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Studie Fachkräftemangel kostet deutsche Wirtschaft mehr als 500 Milliarden Euro

Bis 2030 könnten dem deutschen Arbeitsmarkt laut einer Studie knapp fünf Millionen Arbeitnehmer fehlen. Mit beträchtlichen Auswirkungen für die Wirtschaftsleistung.
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Fachkräftemangel kostet deutsche Wirtschaft über 500 Milliarden Euro Quelle: dpa
Siemens-Ausbildungszentrum

Laut einer Studie kommen auf keine andere Ökonomie in Europa ähnlich große Einbußen aufgrund mangelnder Fachkräfte zu wie auf Deutschland.

(Foto: dpa)

Berlin, New YorkDer Mangel an Fachkräften wird die deutsche Wirtschaft in Zukunft laut einer Studie stärker belasten als bisher erwartet. Bis zum Jahr 2030 dürften sich die Einnahmenausfälle auf 630 Milliarden Dollar (rund 525 Milliarden Euro) summieren, berichtet die „Welt“ unter Berufung auf eine Untersuchung der Beratungsgesellschaft Korn Ferry.

Die Ausfälle entsprechen demnach mehr als 14 Prozent der heutigen Wirtschaftskraft. Bis Ende des nächsten Jahrzehnts könnten dem hiesigen Arbeitsmarkt 4,9 Millionen Arbeitnehmer fehlen.

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Laut der Studie muss keine andere Ökonomie in Europa ähnlich große Einbußen verkraften wie Deutschland. „Während sich viele Menschen aufgrund der Digitalisierung Sorgen machen, ob sie künftig noch gebraucht werden, sieht die reale Situation am Arbeitsmarkt anders aus“, sagte Thomas Haussmann, Spezialist für Vergütung und Arbeitsmärkte bei Korn Ferry, der Zeitung.

Den größten Schaden durch Personalmangel muss der Dienstleistungssektor befürchten, zu dem die Studie auch die Finanzbranche zählt. Den Prognosen zufolge fehlen allein hier bis 2030 rund 1,2 Millionen Mitarbeiter, was in den Betrieben zu einem Einnahmeausfall von 136,9 Milliarden Dollar führen könnte.

In einer Mitte April veröffentlichten Studie kommt auch das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) zu dem Schluss, dass der Mangel an Fachkräften das Wachstum der Wirtschaft hemmt. Demnach fehlen am Jobmarkt derzeit etwa 440.000 qualifizierte Arbeitskräfte. Könnte dieser Bedarf gedeckt werden, so das IW, „würde die Wirtschaftsleistung in Deutschland um bis zu 0,9 Prozent oder rund 30 Milliarden Euro höher ausfallen“.

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2 Kommentare zu "Studie: Fachkräftemangel kostet deutsche Wirtschaft mehr als 500 Milliarden Euro"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Wenn bis zum Jahre 2030 rund 525 Milliarden Euro verloren gehen sollten, wäre es doch folgerichtig, in den Heimatländern der Fachkräfte Kapazitäten aufzubauen.
    Deutschland hat seit 2014, schwerpunktmäßig 2015/16 zwei Millionen Fachkräfte geschenkt bekommen. Ich erinnere mich noch an Jubelarien und Lobeshymnen der deutschen Wirtschaft über den Zustrom dieser Fachkräfte, sie konnten gar nicht genug davon bekommen.
    Jetzt sind sie da und Wirtschaft nutzt sie nicht. Auf den Kosten bleiben die Steuerzahler, also die Mitarbeiter der Wirtschaftsunternehmen sitzen. So geht's aber dann auch nicht. Wer bestellt, hat zu zahlen.
    Das wenigste, was die Wirtschaft also tun muss, ist angesichts der drohenden Ausfälle von rund 525 Milliarden Euro in Bagdad, Mogadischu, Bamako, Ouagadougou usw. Kapazitäten aufzubauen. Dort sind die Fachkräfte ja zuhause und kosten auch viel weniger, als in Deutschland.
    Und die Fachkräfte, die jetzt hier bei uns auf Steuerzahlers Kosten leben, könnten dann in ihr Heimatland zurückkehren und dort für die deutsche Wirtschaft ihr wertvolles Fachwissen anwenden. Zum Wohle des Vaterlandes.

  • Na dann, liebe Unternehmen, stellt doch einfach die so vielen eingewanderten Fachkräfte ein.
    Und dann gibt's da noch die Möglichkeit, diese Fachkräfte selbst zu qualifizieren. Aber das soll ja der Staat bezahlen.
    Und außerdem, bis 2030 ist noch ein Stück hin. Bis dahin werden viele Menschen in ihren angestammten Jobs frei werden, Digitalisierung und fortschreitende Amazonisierung werden es möglich machen.