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Lockdown-Folgen Industrie verzeichnet deutlich mehr Aufträge – sogar mehr als vor Beginn der Coronakrise

Die Industrieaufträge haben sich seit dem Ende des ersten Lockdowns kräftig erholt – und sind im Dezember noch weiter gestiegen. Das liegt auch an der hohen Nachfrage aus einem Land.
17.12.2020 - 09:02 Uhr Kommentieren
Die deutsche Industrie befindet sich ungeachtet der zweiten Corona-Welle im Aufwind. Quelle: dpa
Deutsche Industrie

Die deutsche Industrie befindet sich ungeachtet der zweiten Corona-Welle im Aufwind.

(Foto: dpa)

Berlin Die Auftragsbücher der deutschen Industrie sind auch dank der stärkeren Nachfrage aus China praller gefüllt als vor Beginn der Coronakrise. Der Auftragsbestand wuchs im Oktober um 1,5 Prozent zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte.

Dabei nahmen die offenen Aufträge aus dem Inland um 1,8 Prozent zu, die aus dem Ausland um 1,2 Prozent. Im Vergleich zum Februar 2020 – dem Monat vor Beginn der Corona-bedingten Einschränkungen in Deutschland – ist der Bestand inzwischen saison- und kalenderbereinigt um 2,3 Prozent höher.

Die Industrieaufträge haben sich seit dem Ende des ersten Lockdowns kräftig erholt. Da die Produktion deutlich langsamer anlief, erhöhten sich die Auftragsbestände. Deren Reichweite legte im Oktober leicht zu auf 6,5 Monate. Diese Zahl gibt an, wie lange die Betriebe bei gleichbleibendem Umsatz ohne neue Bestellungen theoretisch produzieren müssten, um die vorhandene Nachfrage abzuarbeiten.

Die deutsche Industrie befindet sich ungeachtet der zweiten Corona-Welle im Aufwind. Sie nahm im Dezember sogar noch Fahrt auf, wie das Institut IHS Markit bei seiner monatlichen Umfrage herausfand. „Gestützt wird der Aufschwung weiterhin durch steigende Exportumsätze, die von den Unternehmen häufig auf eine stärkere Nachfrage aus China zurückgeführt werden“, hieß es dazu.

Mehr: Die neue Infektionswelle beeinträchtigt die Stimmung in der Chemiebranche noch nicht.

  • rtr
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