Umsatz und Gewinn Dax-Konzerne erreichen neue Rekordwerte

Der operative Gewinn der 30 Dax-Konzerne ist im vergangenen Jahr auf 114,2 Milliarden Euro gestiegen. Auch die Umsätze legten leicht zu- Damit stellten die Konzerne aus dem Leitindex einen neuen Rekord auf.
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Den höchsten Umsatz erzielten die Autobauer VW (217,2 Milliarden Euro), Daimler (153,2) und BMW (94,1). Quelle: Reuters
Rekord für Dax-Unternehmen

Den höchsten Umsatz erzielten die Autobauer VW (217,2 Milliarden Euro), Daimler (153,2) und BMW (94,1).

(Foto: Reuters)

FrankfurtDeutschlands Top-Konzerne haben 2016 Umsatz und Gewinn erneut gesteigert. Der Erlös der 30 Unternehmen im Leitindex Dax stieg zwar nur minimal um 0,2 Prozent auf 1,26 Billionen Euro. Der operative Gewinn wuchs aber kräftig um ein Viertel von 91,5 auf 114,2 Milliarden Euro, wie eine Studie der Beratungsfirma EY zeigt, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Damit erreichten die Konzerne erneut Rekordwerte.

Grund für das geringe Umsatzplus war demnach auch, dass das Dax-Schwergewicht BASF sein Gashandelsgeschäft verkauft hatte, was zu einem Erlösrückgang führte. Zudem trübte die schwache Geschäftsentwicklung bei den Energieversorgern und Banken das Bild. Der Gewinn wuchs trotzdem stark, da die Firmen effizienter wirtschafteten und Kosten sparten. Zudem kehrte Volkswagen 2016 in die Gewinnzone zurück und die Deutsche Bank dämmte ihre Verluste ein.

Die besten Dax-Aktien seit dem Allzeithoch

VONOVIA SE NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000A1ML7J1
Börse
L&S

-0,09 -0,23%
+41,03€
Chart von VONOVIA SE NAMENS-AKTIEN O.N.
Vonovia
1 von 10

Platz 10: Vonovia

Die Top Ten seit dem 10.April 2015 – der Tag, an dem der Dax mit 12.390 Punkten sein Allzeithoch erreichte – eröffnet ein Titel, der zu der Zeit noch gar nicht im Dax gelistet war: Vonovia stieg erst im September 2015 in die erste deutsche Börsenliga auf. Seitdem stiegen die Papiere von Deutschlands größten privaten Vermieter um 10,6 Prozent. Der Ansturm auf Immobilien macht sich eben auch an der Börse bemerkbar. Der Dax hingegen befindet sich knapp dreieinhalb Prozent unterhalb seines Jahreshochs und erklomm in dieser Woche erstmals wieder die Marke von 12.000 Punkten.

HENKEL AG & CO. KGAA INHABER-VORZUGSAKTIEN O.ST.O.N

WKN
ISIN
DE0006048432
Börse
L&S

-0,99 -0,90%
+109,24€
Chart von HENKEL AG & CO. KGAA INHABER-VORZUGSAKTIEN O.ST.O.N
Henkel
2 von 10

Platz 9: Henkel

Der Konsumgüterkonzern präsentierte 2016 Rekordquartale. Um zu wachsen, schließt Henkel weitere Zukäufe nicht aus. Zuletzt leistete man sich im Sommer die milliardenschwere Übernahme des US-Titels Sun Products. „Wir sehen uns nach Akquisitionen in allen drei Geschäftsbereichen um“, sagte der seit Mai an die Spitze gerückte Chef Hans Van Bylen. Investoren honorierten die Entwicklung, im Dax gewannen die Papiere seit April 2015 11,2 Prozent.

