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Notenbank-Bericht US-Wachstum zieht leicht an

Die US-Konsumenten haben vor Weihnachten mehr Geld ausgegeben als in den Vormonaten und kurbelten damit die US-Wirtschaft an. Das Wachstum beschleunigte sich etwas.
Update: 12.01.2012 - 07:37 Uhr Kommentieren
Nachweihnachtliche Einkäufe in New York. Quelle: dapd

Nachweihnachtliche Einkäufe in New York.

(Foto: dapd)

Washington Die amerikanische Wirtschaft hat der US-Notenbank zufolge zum Jahresende 2011 ihren bescheidenen Wachstumskurs fortgesetzt. Die Verbraucher seien im Weihnachtsgeschäft ausgabefreudiger gewesen als im Jahr zuvor, hieß es in dem am Mittwoch veröffentlichten Konjunkturbericht (Beige Book) der US-Notenbank.

Insgesamt sei die Wirtschaft gegen Ende 2011 in einem „bescheidenden bis moderaten Tempo“ gewachsen. Die Notenbank schlug damit einen positiveren Ton an als im vorausgegangenen Bericht, in dem das Wachstumstempo weitgehend als langsam beschrieben worden war. Im Schnitt deuteten die Daten auf eine „andauernde Verbesserung der wirtschaftlichen Bedingungen in den vergangenen Monaten hin“.

Die Berichte erfassen jeweils die Entwicklung in den 12 regionalen Fed-Bezirken. Im Schnitt deuteten die Daten auf eine „andauernde Verbesserung der wirtschaftlichen Bedingungen in den vergangenen Monaten hin“.

Probleme bereite aber weiter der schwächelnde Arbeitsmarkt: Zwar werde durchaus Personal eingestellt, doch weiterhin suchten auch zahlreiche Amerikaner einen Job. Durch diese Kombination bleibe ein allgemeiner Lohnanstieg aus.

Auch künftig sei mit einem stetigen, wenn auch langsamen Wachstum zu rechnen, prognostizierte die Fed. Die Inflation sei derzeit kein wesentlicher Grund zur Sorge. Die Federal Reserve hatte ihren Leitzins im Dezember wie erwartet bei 0 bis 0,25 Prozent belassen. Fachleute rechnen auch bei der nächsten Sitzung des für die US-Geldpolitik entscheidenden Offenmarktausschusses in zwei Wochen nicht mit einer Änderung des Kurses.

Unlängst hatte es in den Vereinigten Staaten zwar schon Anzeichen für eine leichte konjunkturelle Besserung gegeben. Die Notenbanker sind sich jedoch noch uneins, ob - und wenn ja, wie - sie darauf reagieren wollen. Sie sehen in der Euro-Schuldenkrise ein enormes Risiko für die US-Wirtschaft.

Am Mittwoch warnte der Chef der Fed von Chicago, Charles Evans, vor einem zu frühen Anziehen der geldpolitischen Zügel: „Es gibt eine natürliche Tendenz, zu früh die Unterstützung zurückzunehmen - noch bevor die Realzinsen weit genug gefallen sind.“

Evans möchte den Leitzins bei null belassen bis entweder die Arbeitslosenquote unter sieben Prozent sinkt oder die Teuerung auf mehr als drei Prozent steigt. Die Arbeitslosigkeit war zuletzt auf 8,5 Prozent etwas gefallen. Die Inflationsrate dürfte in diesem Jahr eher knapp unter zwei Prozent liegen als darüber.

  • rtr
  • dpa
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