Wegen Handelskonflikt IWF will Wachstumsprognose für Euro-Zone senken

Der IWF sagt der Euro-Zone Wachstumsprobleme voraus. Besonders Handelskonflikte und der Brexit sorgen für Konjunkturrisiken.
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Der IWF sorgt sich wegen der mangelnden Fortschritte in den Brexit-Verhandlungen. Quelle: AFP
Christine Lagarde

Der IWF sorgt sich wegen der mangelnden Fortschritte in den Brexit-Verhandlungen.

(Foto: AFP)

LuxemburgWegen zunehmender Risiken will der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Wachstumsprognose für die Euro-Zone etwas senken. Dies kündigte IWF-Direktorin Christine Lagarde am Donnerstag am Rande der Beratungen der Euro-Finanzminister in Luxemburg an.

Noch laufe es gut, aber „wir sehen Anzeichen, dass der Höhepunkt erreicht ist“. Ein scharfer Knick sei aber nicht zu erwarten. Zuletzt hatte der IWF für 2018 mit 2,4 Prozent Wachstum für die Euro-Zone gerechnet.

Als Risiken nannte Lagarde an erster Stelle die Handelskonflikte nach den von US-Präsident Donald Trump in Kraft gesetzten Zöllen auf Stahl und Aluminium. „Der direkte Einfluss solcher Zollerhöhungen ist minimal, aber der Einfluss auf das Vertrauen und das Risiko einer Eskalation sind erheblich“, sagte Lagarde.

Auch der mangelnde Fortschritt in den Brexit-Verhandlungen schüre Sorgen, dass ein abrupter EU-Austritt Großbritanniens wahrscheinlicher werde.

Lagarde wiederholte die Aufforderung an Länder wie Deutschland mit finanziellen Spielräumen, Investitionen in Infrastruktur hochzufahren. Darüber hinaus appellierte sie an hochverschuldete Länder, ihre Haushalte in Ordnung zu bringen und finanzielle Puffer aufzubauen.

Gleichzeitig machte sich die Französin für die Einführung des umstrittenen europaweiten Absicherungsfonds für Spareinlagen (Edis) stark. Es sei allgemein bekannt, dass Edis unverzichtbar sei, sagte sie. Insbesondere in Deutschland ist das Vorhaben aber sehr unbeliebt.

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  • dpa
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