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Investmentbanker Warum Millionengehälter übermütig machen

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Maug und seine Kollegen haben sich verschiedene gesetzliche Regelungen angeschaut, darunter auch solche, bei denen Unternehmen über Stresstests sicherstellen sollen, dass die Gehälter schlussendlich nicht "zu hoch" sein können. Doch die Forscher kommen immer wieder zum gleichen Ergebnis: Sinken die Anreize, sinkt die Leistung.

Am Beispiel von 29 privaten und öffentlichen Banken in Deutschland konnten die Ökonomen Harald Hau und Marcel Thum zeigen: Je mehr Erfahrung und Expertise über Finanzmärkte die Aufsichtsräte eines Geldinstituts besaßen, desto besser kam die jeweilige Bank durch die Krise. Die öffentlichen Banken schneiden bei dem Vergleich ziemlich schlecht ab - sie hatten die inkompetentesten Aufseher und mussten die größten Verluste hinnehmen. Einen klaren Zusammenhang zwischen Vergütung und Krise dagegen können die beiden Forscher nicht feststellen.

Eine Schlussfolgerung, die die Mehrheit der Forscher teilt, lautet: Boni und Optionsmodelle müssten sich stärker am langfristigen Erfolg des Unternehmens orientieren, nicht nur an der kurzfristigen Börsenentwicklung. Allerdings hat auch dieser Vorschlag Grenzen: Bis zum Ausbruch der Finanzkrise erlebten die Industrieländer eine 25 Jahre dauernde Periode ökonomischer Stabilität und einen langen Boom des Finanzsektors. Selbst wenn sich die Banker-Boni an der durchschnittlichen Performance der vergangenen zehn Jahre orientiert hätten, wären sie bis 2007 stark gestiegen.

Die drei Harvard-Ökonomen um Lucien Bebchuk gehen noch einen Schritt weiter. Sie empfehlen, die Vergütungssysteme so zu konstruieren, dass Manager im Zweifel auch Geld zurückzahlen müssen.

Der Mannheimer Forscher Maug gibt sich da weitaus zurückhaltender. Bei Aktien und Optionen sieht er keinen Regulierungsbedarf. Die Missstände lägen nicht da, wo die Öffentlichkeit sie vermute. Er fordert vielmehr rückhaltlose Transparenz bei der Vergütung und mehr Mitspracherechte für Aktionäre. Die Forderungen der Politik dagegen seien "eher Teil des Problems als Teil der Lösung".

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5 Kommentare zu "Investmentbanker: Warum Millionengehälter übermütig machen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Das sind jetzt keine neuen Erkenntnisse mehr, und die belohnungssysteme sind mittlerweile so angelegt, dass sie langfristigen Erfolg belohnen.

    im übrigen kann ich mich an Zeiten erinnern, da wurde es als umoralisch beklagt, wenn Manager gleichbleibend hohe Vergütungen bekamen, unabhängig von Erfolg oder Misserfolg.

  • Die Kommentare hier sind ja überwiegend undifferenziert und niveaulos. Seltsam, welche Menschen alle Handelsblatt lesen...

    Trotzdem mag ich mich aufraffen den Verfasser des Artikels und alle interessierten auch auf die experimentelle Literatur zum sogenannten "gift-exchange-game" hinzuweisen. Hier hat sich gezeigt dass bei Arbeitsverträgen mit Fix- statt bonigehältern weitaus weniger moral hazard herrscht, als das HO-Modell vermuten lässt. Solang das Gehalt nur fett genug ist. Aber da Manager in der Regel auf ihre Employability achten fällt auch das risk-premium weg, ein kleiner Ausgleich.

  • Millionengehälter ????

    Wer disktuiert denn hier noch über Millionen ?! Es um Milliarden-Gehälter bei den Heuschrecken-Fonds die allesamt von Zionisten verwaltet werden und entsprechend Rücksichtslos handeln.

    Der Jiddische Gott: GELD

  • bravo Jonas! ich stimme Dir voll und ganz zu. Allerdings befürchte ich, solange Herr Ackermann im Kanzleramt ein und aus geht wird sich nichts ändern.

  • Die bevölkerung hat seit langem darauf hingewiesen, daß gehaltsexzesse stattfinden, nicht nur bei bankstern.
    Es ist die Politik, die nichts unternommen hat, weil sie bestens geschmiert war. Und es sind Polizei und Justiz, die diese offensichtlichen Veruntreuungen nicht verfolgt haben, denn das Opfer waren die Unternehmen und deren Anteilseigner.

    Das Problem an der Sache: bis heute fehlt jegliches Problembewusstsein und Unrechtsbewusstsein. Während das Volk längst die Täter identifiziert hat und schon anhand ihrer Moral als widerwärtige Gesellschaftsschädlinge ausgemacht hat, sonnen sich Politik, Exekutive und Richter in beziehungen und bekanntschaften zu diesen mafiösen Mitgliedern.


    SPERRT SiE ALLE EiN!

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