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OECD-Ausblick Europas Wirtschaft fällt weiter zurück

Zumindest an einem Trend dürfte auch die Weltwirtschaftskrise nichts geändert haben: Zwischen der Euro-Zone und den USA klafft eine Wachstumslücke. Diese Ansicht vertritt zumindest die Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in dem Zwischenbericht ihres zweimal jährlich erscheinenden Ausblicks.
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Gemäß Einschätzung der OECD dürfte das Wachstum in der Euro-Zone weiter hinter das der USA zurückfallen. Quelle: Reuters

Gemäß Einschätzung der OECD dürfte das Wachstum in der Euro-Zone weiter hinter das der USA zurückfallen.

(Foto: Reuters)

PARIS/FRANKFURT. "Das Bruttoinlandsprodukt dürfte weiterhin schneller in den USA wachsen als in Japan und den größten Ländern der Euro-Zone", so die OECD. Dass die Vereinigten Staaten - und damit ausgerechnet der Ausgangspunkt der längst noch nicht ausgestanden Krise - gemessen am Wirtschaftswachstum glimpflicher durch die schwere Zeit kommen werden als der gesamte Euro-Raum, hatte die OECD bereits Ende November vermutet.

Drei der größten Länder des europäischen Währungsgebietes - Deutschland, Frankreich und Italien - dürften durchschnittlich im ersten Quartal um 0,9 Prozent, im zweiten um 1,9 Prozent auf das Jahr hochgerechnet wachsen, schätzt die OECD. In den USA werde das Bruttoinlandsproduktes (BIP) dagegen um jeweils deutlich mehr als zwei Prozent in den ersten beiden Vierteljahren zulegen. Damit hat die Industrieländer-Organisation ihre Herbst-Prognose zumindest für die Euro-Zone nach unten geschraubt.

Die OECD-Ökonomen stehen mit ihrer zurückhaltenden Einschätzung für den Euro-Raum nicht alleine da. "Starke konjunkturelle Belastungen", sehen auch die europäischen Wirtschaftsforschungsinstitute Ifo, Insee und Isae. Als da wären: die auslaufenden Impulse der Fiskalpolitik, die weiterhin restriktive Kreditvergabe und die hohe Arbeitslosigkeit. Diese Risiken nennen die europäischen Volkswirte in ihrer gestern gemeinsam veröffentlichten Konjunkturprognose.

Nachdem die Wirtschaft mehrere Quartale geschrumpft war, hatte der Euro-Raum den Sprung aus der Rezession erst im dritten Quartal geschafft. Im Schlussquartal 2009 stagnierte die Wirtschaftsleistung nach gestern revidierten Daten dann lediglich. Im gesamten Krisenjahr war die Wirtschaftsleistung um mehr als vier Prozent gesunken.

Ausschlaggebend für den schwachen Herbst war vor allem die inländische Nachfrage. Die privaten Investitionen sanken, der private Konsum stagnierte. Ein positiver Wachstumsbeitrag kam lediglich von den Nettoexporten. "Entsprechend bleiben die wirtschaftlichen Aussichten für den Euro-Raum durchwachsen", kommentierten die europäischen Wirtschaftsforschungsinstitute.

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