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Konjunktur Von 1,8 auf 1,0 auf 0,5 Prozent – Berlin senkt Wachstumsprognose erneut

Die Bundesregierung erwartet für 2019 nur noch ein Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent. Schuld sei auch die fehlende Marktführerschaft bei Zukunftstechnologien.
Update: 11.04.2019 - 21:39 Uhr 1 Kommentar
Globale Unsicherheiten sollen nur ein Grund für die schwächelnde Konjunktur sein. Quelle: AP
Hamburger Hafen

Globale Unsicherheiten sollen nur ein Grund für die schwächelnde Konjunktur sein.

(Foto: AP)

BerlinDie Bundesregierung geht für dieses Jahr nur noch von einem Wachstum von 0,5 Prozent aus. Damit halbiert sie die Prognose erneut, hat das Handelsblatt am Donnerstagabend aus Kreisen des Bundeswirtschaftsministeriums erfahren.

Offiziell angekündigt werden soll die neue Schätzung am Mittwoch. Bis dahin könnten sich die Zahlen noch marginal ändern. Zuerst hatte der „Spiegel“ darüber berichtet. Im Januar hatte die Bundesregierung ihre Prognose für 2019 bereits von 1,8 auf 1,0 Prozent gesenkt.

Grund für die Senkung der Prognose sei eine abwartende Haltung bei den Investitionen – ausgelöst durch den Brexit, den drohenden Autozöllen und dem weltweiten Freihandelsstreit. Die globale Unsicherheit sei allerdings nur ein Grund für die sich abschwächende Konjunktur.

Hinzu kämen hausgemachte Probleme, vor allem fehle die Marktführerschaft bei Zukunftstechnologien. Als Beispiel wurde der Verkauf des Glasfaserspezialisten Coriant durch Siemens an das US-Unternehmen Infinera genannt. Coriant sei eine der wenigen deutschen Firmen gewesen, die den Echtzeitmobilfunk 5G hätte vorantreiben können. Heute sei man von chinesischen Firmen wie Huawei abhängig.

Als weiteres Beispiel wurden die Ladestationen Supercharger von Tesla genannt. Damit setze die US-Elektroautofirma technologische Standards, denen Deutschland hinterherlaufe.

Die wirtschaftliche Lage sei nicht bedrohlich, wie es im Wirtschaftsministerium heißt. Für 2020/2021 rechne man mit einem stärkeren Wachstum, aber die Wirtschaft halte sich angesichts der Unsicherheiten im Welthandel zurück.

Erst in der vergangenen Woche hatten führende Wirtschaftsinstitute vor dem Ende des jahrelangen Konjunkturbooms gewarnt. Für 2019 stampften sie ihre Prognose für das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes auf 0,8 Prozent ein, nachdem sie im Herbst noch mit 1,9 Prozent gerechnet hatten. Die Gemeinschaftsdiagnose dient der Bundesregierung als Basis für ihre eigenen Prognosen.

„Der langjährige Aufschwung der deutschen Wirtschaft ist zu Ende“, sagte der stellvertretende Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), Oliver Holtemöller. „Die Gefahr einer ausgeprägten Rezession halten wir jedoch bislang für gering.“ Auch Stefan Kooths vom Institut für Weltwirtschaft Kiel beschwichtigte: „Die deutsche Wirtschaft hat sich abgekühlt, aber sie friert noch nicht.“

Für 2020 sagten die Experten unverändert ein Wachstum von 1,8 Prozent voraus. Kommt es zu einem ungeregelten EU-Austritt Großbritanniens dürfte das Wirtschaftswachstum sowohl in diesem als auch im kommenden Jahr „deutlich niedriger“ als bislang veranschlagt ausfallen. Risiken sehen die Experten außerdem im noch ungelösten Handelsstreit zwischen den beiden weltgrößten Volkswirtschaften USA und China.
Mit Agenturmaterial

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1 Kommentar zu "Konjunktur: Von 1,8 auf 1,0 auf 0,5 Prozent – Berlin senkt Wachstumsprognose erneut"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Der Weg aller sozialistischer Politik, ist der Weg in das negative Wachstum.
    So steil wie es hier mit dem Wirtschaftswachstum bergab geht in 2019, von 1,8% über 1,0% zu jetzt 0,5% fragt man sich wann kommen die 0,0% oder sogar die minus 0,5% ???
    Sozialismus mit Wohnungsenteignungen usw. hat schon in Venezuela, einem einst reichen Land, nicht funktioniert und es gehört nach langlähriger sozialistischer Politik mit Enteignungen heute zu den ärmsten Ländern Lateinamerikas.
    Deutschlands Hugo Chávez, Nicolás Maduro sind im Geiste die Linken, Grünen und SPD was man auch in ihren Grußbotschaften nach den Siegen an die Präsidenten Venezuelas Hugo Chávez, Nicolás Maduro nachlesen kann. Sie wollen den Sozialismus mit seiner Tugend: Die gleichmäßige Verteilung des Elends.
    Venezuelas hat es geschafft, die LINKEN, GRÜNEN, SPD wollen uns auch auf dieses Niveau hinführen.
    Im Elend sind wir fast alle gleich bis auf die Politbonzen, siehe DDR mit Wandlitz dem Polit- Bonzen Luxusleben.

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