Konjunkturprognose: Regierung erwartet 2023 deutlich weniger Inflation – Gas- und Strompreisbremse sollen helfen
Die Bundesregierung rechnet mit einem Rückgang der deutschen Wirtschaftsleistung, wie der Bundeswirtschaftsminister am Mittwoch verkünden wird.
Foto: dpaBerlin. Die Bundesregierung geht in ihrer neuesten Konjunkturprognose von einem Rückgang der Inflation im kommenden Jahr aus. Die Inflationsrate soll 2023 nur noch sieben Prozent betragen, erfuhr das Handelsblatt aus Regierungskreisen. Im laufenden Jahr soll die Rate bei acht Prozent liegen. Am Mittwoch will Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) die Herbstprojektion vorstellen.
Mehrere Medien hatten vergangenen Donnerstag berichtet, die Regierung gehe davon aus, dass die Teuerung im kommenden Jahr noch höher ausfallen werde als im laufenden Jahr. Sie hatten auch für 2023 eine Inflationsrate von acht Prozent in der Herbstprojektion gemeldet. Dabei bezogen sich die Berichte allerdings noch nicht auf die finalen Zahlen der Konjunkturprognose.
Die Regierungsbeamten haben nun noch die von der Ampel geplante Gas- sowie die Strompreisbremse eingearbeitet. Das sei der Grund, dass die finale Inflationsprognose für das kommende Jahr letztendlich einen Prozentpunkt niedriger ausfalle, hieß es aus Regierungskreisen.
Bei den Konjunkturprognosen ist es sonst üblich, nur die bestehende Gesetzeslage einzubeziehen. Gas- und Strompreisbremse sind noch nicht final beschlossen. Weil der Beschluss aber als einigermaßen sicher gilt und die beiden Instrumente großen Einfluss auf die Konjunkturprognose haben, ist die Regierung in diesem Fall von der Regel abgewichen.