Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

„Problem ist Politik“ Nobelpreisträger zeigen den Weg aus der Eurokrise

Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an die beiden US-Amerikaner Christopher Sims und Thomas Sargent. Noch bevor sie nach Stockholm reisen, verraten sie, wo der Schlüssel zur Lösung der europäischen Schuldenkrise liegt.
10.10.2011 Update: 11.10.2011 - 06:03 Uhr 57 Kommentare

Wirtschaft-Nobelpreis für US-Ökonomen

Princeton Christopher Sims und Thomas Sargent lehren an verschiedenen Universitäten in den USA. Die beiden neuen Nobelpreisträger für Wirtschaft geben aber in diesem Semester ein gemeinsames Seminar in Princeton. Sims scherzte, sie würden jedoch nicht zusammen arbeiten. "Wir tragen vielmehr eine ganze Reihe an Meinungsverschiedenheiten aus", sagte er über Details ihrer theoretischen Ansätze.

Ihre Ansichten über die Eurokrise liegen hingegen nah beieinander. Deren Ausgang hängt nach Auffassung der beiden Wissenschaftler vor allem von der Politik ab. „Europa und der Euro stellen die Wirtschaftstheorie nicht vor neue Fragen, das Problem ist die Politik“, sagte US-Ökonom Thomas Sargent am Montag vor Journalisten an der Universität Princeton.

Er teilt sich den Wirtschafts-Nobelpreis mit Christopher Sims. Dessen Ansicht nach liegt die Lösung für die Schuldenprobleme in der Euro-Zone in einem engeren Schulterschluss der Mitgliedsländer. „Wenn der Euro überleben soll, muss Europa einen Weg finden, seine finanziellen Bürden zu teilen“, sagte Sims. Sonst seien die Aussichten für die Gemeinschaftswährung „trübe“.

Sein Mitpreisträger Sargent verglich die Situation mit der Gründerzeit der USA. Es habe 13 Staaten gegeben, die Geld hätten drucken, Steuern erheben und Wirtschaftspolitik hätten betreiben dürfen. Die Schulden seien gestiegen und der Druck von Außen sei groß gewesen. „Erinnert Sie das an etwas?“ fragte Sargent seine Zuhörerschaft bei der eilig einberufenen Pressekonferenz.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Nach ihrer Unabhängigkeit 1776 hätten die 13 US-Gründerstaaten ihre jeweiligen Schuldenkrisen gelöst, indem sie ihre Budgets unter einer neuen Bundesregierung vereint hätten, die mit ihrer eigenen Steuerpolitik gegensteuern konnte. Der Zusammenschluss zu den Vereinigten Staaten von Amerika habe die Lösung gebracht, fuhr Sargent fort.

    Gemeinsame Budgetpolitik
    Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen
    Mehr zu: „Problem ist Politik“ - Nobelpreisträger zeigen den Weg aus der Eurokrise
    57 Kommentare zu "„Problem ist Politik“: Nobelpreisträger zeigen den Weg aus der Eurokrise"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Ich dachte es sei klar das Europa enger Zusammenwachsen muss. Das dies nun auch noch Wirtschaftswissenschaftler der Politik erklären müssen. Europa war doch eine politische Idee von Beginn an. Man hat halt nur nicht die Traute die Idee auch bis zum Ende durchzuziehen. Mir ist es doch egal ob ich EU Steuer zahle, oder in DL. Es bleibt bei Steuern für eine Gemeinschaft.

      Ich will Europa unter der Voraussetzung das es vernünftig und DEMOKRATISCH angepackt wird. Stellt die Politik mir neue Europa Instrumente vor, die ich als Wähler legitimieren soll, werde ich mir das anschauen.

      Bisher sehe ich ein Europa das heillos zerstritten ist.
      Schade eigentlich.

    • Man sollte an Kommunisten keine Nobelpreise in Ökonomie veteilen; so einfach seh ich das.

