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Notenbank reagiert Chinas Inflation steigt auf Rekordwert

Der Preisauftrieb in der Volksrepublik nimmt unaufhaltsam zu. Die Notenbank sieht sich unter Druck und erhöht die Mindestanforderungen für Banken. Aber die starke Wirtschaft widersetzt sich allen Abkühlungsversuchen.
Update: 14.06.2011 - 11:43 Uhr Kommentieren
Eine Yuan Banknote. Quelle: Reuters

Eine Yuan Banknote.

(Foto: Reuters)

Peking Trotz Preiskontrollen und Zinserhöhungen bekommt China die Inflation nicht in den Griff. Die Teuerungsrate erreichte im Mai mit 5,5 Prozent den höchsten Stand seit knapp drei Jahren. Vor allem Lebensmittel kosteten deutlich mehr.

„Der Inflationsdruck bleibt hoch“, sagte der Sprecher des Statistikamtes, Sheng Laiyun, am Dienstag in Peking. Experten sagen für Juni sogar eine Sechs vor dem Komma voraus. Das von der Regierung angestrebte Inflationsziel von vier Prozent rückt damit in weite Ferne. Die Notenbank reagierte umgehend, indem sie Geld aus dem Wirtschaftskreislauf zog.

Größter Preistreiber waren Lebensmittel, die durchschnittlich 11,7 Prozent mehr kosteten als ein Jahr zuvor. Allein Schweinefleisch verteuerte sich um 40 Prozent. Auch für viele Grundnahrungsmittel mussten die Chinesen tief in ihre Taschen greifen, zumal eine Dürre in wichtigen Anbaugebieten das Angebot verknappte. Das traf Hunderte Millionen Arme, die den größten Teil ihres Geldes fürs tägliche Essen ausgeben. Aus Furcht vor Unruhen hat die Regierung bereits im vergangenen Jahr Preiskontrollen eingeführt und das Horten von Lebensmitteln untersagt. Auch viele Rohstoffe wurden deutlich teurer.

Experten zufolge trifft aber auch die Regierung eine Mitschuld an den kräftig steigenden Preisen, weil sie während der Finanzkrise Hunderte Milliarden in die Wirtschaft pumpte, um einen Abschwung zu verhindern. Die Zentralbank versucht nun, einen Teil dieses Geldes wieder einzusammeln: Sie hob zum sechsten Mal in diesem Jahr die Mindestreserveanforderungen für die Banken an. Die Kreditinstitute müssen nun 21,5 statt bislang 21 Prozent ihrer Einlagen bei der Notenbank hinterlegen - so viel wie nie zuvor. „Das zielt darauf ab, die Inflation einzudämmen“, sagte Ökonom Du Zhenzheng von Bohai Securities in Peking.

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