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Nahrung für Zins-Spekulationen US-Erzeugerpreise deutlich angezogen

Kräftig anziehende Lebensmittel- und Energiekosten haben im April für einen überraschend starken Anstieg der US-Erzeugerpreise gesorgt. Die am Donnerstag vorgelegten Zahlen dürften Inflationssorgen in den USA verstärken und Spekulationen über Zinserhöhungen weiter nähren.

HB WASHINGTON. Die an Fabriken, Agrarbetriebe und Raffinerien gezahlten Preise stiegen von März auf April um 0,7 %, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington bekannt gab. Dies war der höchste Anstieg seit mehr als einem Jahr. Analysten hatten mit einem geringeren Plus von 0,3 % gerechnet. Lebensmittelpreise schossen um 1,4 % in die Höhe, nachdem sie im März bereits um 1,5 % gestiegen waren. Die Energiepreise legten deutlich 1,6 % zu und setzten damit den Trend der vergangenen Monate fort.

Händler am US-Aktienmarkt deuteten dies als ein weiteres Zeichen dafür, dass die Notenbank Fed bereits im Juni den Schlüsselzins von derzeit 1,00 % erhöhen könnte. Die Fed selbst hatte zuletzt eindeutig signalisiert, dass die Phase niedriger Zinsen in den USA vor ihrem Ende steht. In diesem Zusammenhang werden mit Spannung die Verbraucherpreisdaten am Freitag erwartet.

Die hohen Preise für Öl und Benzin sorgten unterdessen nicht nur für eine gestiegene Inflationsgefahr, auf die die Fed mit einer Zinserhöhung reagieren müsste. Der Chef des weltgrößten Einzelhändlers Wal-Mart, Lee Scott, äußerte am Donnerstag auch die Sorge, dass teures Benzin die Verbraucherausgaben dämpfen könne. Diese sind immerhin die größte Stütze der US-Konjunktur.

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