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Markit-Umfrage Wirtschaft in Euro-Zone wächst stärker als erwartet

Auf den Konjunktureinbruch im Zuge der Coronakrise folgt eine Erholung der Wirtschaft. Das Wachstumstempo ist so hoch wie seit mehr als zwei Jahren nicht mehr.
24.07.2020 Update: 24.07.2020 - 11:26 Uhr 2 Kommentare
Der Einkaufsmanagerindex, der die Geschäfte von Industrie und Dienstleistern zusammenfasst, stieg im Juli auf 54,8 Punkte von 48,5 Zählern im Vormonat. Quelle: dpa
Containerhafen Duisburg

Der Einkaufsmanagerindex, der die Geschäfte von Industrie und Dienstleistern zusammenfasst, stieg im Juli auf 54,8 Punkte von 48,5 Zählern im Vormonat.

(Foto: dpa)

Berlin Michael Hüther könnte mit seiner optimistischen Aussage vom Monatsanfang recht behalten: „Die Lage ist besser als die Stimmung“, sagte der Chef des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) damals dem Handelsblatt.

Ein wichtiger Frühindikator, der Einkaufsmanagerindex von IHS Markit, signalisiert jedenfalls an diesem Freitag, dass sich die Wirtschaft in Deutschland und in der Euro-Zone auf Erholungskurs befindet.

„Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft hat im Juli weiter an Dynamik gewonnen“, schreibt IHS-Markit-Direktor Phil Smith. Die Indexwerte lägen „deutlich über den Erwartungen“. Die Euro-Zone verzeichnet demnach im Juli sogar das stärkste Wirtschaftswachstum seit zwei Jahren.

Die Konjunkturkurven dieser Indizes für Deutschland und für die Euro-Zone zeigen die Form des Buchstabens „V“: Auf den steilen Absturz im April folgt ein noch stärkerer Anstieg bis Juli. Beide Indizes notieren mit 55 Punkten erstmals auch wieder über der Wachstumsschwelle, die bei 50 Punkten liegt.

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    In Deutschland gibt es demnach „solide Zuwächse beim Neugeschäft“, vor allem in der Industrie. Die Kapazitätsauslastung steigt wieder, allerdings noch längst nicht auf Vollauslastung. Vor allem aus China zieht die Nachfrage an.

    Weiterhin Krise am Arbeitsmarkt

    Ist also alles schon wieder gut? Keinesfalls: Die Krise ist nach diesen beiden Umfragen am Arbeitsmarkt angekommen. Der Jobabbau, vor allem in der Industrie, hat sich beschleunigt. Für Deutschland hegt Smith die Hoffnung, dass sich der Stellenabbau in den nächsten Monaten verlangsamt, weil sich die Auftragsbestände in der Industrie stabilisiert und die Geschäftsaussichten überall in der Wirtschaft aufgehellt haben.

    Für die Euro-Zone aber sind die Beschäftigungsangaben der Einkaufsmanager nach Aussage von IHS-Markit-Chefökonom Chris Williamson ein Anlass zur Sorge, dass dem Aufschwung nach der anfänglichen Belebung schnell die Luft ausgehen könnte. „Auch wenn die Produktionsdaten auf einen V-förmigen Aufschwung hindeuten, sind die Indizes für Auftragsbestände und Beschäftigung ein Alarmzeichen und gefährden den Ausblick“, sagt er.

    Die großen Fragen dieses Sommers bleiben also weiter offen: Wird Deutschland zur Konjunkturlokomotive für Europas Wirtschaft? Oder wird die Schwäche der anderen Euro-Länder auch die deutsche Wirtschaft länger in der Rezession festhalten?

    Hüther jedenfalls betont die Chancen: „Ein Aufschwung verläuft immer krumm“, sagt er und setzt darauf, dass die Europäer sich gegenseitig aus der Krise helfen werden.

    Mehr: Die Konsumenten greifen wieder zu, doch nicht alle Bereiche profitieren gleichermaßen. Vor allem der Onlinehandel boomt.

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    2 Kommentare zu "Markit-Umfrage: Wirtschaft in Euro-Zone wächst stärker als erwartet"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Hier lügen sich gerade alle in die eigene Tasche: Erwartungen übertroffen...besser als erwartet...nicht so schlimm wie gedacht... Es ist grotesk, wie alle schlechten Nachrichten verbal als positive Nachrichten interpretiert werden... Einen Grund zum Feiern haben die wenigsten und ohne den Eingriff der Notenbanken wären wir jetzt sowieso am Boden.

    • Da Kreditinanspruchnahme das Bruttosozialprodukt aufbläht, führt die beispiellose Geldschwemme zu einer Konjunktur Fata-Morgana. Mit wirtschaftlichem Aufschwung hat das nichts zu tun. Nur mit unbegrenztem Schuldenmachen.

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