      Europa jetzt mit den USA vor 200 Jahren zu vergleichen ist blanker Wahnsinn. Die USA hatten gemeinsam für das Ziel der Unabhänigigkeit gekämpft, dabei hatten einige Staaten mehr finanzielle Laten zu tragen, andere weniger, aber klar war man sich des Ziels eines unabhängigen Staates. Auch für die Kreditgeber gab es damals keine andere Wahl, als Kredite für die Unabhängigkeit zu geben..

      In Europa dagegen handelt es sich um Konsumschulden; der aufgeblähte griechische Staatsapparat hat nichts zum Fall der Mauer 1989 beigetragen und niemand hat die Banken Europas gezwungen Immobilienblasen in Südeuropa zu finanzieren.

      Europas Staaten, Europas Banken haben also individuelle Schulden für individuelle Maßnahmen, während die USA gemeinsame Schulden für ein gemeinsames Ziel hatten.

      Ökonomie-Professoren, die das nicht checken haben einfach keinen Ökonomie-Nobelpreis verdient, oder aber das Nobelpreiskommitee ist ebenfalls von Kommunisten unterwandert.

    • Außerdem sind es angeblich Wirtschafts-Nobelpreisträger. Nur gibt es überhaupt keinen Wirtschafts-Nobelpreis! Dieser Preis ist in Wirklichkeit der "Preis für Wirtschaftswissenschaften der schwedischen Reichsbank in Gedenken an Alfred Nobel". Also ein von einer schwedischen Bank ausgelobter Preis IN GEDENKEN an Alfred Nobel.

      Wikipedia: "Er unterscheidet sich von den Nobelpreisen darin, dass er nicht von Alfred Nobel, sondern nachträglich im Jahr 1968 von der Schwedischen Reichsbank anlässlich ihres 300-jährigen Bestehens gestiftet wurde."

      Ein von der (Finanz-) Elite für die Elite, künstlich kreierter Preis. In Gedenken an Nobel kann jeder einen Preis ausloben, z.B. auch einen "Preis für tolle Kriegsführung und Massenmord der schwedischen Waffenindustrie in Gedenken an Alfred Nobel"... Nur ein Beispiel! Die Nennung von Alfred Nobel im Namen eines Preises, der von irgendwem ausgegeben wird, macht den Preis zu keinem Nobelpreis, was nur Massenmedien und Elite zum Schein vortäuschen.

      Alfred Nobel hatte nie einen Wirtschaftsnobelpreis geschaffen, es gibt ihn nicht! Nobelpreise sind die Preise, die Alfred Nobel schuf. Wieder ein Beispiel der Verlogenheit von Massenmedien & Politik, die diesen pseudo-Preis seit Jahrzehnten als Wirtschaftsnobelpreis bezeichnen, was vollkommener Blödsinn ist!

      Fazit ist, dass es keinen Wirtschaftsnobelpreis gibt und jeder, der sich als Wirtschaftsnobelpreisträger bezeichnet ein Lügner ist. Die Leute sind bloß Inhaber eines trügerischen Titels mit "Alfred Nobel" in der Bezeichnung. Der wahre Titel der angeblichen Wirtschaftsnobelpreisträger lautet: Träger des "Preises für Wirtschaftswissenschaften _der schwedischen Reichsbank_ in Gedenken an Alfred Nobel".

    • Das muss als doofer Scherz gemeint sein! Welche Lösung soll das gebracht haben? Die Schulden der USA sind - seit über 100 Jahren - konstant, ungebremst in ungeahnte Höhen gestiegen (s. jeder Chart zur US-Staatsverschuldung)! Nur, da es damals (1776!) bei 13 homgenen (US-) "Kleinstaaten" kurze Zeit klappte, muss es nicht bei kulturell wie wirtschaftlich ganz verschiedenen, überhaupt nicht homogenen, EU-Ländern funktionieren. Wie gesagt, löste es das Problem bei den USA nicht, die USA haben die größten Schulden und sie stiegen bis heute jährlich unfassbar an! Recht haben sie mit "das Problem ist die Politik". Die Politik versucht die Schuldenkrise mit immer mehr neuen Schulden zu lösen...

