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Verbraucherpreise Inflation im Euro-Raum fällt auf tiefsten Stand seit Ende 2016

Die Inflation ist im Euro-Raum im Juli auf 1,0 Prozent gefallen – etwas tiefer als die erste Erhebung ergab. Der Handlungsdruck auf die Währungshüter steigt.
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Die Euro-Notenbank strebt mittelfristig knapp zwei Prozent Inflation an. Diese Marke wird aber bereits seit Jahren verfehlt. Quelle: dpa
Bankenskyline Frankfurt

Die Euro-Notenbank strebt mittelfristig knapp zwei Prozent Inflation an. Diese Marke wird aber bereits seit Jahren verfehlt.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die Inflation im Euro-Raum entfernt sich immer mehr von der EZB-Zielmarke. Dies erhöht den Handlungsdruck auf die Währungshüter. Im Juli stiegen die Verbraucherpreise lediglich um 1,0 Prozent, nachdem sie im Juni um 1,3 Prozent zugelegt hatten, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat am Montag mitteilte. Eine frühere Schätzung hatte bei 1,1 Prozent gelegen. Experten gehen inzwischen fest davon aus, dass die Europäische Zentralbank (EZB) auf ihrer nächsten Zinssitzung im September ihre Geldpolitik weiter lockern wird.

Die Teuerung ist in der Eurozone so gering wie seit November 2016 nicht mehr. Die Kerninflation, die schwankungsanfällige Komponenten wie Energie ausklammert, fiel im Juli von 1,1 auf 0,9 Prozent. Hier wurde die erste Schätzung bestätigt. Die Kernteuerung gilt als Orientierungsgröße für den Inflationstrend.

Die Euro-Notenbank strebt mittelfristig knapp zwei Prozent Inflation an. Diese Marke wird aber bereits seit Jahren verfehlt. Auf längere Sicht erwarten die Euro-Wächter um den scheidenden Notenbank-Chef Mario Draghi nur eine Teuerung von 1,6 Prozent. Neben der schwachen Inflation treiben auch der eskalierende Handelsstreit zwischen den USA und China sowie trübe Konjunkturaussichten die Währungshüter um. Sie prüfen derzeit mehrere Optionen, etwa höhere Strafzinsen für Geld, das Banken bei der EZB parken, sowie eine Wiederaufnahme von Anleihekäufen.

Der Preisanstieg bei Energie lag im Juli bei 0,5 (Juni: 1,7) Prozent. Unverarbeitete Lebensmittel verteuerten sich um 1,7 (0,7) Prozent. Dienstleistungen kosteten 1,2 (1,6) Prozent mehr.

Mehr: Notenbanken haben das ungewohnte Problem, dass die Inflation zu niedrig bleibt. Ökonomen führen das auf unfreiwillige Teilzeitarbeit zurück.

  • rtr
  • dpa
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