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Wirtschaftskrise Türkische Inflation fällt wieder unter 20 Prozent

Der Verfall der Lira hatte die Teuerungsrate in der Türkei im letzten Jahr auf gut 25 Prozent gehievt. Nun schwächt die Hyperinflation wieder ab.
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Die türkische Währung hatte massiv an Wert verloren. Quelle: dpa
Lira

Die türkische Währung hatte massiv an Wert verloren.

(Foto: dpa)

AnkaraDie Inflationsrate in der Türkei ist im Februar erstmals seit einem halben Jahr unter die Marke von 20 Prozent gefallen. Die Verbraucherpreise lagen um durchschnittlich 19,67 Prozent höher als ein Jahr zuvor, wie aus den am Montag veröffentlichten amtlichen Daten hervorgeht. Der Verfall der Lira - die rund 30 Prozent zum Dollar abwertete - hatte die Teuerung im vergangenen Oktober auf das 15-Jahres-Hoch von gut 25 Prozent gehievt. Durch die schwache Währung werden Importe deutlich teurer, auf die das rohstoffarme Land stark angewiesen ist.

Präsident Recep Tayyip Erdogan will die Inflationsrate auf sechs bis sieben Prozent drücken. Wie dies gelingen soll, ließ Erdogan am Wochenende in einer Wahlkampfrede in Rize im Nordosten der Türkei allerdings offen. Auch einen genauen Zeitraum nannte er nicht, bezog er sich aber offenbar auf die Zeit nach der Kommunalwahl am 31. März.

Im Kampf gegen die starke Teuerung hatte die Regierung die Steuern für Konsumgüter gesenkt. Sie ließ im Februar zudem Marktstände mit preiswertem Gemüse im Angebot in den größten Städten Istanbul und Ankara eröffnen, um gegen - wie sie es nannte - „Lebensmittel-Terror“ vorzugehen. Angekündigt wurden zudem Strafen gegen diejenigen, die Preise künstlich hoch zu halten versuchten.

Die Lira war im vergangenen Jahr unter Druck geraten, da Investoren wegen Verbalattacken Erdogans an der Unabhängigkeit der Zentralbank zweifelten. Zudem verstärkten politische Spannungen zwischen der Türkei und den USA die Sorgen um die Konjunktur.

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1 Kommentar zu "Wirtschaftskrise: Türkische Inflation fällt wieder unter 20 Prozent"

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  • Der türkische Staat kann sich im Grunde genommen wegen der kostenintensiven Militärintervention in Syrien keine Steuermindereinnahmen leisten. Vor diesem Hintergrund wird der türkische Staat nach den Kommunalwahlen den Bürgern doch wieder verstärkt in die Taschen greifen.