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Ifo-Studie Ziele des Kyoto-Protokolls wurden komplett verfehlt

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Das Abkommen funktioniert nicht, wenn sich nicht alle daran halten

Das Ergebnis ist bemerkenswert: Wenn man den vollständigen CO2-Fußabdruck der Industriestaaten betrachtet, hat die Menschheit die Ziele des Kyoto-Protokolls auf ganzer Strecke verfehlt. Zwar senkten die Industrieländer, die sich zu CO2-Reduktionen verpflichteten, ihre eigenen Emissionen zwischen 1995 und 2007 um sieben Prozent. Zugleich importieren diese Länder aber deutlich mehr kohlendioxidintensive End- und Vorprodukte aus Nicht-Kyoto-Staaten. Der vollständige CO2-Fußabdruck hat sich trotz Kyoto nicht geändert.

In den vergangenen Jahren hat sich die Lücke zwischen den selbst verursachten und den importierten CO2-Emissionen sogar deutlich vergrößert, stellen die Forscher fest. So habe Deutschland – innerhalb der EU der größte Emittent von Kohlendioxid – 2002 nur 2,5 Prozent seiner Treibhausgasemissionen aus dem Ausland importiert. Fünf Jahre später waren es dagegen neun Prozent. Die Vereinigten Staaten importieren derzeit rund sechs Prozent ihrer Treibhausgasemissionen aus dem Ausland.

„CO2-Leck“ nennen die Forscher dieses Phänomen. Anders als erhofft werden die Schadstoffe also nicht vermieden, sondern ausgelagert. „Die Länder, die keine Einsparungen zugesagt haben, sind zum Zufluchtsort für die Emissionen geworden“, sagt Ifo-Forscher Felbermayr.

So exportieren China, Südafrika, Indonesien oder die Türkei deutlich mehr Kohlendioxid, als sie importieren. In China – mittlerweile der größte CO2-Emittent der Welt – entstehen inzwischen rund 27 Prozent der CO2-Emissionen durch die Exportwirtschaft.

Kritiker des Kyoto-Protokolls hatten von Anfang an gewarnt, dass das Abkommen nicht funktionieren kann, solange nicht alle größeren Länder daran teilnehmen. Hätten auch China und Co in den vergangenen Jahren ehrgeizige Klimaziele einhalten müssen, wäre ein CO2-Leck unmöglich geworden.

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13 Kommentare zu "Ifo-Studie: Ziele des Kyoto-Protokolls wurden komplett verfehlt"

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  • Die schlauen steigen aus der Klimareligion aus. Die gläubigen deutsche Gutmenschen verteidigen die Klimalüge bis zum bitteren Ende. Dabei ist es so leicht den riesigen Schwindel zu entlarven. Einfach nach EIKE googeln.

  • Danke für den Link. Das ist eine ausgezeichnete Abhandlung. Müsste eigentlich zur Pflichtlektüre gemacht werden!

  • Sehr interessant zusammengestellt:

    http://clausmeier.tripod.com/klima13.htm

  • Blöde Ideen enden im Nichts :-))

  • Wird der Morgenthau-Plan also doch noch verwirklicht.

    96 % der CO2-Emissionen in Deutschland sind natürlichen Ursprungs.
    Der Zuwachs an CO2-Emissionen in China -pro Quartal- ist genauso hoch wie der Gesamtausstoß in Deutschland pro Jahr.
    Wir können also das ganze Land abschalten (und auch die Atmung einstellen) und haben gerade einmal einen Quartalszuwachs von China kompensiert. Was wollen wir im Folgequartal Tolles anstellen?

    Für so einen Schwachsinn geben wir 100 Mrd pro Jahr an "Ökosteuer" aus, die nicht mal zweckgebunden verwendet wird, sondern Haushaltslöcher stopft, Zocker-Banken rettet, usw., und der Bürger findet's gut, ist es doch für die Umwelt. Für den rechten Glauben hinterfragen wir kein Dogma, damit haben wir schon 2000 Jahre Erfahrung.
    Ablasshandel im neuen Gewande.
    Die alten Herrschaftsstrukturen hatten mit den 68er-Umstürzen ausgedient, aber auf dieser Welle hat sich eine neue Klassenherrschaft an die Macht geputscht, die jetzt meinungsbildend die Deutungshoheit übernommen hat. Dies nicht nur in Klimafragen, sondern zunehmend in allen Lebensbereichen.
    Man sei ermutigt zu hinterfragen alle Offenbarungen der Klima-Kirche und der Öko-Diktatur.

  • In Deutschland hat sich die Politik besonders auf die Autofahrer eingeschossen. Nach deren Auffassung sind die die Wurzel allen Übels.
    Wenn ich Kyoto-Protokoll höre oder lese, dann lache ich mich kaputt. Nicht einmal in Kyoto hält man etwas von diesen Mist. Da lassen selbst die Autofahrer und natürlich auch die Fahrerinnen den Motor im Stand auf dem Parkplatz laufen damit es im Sommer nicht zu warm und im Winter nicht zu kalt im Auto wird. Und das macht man nicht nur in Japan sondern in allen Ländern Asiens so. Auch die Polizei. Da sagt mir kein Polizist bei einer Kontrolle, stellen Sie den Motor ab.
    Gerne werden auch Bilder vom Smog in Bangkok oder Kuala Lumpur gezeigt. Das ist die Haze. Die entsteht wenn in der Trockenzeit auf Sumatra die Brandrodung durchgeführt wird. Das wird allerdings verschwiegen. Allerdings würde eine Wärmedämmung der Gebäude etwas bringen. Dann bräuchten die Klimaanlagen nicht ständig unter Volllast zu laufen.

  • In Zeiten großer Unsicherheiten und unbequemer Warheiten ("mein Motorrad fährt auch ohne Wald" hat kürzlich der Besucher einer Gastsstätte gesagt) haben Wahrsager schon immer Hochkunktur. Nichts gegen Klimaskeptiker - aber gegen Leugner. Die sind einfach Schwachsinnig. Dennoch danke ich Ihnen: Sollte nämlich tatsächlich ernsthaft versucht werden, dem Klimawandel entgegenzutreten, so verlängert sich das Wirken dieses golbalen hedonistischen Monsters unnötig. So kommt das Ende brutaler, schneller und vermutlich nachaltiger. Also konsumiert alle noch, solange es geht! Aber vergesst nicht: die Party ist bald vorbei - dann kommt der Rausschmeißer.

  • Es ist schon erstaunlich,dass die sogenannten Klimagase das Wetter beeinflussen sollen,ohne dass eine einzige Messung vorliegt.Eigene Messungen der Schwingungszustände von Stickstoff ergaben keine Abstrahlungen.

  • Das CO2 Märchen….

    Eine der besten und lukrativsten Marketingkampagnen der Welt.

  • Der Konsumwahn funktioniert weder ökologisch noch ökonomisch. Von der öknomischen Seite düfte nun aber viel wirksamer durchgegriffen werden. Das Wirtschaft und Erde zerstörende Doping des "Alten Wirtschaftens" durch ungedecktes Luftgeld und das damit verbundene Festhalten an alten, viel zu engen Begriffen von Gewinn, Wachstum oder auch Inflation ist zu Ende. Wenn die Menschheit nicht völlig gaga ist, wird sie zu neuen Ufern aufbrechen.

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