DEUTSCHE POST AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005552004
Börse
L&S

+0,18 +0,63%
+28,23€
Chart von DEUTSCHE POST AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Deutsche Post
3 von 10

Platz 8: Deutsche Post

Der weltgrößte Logistiker gehört schon seit vielen Jahren zu den besten Papieren in Frankfurts Führungsriege. Vom anziehenden Online-Handel profitiert die Deutsche Post nicht nur im florierenden Weihnachtsgeschäft. Diese Tage erst markierte der Schein des ehemaligen Staatsunternehmens ein Rekordhoch. Im Vergleich zum April 2015 kosten die Papiere 11,4 Prozent mehr.

Deutsche Börse

WKN
ISIN
Börse

Chart von Deutsche Börse
Deutsche Börse
4 von 10

Platz 7: Deutsche Börse

Der Börsenbetreiber kommt nicht so recht mit der geplanten Fusion mit der Londoner Stock Exchange voran. Der Kurs entwickelt sich trotzdem prächtig. Seit dem Frankfurter Allzeithoch gewannen die Papiere 14,8 Prozent.

HEIDELBERGCEMENT AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0006047004
Börse
L&S

-1,06 -1,49%
+70,18€
Chart von HEIDELBERGCEMENT AG INHABER-AKTIEN O.N.
HeidelbergCement
5 von 10

Platz 6: HeidelbergCement

Beim Aufzählen aller Dax-Titel ist HeidelbergCement wohl einer der Werte, den viele vergessen. Dabei ist der als graue Maus geltende Bluechip der größte Baustoffhersteller der Welt. Und auch zuletzt fanden sich die Heidelberger öfter in der Berichterstattung. Sie profitieren von Donald Trumps Plänen: Schließlich muss der Zement für die angekündigte Mauer zu Mexiko auch irgendwo hergestellt werden. Die Entwicklung ist prächtig: Ein Papier gewann 20,5 Prozent.

SIEMENS AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007236101
Börse
L&S

-0,20 -0,17%
+116,55€
Chart von SIEMENS AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Siemens
6 von 10

Platz 5: Siemens

Für Deutschlands größten Industrietechnikkonzern läuft es gut: Die Bilanz kann sich sehen lassen, die Aktie steht auf einem Rekordhoch. Siemens plant, wie es derzeit viele Konzerne tun, sich eine seiner Sparten an der Börse versilbern zu lassen. Die Medizintechnik-Tochter Healthineers soll wohl im Laufe des Jahres aufs Parkett. Den Markt der vergangenen 23 Monate schlägt Siemens deutlich. Der Aufschlag: 23,1 Prozent.

SAP SE INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007164600
Börse
L&S

+0,25 +0,25%
+102,76€
Chart von SAP SE INHABER-AKTIEN O.N.
SAP
7 von 10

Platz 4: SAP

Geht es nach der Marktkapitalisierung ist das Software-Unternehmen auch Deutschlands wertvollster Konzern. Knapp 107 Milliarden sind alle Aktien des Unternehmens wert. Zuletzt lockte SAP mit einem Aktienrückkauf, der im zweiten Halbjahr des Jahres angepeilt wird. Die Performance seit dem vielbeschworenen April: Plus 32,2 Prozent.

„Unterm Strich ist die Lage der deutschen Top-Konzerne absolut zufriedenstellend“, sagte Mathieu Meyer, Mitglied der deutschen EY-Geschäftsführung. Am besten habe sich das Asien-Geschäft entwickelt, während sich jenes in den USA abgekühlt habe. Im Vorjahr hatten die Dax-Konzerne in Übersee noch von starken Währungseffekten wegen des niedrigen Euro-Kurses zum Dollar profitiert. 2017 seien politische Risiken eine Gefahr für die exportabhängigen deutschen Konzerne. „Nationalismus und Protektionismus haben Konjunktur – sowohl in als auch außerhalb Europas“, sagte Meyer.

Den höchsten Umsatz erzielten die Autobauer VW (217,2 Milliarden Euro), Daimler (153,2) und BMW (94,1). Den größten Gewinn verbuchte Daimler mit 12,9 Milliarden Euro vor Allianz (10,8) und BMW (9,4). Die Zahl der Mitarbeiter stieg um zwei Prozent auf 3,87 Millionen.

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  • dpa
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