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Sentix-Index Anleger bewerten Euro-Konjunktur überraschend optimistisch

So gute Stimmung haben die Anleger in der Euro-Zone seit sechs Monaten nicht mehr gehabt: Das Sentix-Konjunkturbarometer steigt wieder. Für Entwarnung ist es aber noch zu früh.
Update: 04.03.2019 - 11:28 Uhr Kommentieren
Anleger in der Euro-Zone sind wieder etwas optimistischer. Quelle: dpa
Konjunktur

Anleger in der Euro-Zone sind wieder etwas optimistischer.

(Foto: dpa)

BerlinBörsianer schätzen die Konjunktur in der Euro-Zone wieder optimistischer ein – und das überraschend deutlich. Das entsprechende Barometer der Investment-Beratungsfirma Sentix hat im März wieder zugelegt: um 1,5 auf minus 2,2 Punkte, wie das Unternehmen an diesem Montag mitteilte.

Es ist der erste Anstieg des gesamten Indikators nach sechs Rückgängen in Folge. Im Februar war es noch auf den tiefsten Stand seit November 2014 gefallen.

Volkswirte hatten zwar damit gerechnet, dass sich die konjunkturelle Stimmung im März bessern würde, waren aber nur von einem Anstieg des Indikators auf minus 3,1 Punkte ausgegangen. Während der Unterindikator für die Konjunkturerwartungen im März deutlich gestiegen ist, fiel allerdings der Indexwert für die aktuelle Lage allerdings weiter zurück und erreichte bei 6,3 Punkten den tiefsten Wert seit September 2016.

Die Risiken für die Konjunktur sehen die Sentix-Experten auch noch längst nicht ausgeräumt. „Auch wenn sich die Zeichen für eine konjunkturelle Stabilisierung der Euro-Zone mehren, ist es zu früh, schon Entwarnung zu geben“, sagte Sentix-Geschäftsführer Manfred Hübner.

Die Konjunkturerwartungen verbesserten sich auf vergleichsweise niedrigem Niveau, während die Lage so negativ bewertet wurde wie seit rund zweieinhalb Jahren nicht mehr.

Immerhin: Das Umfrageergebnis deutet Sentix zufolge darauf hin, dass es im Währungsraum nicht zu einer Rezession komme.

Als Grund für die Stimmungsaufhellung und gleichzeitig größten Lichtblick nannten die Sentix-Experten eine bessere konjunkturelle Entwicklung in Asien – ohne Japan. Dort haben sich sowohl Lagewerte als auch die Erwartungen verbessert. Damit befindet sich Sentix zufolge die Region wieder im Aufschwung und könnte der Ausgangspunkt für eine Belebung auch in anderen Teilen der Welt werden.

uch in Japan und den lateinamerikanischen Staaten habe seine Stabilisierung fortgesetzt. Doch ein Problem bleibt: Es drohten weiterhin Belastungen durch den Brexit.

Auch für die deutsche Konjunktur liefert das Barometer Signale der Stabilisierung. „Allerdings befindet sich auch hier die Wirtschaft noch immer in einer prekären Verfassung“, sagte Hübner. So wurde die Lage zum fünften Mal in Folge schlechter und zugleich so negativ bewertet wie seit November 2014 nicht mehr. Am Donnerstag wird der Chef der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, die neuen Wachstumsprognosen für den Euro-Raum bekanntgeben. Nach dem verhalten positiven Ergebnis von Sentix könnte sich dieser Trend bestätigen.

Die Erwartungen stiegen zum zweiten Mal in Folge, sind aber immer noch negativ. „Die einstige Konjunkturlokomotive sticht also derzeit keineswegs mehr positiv hervor“, sagte Hübner.

Sentix befragt Anleger aus der Euro-Zone monatlich nach ihrer Einschätzung der wirtschaftlichen Lage und zum Konjunkturausblick. Diesmal wurden vom 28. Februar bis zum 2. März 1000 Anleger befragt, davon waren etwa ein Drittel professionelle Investoren.

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