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Konjunktur US-Arbeitsmarkt startet mit Volldampf ins Jahr

Trotz des 35-tägigen Haushalts-Shutdowns hält der Job-Boom in den USA weiter an. Die Arbeitslosenquote bleibt dafür auf einem Sieben-Monats-Hoch.
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Die Zahl der Arbeitsplätze in den USA ist überraschend weiter gestiegen. Quelle: dpa
Job-Boom

Die Zahl der Arbeitsplätze in den USA ist überraschend weiter gestiegen.

(Foto: dpa)

WashingtonTrotz des längsten Regierungsstillstands in der Geschichte der USA hat sich der Job-Boom zu Jahresbeginn noch verstärkt. Im Januar entstanden 304.000 neue Stellen. Das ist die höchste Zahl seit Februar 2018 und zugleich weit mehr als im Dezember mit 222.000 neuen Arbeitsplätzen. Eingestellt wurde in einer ganzen Reihe von Sparten - am Bau, im Einzelhandel sowie auch in Restaurants und Hotels.

Laut den am Freitag veröffentlichten Daten des Arbeitsministerium hatte die durch den Haushaltsstreit bedingte 35-tägige Blockade von Teilen des Regierungsapparats keinen „erkennbaren“ Einfluss auf den Jobaufbau. Allerdings sorgte der sogenannte Shutdown dafür, dass die getrennt ermittelte Erwerbslosenquote leicht anzog auf 4,0 Prozent - ein Sieben-Monats-Hoch.

Hintergrund ist, dass die Statistiker die in unbezahlten Zwangsurlaub geschickten Staatsbediensteten als vorübergehend beschäftigungslos einstuften. Auch wenn die Jobmaschine in den USA weiter rund läuft, droht die Regierungsblockade laut Notenbankchef Jerome Powell dennoch „Spuren“ beim Wirtschaftswachstum im ersten Quartal zu hinterlassen. US-Präsident Donald Trump hatte vorige Woche die vorläufige Einigung im Haushaltsstreit verkündet, obwohl er nicht die lange geforderten 5,7 Milliarden Dollar für den Bau einer Grenzmauer zu Mexiko erhielt.

Der Shutdown werde letztlich drei Milliarden Dollar kosten, so die Schätzung der Kongress-Etatbehörde CBO. Dennoch hielt Trumps Wirtschaftsberater Larry Kudlow im TV-Sender Fox an der Prognose fest, dass das Bruttoinlandsprodukt dieses Jahr um drei Prozent wachsen wird. Das CBO erwartet ein Plus von lediglich 2,3 Prozent, nach 3,1 Prozent im Jahr 2018.

Der US-Währungshüter James Bullard nannte die jüngsten Arbeitsmarktzahlen „stark“. Sie böten jedoch nur einen Blick in den Rückspiegel, sagte er dem Sender CNBC. Die US-Notenbank Fed hatte im Dezember den Leitzins zum vierten Mal im abgelaufenen Jahr angehoben - auf die Spanne von 2,25 bis 2,5 Prozent.

Angesichts der unsicheren Konjunkturperspektiven will sie es 2019 aber ruhiger angehen lassen und hat eine Pause signalisiert. Falls es Bedarf für eine Straffung geben sollte, werde ein Anstieg der Inflation dabei „eine große Rolle“ spielen, so Powell nach dem jüngsten Zinsbeschluss.

Mit steigenden Löhnen dürfte auch die Inflationsrate anziehen, die zuletzt noch unter dem Zielwert der Währungshüter lag. Im Januar zogen die durchschnittlichen Stundenlöhne jedoch nur um 0,1 Prozent an und damit schwächer als von Experten erwartet. Im Dezember lag das Plus noch bei 0,4 Prozent. Der Rückgang dämpfte laut Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners die Inflationssorgen und minderte so den Druck auf die Notenbank: „Das unterstützt den neuen Kurs der Fed.“

Der US-Arbeitsmarkt präsentiere sich „wie ein Fels in der Brandung“ und könnte die aktuelle Marktstimmung etwas aufhellen, ergänzte NordLB-Ökonom Bernd Krampen. Die Fed sollte seiner Ansicht nach vorerst noch abwarten: „Nach dem Ende beim Haushaltsstreit bleiben als Risiken die beiden Mega-Themen Handelskrieg und Brexit, die aber möglicherweise in den ersten drei Monaten entschieden werden. Dann könnte bereits im Sommer die nächste Zinsanhebung folgen.“

Brexit 2019
  • rtr
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