    • Ich denke, die beiden US-Amerikaner, auch wenn sie nun mit dem Nobelpreis bedacht werden, sollten sich intensiv mit den immensen Problemen der USA beschäftigen. Man sieht an ihren Ausführungen, sie vergleichen Äpfel mit Birnen, oder anders ausgedrückt, von Europäischer Geschichte haben sie keine Ahnung. Deshalb sollte man kein allzu großes Gewicht ihren Aussagen geben.
      Danke

    • Schon klar - die zwei neuen Halbgötter, auserkoren von den Systemverehrer, welche ebenfalls nur den wahrhaften "VWL Systemverehrern" einen Nobelpreis in ÖKONOMIE (an sich schon der Witz) verteilten, retten das System!

      Ein Highlight aus dem Artikel liest sich somit wie folgt:

      „Der Zusammenschluss zu den Vereinigten Staaten von Amerika habe die Lösung gebracht, fuhr Sargent fort.“

      Alles klar!? Kapiert?. Die haben in den VSA ihre Schuldenproblematik gelöst. Na so was aber auch...

      aha.. wieder mal der Ruf nach dem Zentralstaat Europa und die Schulden sind dann wohl im Griff, sprich sind dann nicht relevant, sprich es wäre gar nicht soweit gekommen. Wie war das noch mit dem eigentlichen systemischen Problem unseres Geldsystems, sprich ohne Schulden läuft nichts!?

      Nein, diese Aussagen sind eines Nobelpreises nicht würdig! Es zeigt wie unwürdig dieser Preis leider schon verkommen ist. Es handelt sich um reinste Polemik, um ein Zuschaufeln auf den Weg der Eu-liten, auf den Weg zu den Vereinigten Staaten von Europa. Weiter in den Zentralismus. Dieses Europa wollen die Bürger so aber nicht, wenn man sie denn wirklich mal fragen würde. Was bis heute nicht geschieht.

      Einmal möchte ich von einem Nobelpreisträger hören wie unser Geldsystem den wirklich tickt - tja dann gibt´s auch keinen Preis. Dies ein Fakt. Konstruktive Kritik verkraftet das System denn nicht, will es nicht haben.

    • Den Herren ist scheinbar nicht bekannt zu sein, dass es in Europa keine Vereinigten Staaten von Europa gibt und die Menschen eine Schuldenunion strikt ablehnen. Bevor sie sich wichtig tun wäre es auch ratsam, sich die EU-Verträge einmal durchzulesen.

    • Die Situation der USA von 1776 ist doch in keiner Weise mit der heutigen Euro-Finanzkrise vergleichbar. Wären die Herren Sims und Sargent mal durch Europa gereist, dann wären ihnen nicht nur Sprachbarrieren und kulturelle Unterschiede aufgefallen, sondern auch unterschiedliche Wirtschafts-, Finanz- und Sozialstrukturen. Exportorientierte Industrienationen mit geringer Arbeitslosigkeit und hohem Renteneintrittsalter, sowie subventionierte Agrarländer mit offener Korruption und Vetternwirtschaft.

      Solange es in Europa noch nicht einmal einheitliche Steuersätze und staatliche Subventionierungspraktiken gibt, ist jeder noch so gut gemeinte Rat wie man der aktuellen Misere beikommen kann, obsolet.

      Die verantwortlichen Politiker haben sich schon längst aus dem Staub gemacht und lassen sich heute als Berater ihre Lehrjahre vergolden (Fischer / Schröder); das Volk darf bleiben und wird lernen müssen mit einer neuen Währung umzugehen.

    • .
      Warum Nichtsnutze,
      ihr verbraucht proporgtional mehr Energie in der Menschengemeinschaft, als ihr ihr produziert.

      Wichtig ..... PRODUZIERT !

      Produziert ist nicht das Selbe wie verbraucht !
      .

    • .
      Eure Schiksalsgemeinschaft kann noch so groß sein,
      Nichtsnutze bleiben Nichtsnutze.
      .

    Alle Kommentare lesen
    Serviceangebote
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%