Preissteigerung Tintenfisch bringt Inflation nach Griechenland

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Ölpreis konterkariert europäische Geldpolitik

Die Steuererhöhung war eines der ersten Reformgesetze, das nach der Einigung mit den internationalen Gläubigern über die künftige Finanzierung des Staats in Kraft getreten war. Die Regierung hatte sich im Juli von den Steuererhöhungen jährliche Mehreinnahmen in Höhe von 2,4 Milliarden Euro ab 2016 und von 795 Millionen Euro im vergangenen Jahr versprochen.

Die Inflation in Griechenland liegt jetzt über dem Durchschnitt der Euro-Zone, die im Dezember bei 0,2 Prozent gelegen hatte. Das Inflationsziel der Europäischen Zentralbank für das Euro-Währungsgebiet liegt bei unter, aber nahe zwei Prozent.

Die lockere Geldpolitik hat bislang nicht dazu beitragen können, die Inflation wieder in diese Richtung zu treiben. Der zuletzt auf 30 Dollar gefallene Ölpreis konterkariert die Bemühungen der Währungshüter.

Maltas Zentralbankchef Josef Bonnici hatte am Dienstag vor den Auswirkungen des Ölpreisverfalls auf die Preisentwicklung gewarnt. Durch den niedrigen Ölpreis steige zwar die Kaufkraft der Haushalte und das verstärke die Wirkung des Anleihekauf-Programm der EZB, sagte Bonnici in Paris. Auf der anderen Seite bremse dies aber die Inflation. „Daher heben sich beide Faktoren zu einem gewissen Grad auf“, sagte der Notenbanker. Der Ölpreis war zuletzt auf den tiefsten Stand seit etwa zwölf Jahren gefallen.

Die EZB versucht seit vorigen März mit einem inzwischen auf 1,5 Billionen Euro angelegten Anleihenkauf-Programm die Konjunktur anzuschieben und damit die hartnäckig niedrige Inflation im Währungsraum anzuheizen.

  • dpa
  • Bloomberg
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