Zentralbank Neuseeland senkt Leitzins auf Rekordtief

Die niedrige Inflation macht Neuseeland zu schaffen. Die Zentralbank senkt nun den Leitzins auf ein Rekordtief. Die lockere Geldpolitik anderer Zentralbanken brächte den neuseeländischen Dollar unter Druck
Der neuseeländische Dollar steht unter Druck. Quelle: Reuters
Neuseeland

Der neuseeländische Dollar steht unter Druck.

(Foto: Reuters)

WellingtonNeuseelands Zentralbank hat den Leitzins im Kampf gegen die niedrige Inflation gesenkt. Die Notenbank kappte den Zins um 25 Basispunkte auf 2,0 Prozent und damit auf ein Rekordtief. Zugleich stellte Notenbankgouverneur Greame Wheeler einen weiteren Zinsschritt in Aussicht.

"Unsere derzeitigen Projektionen und Annahmen zeigen, dass eine weitere Lockerung notwendig ist, um die Inflation in die Mitte des Zielkorridors zu bringen", sagte er am Donnerstag. Laut Mandat soll die Zentralbank die Teuerung zwischen ein und drei Prozent halten. Derzeit liegt sie aber nur bei 0,4 Prozent.

Neuseeländer wollen ihre Fahne behalten
Der Gewinner
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Die Befürworter der neuen Flagge hatten argumentiert, die alte Flagge sei der australischen zu ähnlich. Auch sei sie zu sehr mit der Kolonialgeschichte verbunden. Die Gegner des neuen Designs argumentierten, sie sei uninspiriert und lediglich der Versuch von Regierungschef John Key, sich ein Denkmal zu setzen.

Der Verlierer
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Doch kein Referendum eine neue Flagge: 56,6 Prozent der Neuseeländer haben sich in der schriftlichen Abstimmung gegen ein neues Design mit einem Silberfarn ausgesprochen. Damit bleibt die alte Flagge mit dem britischen Union Jack in der Ecke erhalten. An der Abstimmung beteiligten sich mehr als zwei Millionen Wähler.

Aufwendiger Prozess
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An die Zeichentische: Die neuseeländische Regierung hatte die Bevölkerung im Mai 2015 aufgefordert, Vorschläge für eine neue Landesflagge einzusenden. Aus mehr als 10.000 Einsendungen wählte eine zwölfköpfige Jury die 40 besten Designs aus. Doch auch die Motive, die es nicht in die Auswahl geschafft haben, sind durchaus sehenswert. So zum Beispiel...

Verbundenheit mit Großbritannien
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...dieser Vorschlag von Caleb Scrivener und Luke Edwards aus Canterbury. Abgebildet ist ein Kiwi, der Nationalvogel Neuseelands. Die Sterne stehen laut den Zeichnern für die drei Landessprachen des Inselstaats – Maori, Englisch und Zeichensprache – und die britische Flagge oben links für die Zusammenführung des britischen und neuseeländischen Volks. Der Kiwi repräsentiere sich selbst – „den flugunfähigen Vogel, den wir alle lieben und um den wir uns kümmern“, so die Künstler.

Der fliegende Kiwi
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Dass der Kiwi mit seinen bis zu fünf Zentimeter langen Flügeln nur schwerlich fliegen kann, schien Struan Ashby aus Wellington nicht zu stören. Er reichte die Flagge mit dem Titel „Flying Kiwi“ ein – mit der lapidar-trotzigen Erklärung: „Weil Kiwis fliegen können!“

Fish’n’Chips
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Gänzlich ohne Kiwi kam Angela Inglis aus Auckland aus – und griff stattdessen auf einen Fisch zurück und etwas, das auf den ersten Blick wie eine Sonne aussieht. Die Erklärung der Zeichnerin bringt die Auflösung: „Das gelbe Motiv repräsentiert die goldene Sonne und die goldenen Pommes frites dieses anständigen Landes.“ Außerdem weise der Bezug zum britischen Nationalgericht Fish’n’Chips auf die Herkunft der Neuseeländer hin.

Vorwärtsgewandt
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Einen Blick für die Zukunft beweist Sophie Wilson aus Auckland. Sie zeichnete eine Katze, die von einem Fischskelett träumt. Kryptisch? Gar nicht: „Wenn die Kiwis verschwinden, sind Kätzchen doch eine nette Alternative“, erklärt die Künstlerin ihr Werk. Der Kiwi ist vom Aussterben bedroht – und dementsprechend selten.

Die lockere Geldpolitik anderer Zentralbanken brächte den neuseeländischen Dollar unter Druck, teilte die Notenbank des Landes mit. Das wiederum erschwere es, die Preise in die Höhe zu treiben, Eine aggressivere Zinssenkung um 50 Basispunkte sei derzeit aber nicht angebracht gewesen. Der neuseeländische Dollar zog nach dem Zinsschritt an.

  • rtr
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