor die Wachstumsprognose für die Bundesrepublik gesenkt.

(Foto: dpa)

BerlinDas gewerkschaftsnahe Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) hat seine Wachstumsprognosen für die deutsche Wirtschaft gesenkt. Das Bruttoinlandsprodukt werde in diesem Jahr um 1,9 und 2019 um 2,0 Prozent zulegen, sagten die Düsseldorfer Forscher am Dienstag voraus. Bislang waren sie von jeweils 2,1 Prozent ausgegangen. Zuvor hatte auch der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Prognosen für Deutschland gesenkt und erwartet nun in beiden Jahren 1,9 Prozent.

„Auch wenn die Dynamik zeitweilig nachlässt: Der laufende Aufschwung ist intakt, und wir haben gute Aussichten darauf, dass er der längste im vereinigten Deutschland wird“, sagte der wissenschaftliche Direktor des IMK, Gustav Horn. Diese Stabilität beruhe darauf, dass die Abhängigkeit vom Außenhandel nicht mehr so hoch sei wie noch vor einem Jahrzehnt. „Deutschland ist weiterhin exportorientiert, aber es ist nicht mehr die Fahne im Wind der Weltkonjunktur.“

In ihrer Prognose gehen die Experten davon aus, dass der Handelskonflikt zwischen den USA und China nicht weit eskaliert. Zudem rechnen sie damit, dass es keinen „harten“ Brexit geben wird, sondern zumindest auf absehbare Zeit eine Verständigung, die Großbritannien in den Handelsbeziehungen einen Status ähnlich dem von Norwegen oder der Schweiz einräume.

Allerdings seien die Risiken in beiden Fällen nur schwer kalkulierbar. Daher raten die Wissenschaftler zur wirtschaftspolitischen Vorsorge. Dazu solle der Staat steigende Steuereinnahmen nutzen, um gezielt Voraussetzungen für Produktion und private Investitionen zu verbessern. Notwendig seien auch „Ausgaben für Bildung, die Spitzenforschung ermöglicht und zugleich verhindert, dass Bevölkerungsgruppen wegen mangelnder Fähigkeiten den Zugang zum Arbeitsmarkt verlieren“.

  • rtr
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