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Konjunktur US-Wirtschaft wächst robust – Trump verfehlt sein Ziel jedoch

Trotz Steuersenkungen wächst die US-Wirtschaft nicht wie von Präsident Trump angekündigt, um mindestens drei Prozent. Grund dürfte der schwache Jahresabschluss sein.
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Die Metropole ist eines der wichtigsten Wirtschafts- und Finanzzentren der USA. Quelle: AP
New York

Die Metropole ist eines der wichtigsten Wirtschafts- und Finanzzentren der USA.

(Foto: AP)

WashingtonDie US-Wirtschaft hat 2018 das von Präsident Donald Trump ausgegebene Wachstumsziel trotz massiver Steuersenkungen knapp verfehlt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte 2,9 Prozent zu, wie das Handelsministerium am Donnerstag mitteilte.

Das ist zwar deutlich mehr als 2017 mit 2,2 Prozent, doch hatte Trump auch wegen Steuersenkungen von 1,5 Billionen Dollar eine Drei vor dem Komma anvisiert. Der Internationale Währungsfonds rechnet für das laufende Jahr mit einer Abkühlung des Wachstums auf 2,5 Prozent.

Dass Trump sein Ziel nicht ganz erreichte, lag an einem schwächeren Jahresabschluss. Zwischen Oktober und Dezember wuchs BIP mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 2,6 Prozent, nachdem es im Sommer noch zu 3,4 Prozent gereicht hatte. „Den USA flogen im Schlussquartal auch nicht mehr die gebratenen Tauben in den Mund“, sagte der Chefvolkswirt der VP Bank, Thomas Gitzel.

Die schwächere Weltkonjunktur und Handelskonflikte lasteten auf den Exporten. Auch der private Konsum verlor an Dynamik, blieb aber eine Konjunkturstütze. „Das verhältnismäßig hohe Zinsniveau hinterlässt zudem in der Bauwirtschaft Bremsspuren“, sagte Gitzel.

Verglichen mit anderen Industrienationen schnitt die weltgrößte Volkswirtschaft sehr gut ab. So schaffte Deutschland 2018 nur ein halb so großes Plus von 1,4 Prozent. „Der Handelskonflikt, der Shutdown, die globale Wachstumsverlangsamung werden weggesteckt“, sagte NordLB-Experte Bernd Krampen, der in den kommenden Quartalen Wachstumsraten um die zwei Prozent erwartet. „Von einer Rezession ist also keine Spur.“

US-Notenbankchef Jerome Powell hat jedoch wegen der zuletzt schwächeren Konjunktur und gestiegener Unsicherheiten eine vorerst abwartende Haltung in der Zinspolitik signalisiert. Die Fed werde bei ihren Entscheidungen „geduldig“ vorgehen, kündigte Powell in dieser Woche an.

Die US-Notenbank hatte Ende Januar angekündigt, es nach vier Zinserhöhungen im vergangenen Jahr erst einmal ruhiger angehen zu lassen. Sie beließ ihren Schlüsselsatz zur Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld in der Spanne von 2,25 bis 2,5 Prozent. Höhere Zinsen verteuern Kredite und können so den Aufschwung bremsen.

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  • rtr
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