Umfrage Einstellungswelle bei US-Firmen ebbt leicht ab

US-Unternehmen haben im April wieder deutlich weniger Personal eingestellt. Ein Zeichen von Schwäche sei dies laut Experten jedoch nicht.
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Die US-Erwerbslosenquote wird auf rund vier Prozent geschätzt. Quelle: dpa
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Die US-Erwerbslosenquote wird auf rund vier Prozent geschätzt.

(Foto: dpa)

WashingtonDer Job-Boom in den US-Unternehmen ist zu Beginn des Frühjahrs leicht abgeflaut. Die Firmen heuerten im April so wenig Personal an wie seit November nicht mehr, wie der Personaldienstleister ADP am Mittwoch zu seiner monatlichen Umfrage unter Privatunternehmen mitteilte. Insgesamt kamen 204.000 Mitarbeiter hinzu – der größte Anteil davon im Dienstleistungssektor.

Experten hatten lediglich 200.000 auf dem Zettel. Im März gab es mit 228.000 noch einen höheren Zuwachs. Laut ADP-Expertin Ahu Yildirmaz lässt sich aus den jüngsten Zahlen aber noch kein Schwächezeichen herauslesen. Allerdings werde es in dem weitgehend leer gefegten Arbeitsmarkt schwieriger, geeignete Mitarbeiter zu finden.

Am Freitag steht der monatliche Arbeitsmarktbericht der Regierung an, der breiter angelegt ist als die ADP-Studie: Er umfasst neben den Jobs in der Privatwirtschaft auch staatliche Stellen. Fachleute rechnen damit, dass außerhalb der Landwirtschaft 192.000 Arbeitsplätze dazugekommen sind.

Die Erwerbslosenquote dürfte auf 4,0 Prozent sinken. Damit herrscht praktisch Vollbeschäftigung, das erklärte Ziel der Notenbank Fed. Laut Mark Zandi von Moody's Analytics, das gemeinsam mit ADP für die Umfrage zuständig ist, dürfte bei der Quote wohl bald eine Drei vor dem Komma stehen: „Dann droht die Wirtschaft zu überhitzen.“

Solche Risiken dürfte auch die Notenbank Fed im Blick haben, die am Abend (20.00 Uhr MESZ) wieder über den Leitzins entscheidet. Fachleute erwarten, dass sie nach ihrer Erhöhung vom März auf die Spanne von 1,50 bis 1,75 Prozent nun vorerst still halten wird. An den Finanzmärkten wird erst für Juni mit dem nächsten Schritt nach oben gerechnet. Die Notenbank hat sich zuletzt auch ihrem Inflationsziel von zwei Prozent genähert und kann ihr Pflichtenheft damit weitgehend abhaken. Sie hat insgesamt drei Zinserhöhungen in diesem Jahr avisiert, doch manche Experten halten auch vier Schritte für möglich.

  • rtr
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