Rückkehr der Inflation Mario Draghis neue Probleme

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Geldpolitik weiter locker

„Die Energiepreise werden auch in den kommenden Monaten die treibende Kraft sein und die Inflationsraten in Deutschland sowie im gesamten Euro-Raum weiter kräftig nach oben schieben“, sagte Commerzbank-Experte Marco Wagner. KfW-Chefökonom Jörg Zeuner geht davon aus, dass es in Deutschland im Januar auf bis zu zwei Prozent hochgeht. Die Verbraucher bekommen dies bereits beim Tanken zu spüren. So stiegen allein in Baden-Württemberg die Preise für Benzin und Diesel erstmals seit Februar 2013 im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Aus Sicht von Carsten Brzeski könnte die steigende Inflation die Debatte über ein Herunterfahren der Anleihekäufe (Tapering) befeuern. Aktuell kauft die EZB für monatlich 80 Milliarden Euro vor allem Staatsanleihen der Euro-Länder.

Die Käufe sind bis März 2017 terminiert. Im September und Oktober hat die Notenbank noch keine Entscheidung getroffen, wie es mit den Käufen weitergeht. Fast alle Ökonomen gehen davon aus, dass die EZB sie im Dezember verlängert. Die Frage ist allerdings, ob sie das monatliche Kaufvolumen beibehält und ob sie bereits eine Ausstiegsstrategie ankündigt. Carsten Brzeski glaubt: „Im Dezember ist nicht nur der wahrscheinlichste, sondern möglicherweise der letztmögliche Moment, um Unterstützung für eine Verlängerung innerhalb des EZB-Rates zu bekommen.“

In einer Rede am Freitag signalisierte EZB-Direktoriumsmitglied Benoît Coeuré, dass die Notenbank ihre lockere Geldpolitik fortsetzen wird. Sie werde so lange beibehalten „bis die Inflation sich nachhaltig unserem Ziel annähert“, so Coeure.

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6 Kommentare zu "Rückkehr der Inflation: Mario Draghis neue Probleme"

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  • Heute fehlen die unqualifizierte Äußerungen zum größten
    eurapäischen Ökonomen Herrn Draghi. Fortschritte selbst in diesem Forum.
    Unglaublich, wie schaffen das,

  • "Lieber Gott, lass' mich um Ausreden nie verlegen sein."

    Die Einstellung teilt Draghi offenbar mit unzähligen anderen.

  • Klasse Mann der Herr Draghi, der gibt dem Investor was dem Investors ist.
    Chistliche lebensweisheien sind fast so wichtig wie Dividenden.

  • Sorry, vergessen: Der Feuerwehrmann war natürlich Benedict Coeur. Der hat immer gerade zufällig im richtigen Augenblick ein Mikro zur Hand, in das er dann seine Sprüche reinquaken kann....

  • Keine Sorge, als vorhin die Renditen weiter anzogen, stand Feuerwehrmann wieder mal zufällig irgendwo am Mikro und schwafelte, man würde auch weiterhin am Anleihekaufprogramm festhalten. Der Drucker wird weiter drucken (müssen). Gründe wird man schon erfinden. Zur Not erhöht man das Inflationsziel eben auf 4%. Die aktiven Markteingriffe (Marktmanipulationen) der Notenbanken weltweit werden bis zum Tag der Marktexplosion unvermindert anhalten.

  • Zitat:
    „Jenseits der Energiegüter sieht die Preisentwicklung zunehmend stabiler aus. Es gibt eine Chance, die Geldpolitik bald langsam zu normalisieren.“

    Jep, und falls tatsächlich die Öl- und Energiepreise im nächsten Jahr auch noch steigen sollten, stände tatsächlich einer Normalisierung des Zinsniveaus doch nichts entgegen, oder? Und wenn die Normalisierung dann doch nicht passiert und man sich notenbankseitig allerlei Begründungen überlegt, warum denn eine weitere lockere Geldpolitik angebracht sei, darf man getrost die Motivationen der Geldpolitiker mal hinterfragen. Denn es wäre mehr als verwunderlich, würde das Ankaufen von Staatsanleihen auch bei höheren Inflationsraten und nach Erreichen des Inflationsziels lustig so weiter betrieben wie in den letzten Jahren. Dann wäre es nämlich nur der Not geschuldet.

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