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Staatsbonds EZB legt bei Anleihenkäufen einen Zahn zu

Staatsbonds im Wert von mehr als 13 Milliarden Euro hat die EZB in der vergangenen Woche in ihre Bücher aufgenommen. Damit forciert sie das Tempo ihrer Anleihenkäufe. Staatsanleihen sollen für Banken unattraktiv werden.
14.09.2015 - 17:12 Uhr
Notenbank-Chef Draghi kündigt an, die Käufe zu forcieren, falls Konjunktur und Teuerung nicht nachhaltig Fahrt aufnehmen. Quelle: dpa
Mario Draghi

Notenbank-Chef Draghi kündigt an, die Käufe zu forcieren, falls Konjunktur und Teuerung nicht nachhaltig Fahrt aufnehmen.

(Foto: dpa)

Berlin Die Europäische Zentralbank (EZB) hat das Tempo ihrer Anleihenkäufe forciert. In der Woche zum 11. September nahm sie für 13,02 Milliarden Euro Staatsbonds in ihre Bücher, wie sie am Montag mitteilte. In der Woche zuvor waren es 11,9 Milliarden Euro.

Seit dem Start der Käufe am 9. März haben die EZB und die nationalen Notenbanken nunmehr bereits Papiere im Gesamtumfang von 314,46 Milliarden Euro erworben. Mit der Geldflut will Notenbank-Chef Mario Draghi Staatsanleihen für Banken unattraktiv machen und die Institute so dazu anregen, mehr Kredite an Firmen und Haushalte zu vergeben.

Draghi hat angekündigt, die Käufe zu forcieren, falls Konjunktur und Teuerung nicht nachhaltig Fahrt aufnehmen. Das gesamte Kaufprogramm, das auch Pfandbriefe und Hypothekenpapiere umfasst, ist auf 1,14 Billionen Euro angelegt und soll bis September 2016 laufen.

Da die Inflationsrate auch nach den Prognosen des EZB-Stabs nächstes Jahr nicht annähernd die Zielmarke der Zentralbank von knapp zwei Prozent erreichen wird, dürften die Währungshüter das Programm nach Einschätzung vieler Experten letztlich verlängern.

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