Ratingagentur Fitch bestätigt „AAA“-Spitzennote für Deutschland

Die bestmögliche Einstufung spiegelt laut der Agentur eine breite Aufstellung an robusten Finanzinstitutionen und die vielseitige Wirtschaft der Bundesrepublik wider.
Update: 03.08.2018 - 23:51 Uhr Kommentieren
Die Ratingagentur Fitch hat der Bundesrepublik erneut das Spitzenrating „AAA“ gegeben. Quelle: Reuters
Gutes Note für Deutschland

Die Ratingagentur Fitch hat der Bundesrepublik erneut das Spitzenrating „AAA“ gegeben.

(Foto: Reuters)

LondonDie Ratingagentur Fitch behält ihr Spitzenrating „AAA“ für Deutschland bei, teilte die Agentur am Freitagabend mit. Zudem hieß es, der Ausblick für Deutschland sei stabil. Fitch ließ damit durchblicken, dass es aktuell keinen Anlass gäbe, die Einschätzung in naher Zukunft infrage zu stellen.

Das „AAA“-Rating spiegle Deutschlands vielseitig aufgestellte Wirtschaft, eine Breite an starken Finanzinstitutionen und ein solides öffentliches Schuldenmanagement wider, hieß es in der Erklärung. Ein großer struktureller Leistungsbilanzüberschuss von durchschnittlich 8,2 Prozent des BIP im Zeitraum 2014-2017 unterstütze die Netto-Gläubigerposition des Landes.

Die gesamtstaatliche Verschuldung befinde sich auf einem deutlichen Abwärtstrend. „Deutschland hat seit 2014 gesamtstaatliche Überschüsse erzielt, und unsere Prognose für 2018 steht bei einem BIP-Überschuss von 1,4 Prozent“, schreibt die Ratingagentur.

Die jüngsten Spannungen in der Beziehung zwischen der CDU und ihrer bayerischen Schwesterpartei CSU über die Asylpolitik werden von der Agentur unterdessen als früher Rückschlag für den Zusammenhalt der neuen Regierung gewertet.

Allerdings hätten die fünfmonatigen Verhandlungen vor der Einigung der Koalitionspartner im Februar zur Bildung einer Großen Koalition das wirtschaftliche Vertrauen letztendlich nicht beeinträchtigt. Zudem verringere der relativ hohe parteiübergreifende Konsens in der Wirtschafts- und Finanzpolitik mögliche Auswirkungen auf die Kreditdaten Deutschlands.

Die Binnennachfrage treibe weiterhin ein über dem Trend liegendes BIP-Wachstum an. Das Investitionswachstum werde in Deutschland durch günstige Kreditbedingungen, hohe Kapazitätsauslastung, solides Gewinnwachstum und einen lebhaften Bausektor unterstützt. Der private Konsum werde unterdessen durch eine positive Arbeitsmarktdynamik angekurbelt.

Fitch prognostiziert für die nächsten Jahre allerdings eine Abkühlung des BIP-Wachstums auf 1,6 Prozent im Jahr 2019 und 1,4 Prozent im Jahr 2020, was der Einschätzung der deutschen Wachstumsrate entspreche. Eine weitere Eskalation der Handelsspannungen sei dabei ein Schlüsselrisiko für die Prognose der Agentur.

Unterdessen hat Fitch Tschechien von zuvor „A+“ auf „AA-“ mit einem stabilen Ausblick hochgestuft. Gründe seien unter anderen der starke private Konsum und der robuste Arbeitsmarkt, teilte die US-Agentur mit.

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