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Warenaustausch Deutsch-russischer Handel wächst wieder trotz Sanktionsdrohungen von Trump

Der Handel zwischen Deutschland und Russland wächst weiter – wenn auch weniger stark als im Vorjahr. Zugleich wendet sich Moskau verstärkt China zu.
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Trotz eines schwierigen politischen Umfelds bauen Russland und Deutschland ihren Handel aus. Quelle: dpa
Russische Botschaft in Berlin

Trotz eines schwierigen politischen Umfelds bauen Russland und Deutschland ihren Handel aus.

(Foto: dpa)

BerlinTrotz des komplizierten Umfeldes – einem toxischen Gemisch aus Wachstumsschwäche, westlichen Sanktionen und russischen Gegensanktionen sowie massivem US-Widerstand gegen die russische Nord Stream 2-Pipeline – wächst der deutsch-russische Handel weiter.

Im Jahr 2018 legte der Warenaustausch zwischen beiden Ländern um 8,4 Prozent auf 61,9 Milliarden Euro zu. Das meldet die deutsch-russische Auslandshandelskammer (AHK) unter Berufung auf das Statistische Bundesamt.

Dabei zogen die russischen Lieferungen mit 14,7 Prozent auf etwa 36 Milliarden Euro deutlich stärker an als die deutschen Ausfuhren, die um 0,6 Prozent auf 25,9 Milliarden Euro stiegen.

„Das stimmt uns auch für 2019 positiv“, sagt der Vorstandsvorsitzende der AHK Russland Matthias Schepp. Zugleich aber warnen deutsche Wirtschaftsverbände wie der Ost-Ausschuss der deutschen Wirtschaft vor negativen Folgen durch angedrohte neue US-Sanktionen.

Denn US-Präsident Donald Trump droht mit Strafmaßnahmen gegen alle Firmen, die sich an russischen Exportpipelines beteiligen. Dazu zählt etwa die Ostseerohrleitung Nord Stream 2. Von deutscher Seite wären davon Uniper und BASF-Tochter Wintershall betroffen.

Die nun veröffentlichten Zahlen zeigen auch: Obwohl der deutsch-russische Handel weiter wächst, hat sich das Wachstum im Vergleich zum Vorjahr verlangsamt. Denn 2017 wuchs der Handel zwischen den beiden Ländern mit fast 20 Prozent deutlich stärker als im darauffolgenden Jahr.

Auch bescheinigen internationale Finanzorganisationen wie Weltbank und der Internationale Währungsfonds (IWF) Russland eine erhebliche Wachstumsschwäche. Denn Präsident Wladimir Putin lasse lang angekündigte Reformen unerledigt liegen.

Die deutschen Exporte waren seit dem Rekordjahr 2012 zwischen 2014 und 2016 um 43 Prozent eingebrochen. Verschärft wurde die Situation durch die westlichen Sanktionen und die russischen Importbeschränkungen infolge der russischen Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim.

Mehr Handel mit China

Interessant ist indes, dass Russland im abgelaufenen Jahr erstmals seit mehr als zehn Jahren einen Handelsüberschuss mit China erreichte. Grund dafür sind die stark gewachsenen Öl- und Gasausfuhren zum östlichen Nachbarn Russlands. Laut der Föderalen Zollbehörde der Russischen Föderation (FTS) ist das Handelsvolumen der beiden Ländern 2018 um 24,5 Prozent auf 108,3 Milliarden US-Dollar gewachsen.

Die russischen Exporte nach China betrugen demnach 56,1 Milliarden US-Dollar, während chinesische Lieferungen bei 52,2 Milliarden US-Dollar lagen. China ist vor Deutschland der größte Lieferant Russlands.

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