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Mehr Importe US-Handelsdefizit steigt im Juni so kräftig wie lange nicht mehr

Zusätzlich entstanden im Juli überraschend wenige neue Jobs in der US-Wirtschaft. Die Arbeitslosenquote sank dennoch leicht ab.
03.08.2018 - 15:08 Uhr Kommentieren
USA: Handelsdefizit steigt so kräftig wie lange nicht mehr Quelle: dpa
Arbeitsmarkt

Die Zahl der Stellen nahm in den USA um 157.000 zu. Experten hatten dagegen mit einem Plus von 190.000 gerechnet.

(Foto: dpa)

Washington Das US-Handelsdefizit ist im Juni so kräftig gestiegen wie seit über anderthalb Jahren nicht mehr. Die Importe übertrafen die Exporte um 46,3 Milliarden Dollar, wie das Handelsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Das sind 7,3 Prozent mehr als im Vormonat – einen kräftigeren Anstieg gab es zuletzt im November 2016. In den beiden Vormonaten war die Lücke noch kleiner geworden, da viele Landwirte ihre Soja-Exporte nach China wegen der dort beschlossenen Zollanhebungen vorzogen.

Die US-Exporte von Waren und Dienstleistungen schrumpften im Juni um 0,7 Prozent auf rund 214 Milliarden Dollar. Die Importe legten um 0,6 Prozent auf 260 Milliarden Dollar zu, nicht zuletzt wegen höherer Ölpreise.

Das politisch besonders sensible Defizit mit China weitete sich erneut aus: Es kletterte um 0,9 Prozent auf 33,5 Milliarden Dollar. Das Defizit im Handel mit der EU schmolz dagegen um rund 13 Prozent auf 11,7 Milliarden Dollar.

US-Präsident Donald Trump hat mehrfach gesagt, sein Land werde von Handelspartnern wie der Volksrepublik ausgenutzt. Die USA haben deshalb zusätzliche Zölle gegen China, die EU und andere Wirtschaftsräume verhängt.

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    Wie das Weiße Haus mitteilte sind in der US-Wirtschaft im Juli zudem überraschend wenige Jobs entstanden. Die Zahl der Stellen nahm um 157.000 zu. Experten hatten dagegen mit einem Plus von 190.000 gerechnet. Allerdings entstanden im Mai und Juni insgesamt 59.000 mehr Arbeitsplätze als zunächst angenommen. Die getrennt ermittelte Erwerbslosenquote fiel im vergangenen Monat wie erwartet um 0,1 Punkte auf 3,9 Prozent.

    Die US-Notenbank Fed bescheinigte dem Arbeitsmarkt in dieser Woche erneut Stärke. Der Stellenzuwachs sei in den jüngsten Monaten groß gewesen und die Arbeitslosigkeit niedrig geblieben, hieß es nach der Zinsentscheidung. Die Fed signalisierte für das zweite Halbjahr zwei weitere Zinsanhebungen, da sie ihr Ziel Vollbeschäftigung erreicht sieht und die Konjunkturhilfe in Form billigen Geldes schrittweise zurücknehmen will.

    • rtr
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