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Verbraucherpreise Britische Inflation steigt unerwartet über Zielrate

Devisenschwäche, steigende Tourismuspreise und geringe Preisnachlässe im Schlussverkauf haben die britischen Verbraucherpreise im Juli um 2,1 Prozent erhöht.
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Die Zielinflationsrate der britischen Notenbank wurde im Juli um 0,1 Prozentpunkte überschritten. Quelle: dpa
Finanzdistrikt London

Die Zielinflationsrate der britischen Notenbank wurde im Juli um 0,1 Prozentpunkte überschritten.

(Foto: dpa)

London In Großbritannien ist die Inflation überraschend gestiegen. Die Verbraucherpreise lagen im Juli 2,1 Prozent höher als vor Jahresfrist, wie die Statistikbehörde ONS am Mittwoch bekanntgab. Sie überstiegen damit auch das Ziel der Notenbank von zwei Prozent. Analysten hatten mit einem Rückgang der Rate auf 1,9 Prozent gerechnet von 2,0 Prozent im Juni.

Zur verstärkten Teuerung könnten die Kursverluste des britischen Pfund beigetragen haben, das sich im Vergleich zu anderen großen Währungen im Juli wegen wachsender Furcht vor einem ungeregelten EU-Ausstieg um 2,4 Prozent verbilligte. Hintergrund ist der Amtsantritt des neuen Premierministers Boris Johnson. Nach seinem Willen soll das Vereinigte Königreich Ende Oktober in jedem Fall aus der Europäischen Union austreten - auch ohne Scheidungsabkommen.

An den Finanzmärkten wird befürchtet, dass die britische Wirtschaft dadurch schweren Schaden nehmen könnte. Daher geriet das Pfund unter Druck. Ein sinkender Außenwert hat in der Regel zur Folge, dass importierte Güter teurer eingekauft werden müssen. Dies wiederum treibt tendenziell die Inflation nach oben.

Ob die Kursverluste des Pfund tatsächlich die wichtigste Ursache für den Preisauftrieb im vergangenen Monat waren, ist laut ONS allerdings nicht ausgemacht. Als weitere Faktoren nennen die Statistiker höhere Kosten für Hotelübernachtungen und Videospiele sowie geringere Preisnachlässe im Sommerschlussverkauf.

Die Teuerung liegt auf dem aktuellen Niveau über dem Zwei-Prozent-Ziel der Bank von England, das die Währungshüter als ideal für die Wirtschaft ansehen. Dennoch erwarten die Märkte als nächsten Zinsschritt keine Anhebung, sondern eine Senkung. Denn aus ihrer Sicht macht die Unsicherheit rund um den Brexit eine Schützenhilfe der Notenbank für die heimische Konjunktur erforderlich.

Mehr: Die britische Notenbank prognostiziert ein anhaltend steigendes Preisniveau bei einem No-Deal-Brexit.

  • rtr
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