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Verdienstniveau in Deutschland Reallöhne steigen deutlich weniger als 2016

Die Reallöhne sind 2017 um einen Prozent weniger gestiegen als 2016. Grund ist die hohe Inflation. Das Ost-West-Gefälle bleibt bestehen.
Update: 23.03.2018 - 11:14 Uhr Kommentieren
Während die Nominallöhne mit rund 2,5 Prozent einen Tick stärker kletterten als zuvor, zogen die Verbraucherpreise deutlich an. Quelle: dpa
Reallöhne steigen weniger

Während die Nominallöhne mit rund 2,5 Prozent einen Tick stärker kletterten als zuvor, zogen die Verbraucherpreise deutlich an.

(Foto: dpa)

Berlin/Wiesbaden Wegen der spürbar höheren Inflation bleibt den Deutschen so wenig im Geldbeutel wie seit vier Jahren nicht mehr. Die Reallöhne stiegen 2017 nur um 0,8 Prozent, nach 1,8 Prozent im Jahr davor, wie das Statistische Bundesamt am Freitag nach endgültigen Berechnungen mitteilte. Das war das vierte positive Jahr in Folge, gleichzeitig aber das schwächste preisbereinigte Lohnplus in diesem Zeitraum.

Denn die Teuerungsrate schnellte wegen anziehender Preise bei Energie und Nahrungsmitteln auf 1,8 Prozent – 2016 betrug sie nur 0,5 Prozent. Die günstige Kaufkraft und die Job-Sicherheit haben in den vergangenen Jahren den privaten Konsum kräftig angekurbelt.

Die Verdienste im Westen stiegen 2017 derweil um nominal 2,5 Prozent, während sich die Beschäftigten im Osten über ein Plus von 3,0 Prozent freuen konnten. Dennoch hängt die Region zwischen Rügen und Zwickau immer noch deutlich zurück. Der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst samt Sonderzahlungen lag bei vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmern in den alten Bundesländern bei 4293 Euro, in den neuen Ländern hingegen nur bei monatlich 3247 Euro. Der bundesweite Durchschnitt betrug 4149 Euro.

  • rtr
  • dpa
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