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Konjunktur Italiens Wirtschaft kann Aufschwung aufrecht erhalten

Italiens Wirtschaft hat auch im ersten Quartal wieder leicht zulegen können. Konjunkturell hinkt das Land in der Euro-Zone jedoch hinterher.
02.05.2018 - 13:10 Uhr Kommentieren
Im vergangenen Jahr hatte das südeuropäische Land mit 1,5 Prozent das stärkste Wachstum seit 2010 geschafft. Quelle: Reuters
Italien

Im vergangenen Jahr hatte das südeuropäische Land mit 1,5 Prozent das stärkste Wachstum seit 2010 geschafft.

(Foto: Reuters)

Rom Die italienische Wirtschaft hat zu Jahresanfang leicht zugelegt, hinkt der Euro-Zone aber weiter hinterher. Das Bruttoinlandsprodukt kletterte zwischen Januar und März um 0,3 Prozent zum Vorquartal, wie das nationale Statistikamt Istat am Mittwoch mitteilte. Ökonomen hatten mit diesem Wert gerechnet. Für Schwung sorgte die Inlandsnachfrage.

Der Außenhandel hingegen bremste, da die Importe stärker stiegen als die Exporte.

Die nach Deutschland und Frankreich drittgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone war bereits Ende 2017 um 0,3 Prozent gewachsen. Im vergangenen Jahr hatte Italien mit 1,5 Prozent das stärkste Wachstum seit 2010 geschafft. Das Land kann aber seit Jahren mit dem Euro-Raum konjunkturell nicht Schritt halten. Auch im ersten Quartal ging es im Währungsraum mit 0,4 Prozent stärker bergauf.

Seit der Wahl im März gibt es einen politischen Patt in Italien. Stärkste Partei wurde die populistische Fünf-Sterne-Bewegung. Ein Mitte-Rechts Parteienbündnis, zu dem die rechtsextreme Lega zählt, konnte zwar die meisten Sitze erringen, verfehlte aber die Regierungsmehrheit. Gespräche über eine Koalition sind bislang ohne Ergebnis geblieben.

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    Der Chef der Fünf-Sterne-Bewegung, Luigi di Maio, forderte daher jüngst vorgezogene Neuwahlen. Allerdings hat Staatspräsident Sergio Mattarella bereits klargestellt, dass er dies trotz der anhaltenden Hängepartie ablehnt. Er wolle stattdessen, dass eine neue Regierung den Haushalt 2019 beschließe, verlautete am Mittwoch aus Präsidialamtskreisen in Rom.

    Der Haushalt muss bis Oktober dem Parlament vorgelegt und dort bis Jahresende verabschiedet werden.

    Das italienische Statistikamt nannte in seiner ersten Schätzung zwar keine Details zu den einzelnen Branchen. Allerdings hätten die Dienstleister und die Landwirtschaft zugelegt, während die Industrie weitgehend stagnierte. Die bisherige Regierung von Paolo Gentiloni sagt für 2018 ein Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent voraus.

    Carsten Hesse von der Berenberg Bank rechnet damit, dass das Wachstum auf jeweils etwa 0,4 Prozent anzieht. „Im zweiten und dritten Quartal dürfte es etwas besser werden.“ Die Konsumlaune sei gut und bei der Bauwirtschaft laufe es rund. Italiens Banken machen derweil immer noch vergleichsweise viele faule Kredite zu schaffen.

    • rtr
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