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Folgen der Deregulierung Die selbst gemachte Krise

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Deregulierung

Idee In den 70er-Jahren setzte sich in der Volkswirtschaftslehre immer mehr die Überzeugung durch, dass staatliche Vorschriften in vielen Bereichen der Wirtschaft mehr Schaden als Nutzen anrichten.

Finanzmarkt In den USA haben die Regierungen die Finanzmärkte seit den 80er-Jahren deutlich dereguliert. Den Anfang machte US-Präsident Ronald Reagan, der 1982 die regionalen Sparkassen von staatlichen Vorschriften befreite und Banken erstmals erlaubte, Darlehen mit variablen Zinsen zu vergeben.

Bill Clinton deregulierte die US-Bankenlandschaft weiter. 1994 hob er die Beschränkungen, die US-Banken bei ihrer regionalen Expansion hatten, auf. Fünf Jahre später wurde auch die gesetzliche Trennung zwischen Geschäfts- und Investment-Banken, die nach der großen Depression in den 30er-Jahren eingeführt worden war, abgeschafft. Unter dem Präsidenten George W. Bush gestattete die US-Wertpapieraufsicht im Jahr 2004 Investmentbanken zudem, ihre Geschäfte unbegrenzt auf Pump zu finanzieren.

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7 Kommentare zu "Folgen der Deregulierung: Die selbst gemachte Krise"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Man lese nur Rudolf Hilferding`s "Das Finanzkapital" von 1910
    und es wird klar wie die Zusammenhänge wirklich sind. Die Bundesregierung könnte, bei richtigen Erkenntnisse, aus der Defensive in die Offensive kommen aber die Korruption beginnt eben im Kopf...
    Berthold Goergens, Frankfurt am Main

  • Man lese nur Rudolf Hilferding`s "Das Finanzkapital" von 1910
    und es wird klar wie die Zusammenhänge wirklich sind. Die Bundesregierung könnte, bei richtigen Erkenntnisse, aus der Defensive in die Offensive kommen aber die Korruption beginnt eben im Kopf...
    Berthold Goergens, Frankfurt am Main

  • [4] AndreAdrian,
    ...ergo decipiature!

  • Leben auf Pump

    Der Kernsatz ist "Leben auf Pump". bei einem Privathaushalt funktioniert dies nicht auf Dauer. Das ist eine binsenweisheit. Dank wissenschaftlicher Untersuchung wissen wir nun auch, das es bei Volkswirtschaften nicht funktioniert.
    Leider kommt die Erkenntnis spät. Und die nächste Krise wird heute schon vorbereitet. Es gibt immer eine Minderheit die von dem Tanz auf dem Vulkan profitiert, wenigstens bis zum Zusammenbruch. Und diese betrügerische Minderheit hat bis heute immer noch die Mehrheit blenden können. Oder woher sonst stammt das Sprichwort "Mundus vult decipi (die Welt will betrogen werden)"?

  • Wenn der Staat kein Geldmonopol hätte, und somit auch nicht die Chance hätte unendlich viel Geld drucken zu können und eine lockere Zinspolitik fahren zu können, DANN hätten wir die Probleme nicht.

    Deregulierung und Hilfen feuern die Katastrophe noch mehr an.

    Das System an sich ist schlecht.

  • in diesem bericht fehlen neben den hohen Militärausgaben der Einfluß der baulobby und die abflachende Konjunktur durch den bereits gesättigten immobilienmarkt für Einfamilienhäuser.
    Und in jede Garage gehörte ein neues Auto.

  • schöner Aufsatz ...

    meine Standartfrage bei diesem Punkt:

    -> wie hätte sich wohl die Weltwirtschaft entwickelt,
    ohne den "immobiliengesicherten-Konsum-auf-Pump" ?

    ... womit wir dann zur eigentlichen Problematik kommen:
    wie soll den zukünftig die Nachfrage finanziert werden?
    Mit stetig sinkenden Durchschnittslöhnen?

    Selbst wenn man (fälschlicherweise) davon ausgeht daß die Einkommenszuwächse in China, indien und brasilien von der Kaufkraft der etablierten Hauptabnehmer unbeeindruckt bleiben und weiter stetig wachsen:
    in absoluten Zahlen kann deren Wachstum den Wegfall des immobiliengesicherten-Konsum-auf-Pump nicht kompensieren.

    ... und wie nachhaltig der derzeitige "Lückenfüller" in Form von Staatsausgaben-auf-Pump so ist,
    sollte bei den derzeitigen Staatsfinanzkrisen auch jedermann klar sein...