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Zentralbank Bangladesch Banker sollen beim Geldklau geholfen haben

Der Finanzminister von Bangladesch erhebt schwere Vorwürfe gegen die Zentralbank des Landes. Ihre Mitarbeiter sollen beim Cyber-Diebstahl von 81 Million Euro geholfen haben. Dies sei „hundertprozentig” sicher.
18.03.2016 - 15:48 Uhr
Der Chef der Zentralbank von Bangladesch, Atiur Rahman, ist am 15. März zurückgetreten. Unter seiner Führung sollen einige Mitarbeiter der Bank beim Geld-Diebstahl geholfen haben. Quelle: dpa
Zentralbank Bangladesch

Der Chef der Zentralbank von Bangladesch, Atiur Rahman, ist am 15. März zurückgetreten. Unter seiner Führung sollen einige Mitarbeiter der Bank beim Geld-Diebstahl geholfen haben.

(Foto: dpa)

Dhaka Nach dem spektakulären Cyber-Diebstahl von 81 Millionen Dollar von Konten der Zentralbank in Bangladesch erhebt der Finanzminister des Landes schwere Vorwürfe gegen die Institution. „Natürlich” hätten Mitarbeiter der Bank bei der kriminellen Aktion geholfen, sagte A.M.A. Muhith der größten Tageszeitung Bangladeschs, „Prothom Alo”. Das sei „hundertprozentig” sicher. Ohne Hilfe von innen wäre der Diebstahl seiner Ansicht nach nicht möglich gewesen.

Muhith begründete seinen Verdacht mit Sicherheitsvorkehrungen der Zentralbank von New York, bei der das Geld auf einem Konto gelegen hatte. Um Transaktionen zu autorisieren, müssten nacheinander „die Handabdrücke von sechs Menschen” über eine Sensorplatte eingelesen werden.

Von dem New Yorker Konto der bangladeschischen Zentralbank waren Anfang Februar 81 Millionen Dollar (72 Millionen Euro) abgeräumt und auf Konten auf den Philippinen transferiert worden. Die Hacker wollten offenbar insgesamt eine Milliarde Dollar abziehen, doch das Sicherheitssystem der US-Bank kam ihnen wegen Tippfehlern auf die Schliche und stoppte weitere Abbuchungen.

9 Security-Mythen, die Sie kennen sollten
Mythos: Das Internet ist so unendlich groß. Niemand wird gerade mich angreifen.
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Fakt ist: Es gibt vollautomatisierte Angriffs-Tools, die Hacker einsetzen, um Schwachstellen aufzudecken. Ein neuer, ungeschützter Computer, der erstmalig mit dem Internet verbunden wird, ist in der Regel innerhalb von sieben Minuten kompromittiert.

(Foto: dpa)
Mythos: Ich besitze überhaupt keine wertvollen digitalen Informationen.
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Fakt: Jeder Computernutzer besitzt wertvolle Daten. Und seien es nur lokal gespeicherte Passwörter fürs Online-Banking, Kreditkartendaten, E-Mail- oder Web-Accounts. Diese Infos sind gerade für Identitätsdiebe äußerst wertvoll.

(Foto: dpa)
Mythos: Um die Sicherheit kümmere ich mich dann, wenn mich einer versucht anzugreifen.
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Fakt: Angriffe laufen immer, Tag und Nacht. Oft bekommen Sie davon gar nichts mit. Eine Security-Lösung mit Antivirus und Firewall sollte heute selbstverständlich sein, ebenso Up-to-Date-Systeme mit aktuellen Patches.

(Foto: dpa)
Mythos: AV und Firewall genügen dann aber auch, um meinen Computer sicher zu machen.
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Fakt: Jede installierte Software birgt potenzielle Schwachstellen und sollte mit Updates auf dem Stand gehalten werden - das gilt für Security-Software ebenso wie für jede andere Applikation. Wichtig ist auch, dass persönliche Passwörter und weitere Informationen über einen selbst vertraulich und sicher aufbewahrt werden.

(Foto: dapd)
Mythos: Ich habe die kritischen Daten auf meiner Festplatte gelöscht - nun sind sie weg.
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Fakt: Auch wenn die Datei nicht mehr angezeigt und gefunden wird, ist doch nur der Verweis darauf entfernt worden. Die eigentliche Information ist noch solange auf der Festplatte gespeichert, bis sie mit einer neuen überschrieben wird. Erst mit speziellen Wipe-Tools, die Festplatten sektorweise überschreiben, werden Daten endgültig gelöscht.

(Foto: dpa)
Mythos: Gefährliche Websites lassen sich direkt erkennen.
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Fakt: Cyberkriminelle tun alles, um eben das zu verhindern. Die besten entwickeln Websites, die seriös und professionell aussehen - oft sogar vertrauten Angeboten eins zu eins gleichen, um die Besucher zu täuschen. Und dann reicht ein einziger kompromittierter Link, und der ahnungslose Besucher sitzt in der Falle.

(Foto: Fraunhofer - SITFrauenhofer Institut)
Mythos: Ich bekomme es mit, wenn mein Computer infiziert oder unterwandert wurde.
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Fakt: Früher vielleicht ja, heute nur noch bei schlecht gemachten Attacken. Die Entwicklung im Untergrund ist soweit fortgeschritten, dass kaum ein Nutzer noch merkt, wenn sein Rechner als Teil eines Botnetzes als Spam-Schleuder missbraucht wird oder andere Computer angreift.

(Foto: Reuters)

Der bangladeschische Zentralbankchef und seine beiden Stellvertreter verloren wegen des Skandals ihre Jobs. Der Cyber-Raub war auch für die Regierung um Ministerpräsidentin Sheikh Hasina äußerst peinlich und schürte Zweifel an der Sicherheit der Devisenreserven des Landes in Höhe von mehr als 27 Milliarden Dollar.

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