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Premium Ökonom Hans-Werner Sinn über Marx „Man muss ein gewisses Maß an Ungleichheit hinnehmen“

Was hat uns Karl Marx heute noch zu sagen? Er lehrt vor allem, dass Krisen zum Kapitalismus gehören, befindet Ökonom Hans-Werner Sinn – und erzählt, welche Rolle der Marxismus in seiner Jugend spielte.
14.04.2017 - 08:13 Uhr
Näher bei Marx, als man denkt. Quelle: AFP
Ökonom Sinn

Näher bei Marx, als man denkt.

(Foto: AFP)

Hans-Werner Sinn und Karl Marx, das klingt wie Feuer und Wasser: Hier der liberalkonservative Ordnungspolitiker, dort der brauseköpfige Revolutionär. Doch im Gespräch stellt sich schnell heraus, dass Sinn viel von den Marx’schen Lehren gelten lässt – und selbst eine Vergangenheit als linker Student hat.

Herr Sinn, wir würden gern mit Ihnen über Karl Marx streiten. Sollten wir dafür eher die Rolle der Marx-Kritiker oder der Marx-Versteher einnehmen?
Das kann ich so eindeutig nicht sagen, weil ich zu Marx unterschiedliche Positionen vertrete. Als ökonomischem Denker gebührt ihm in Teilbereichen durchaus Anerkennung. Allerdings war er auch ein Ideologe, der viele Zusammenhänge nicht verstanden hat oder nicht verstehen wollte.

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