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Rechenfehler von Rogoff und Reinhardt „Es gibt keine Anzeichen für eine historische Schuldengrenze“

Die US-Ökonomen Reinhard und Rogoff lieferten die Grundlage für radikale Sparmaßnahmen. Nun haben Michael Ash und zwei Fachkollegen schwere Fehler in ihrer Arbeit gefunden. Die Kritik hat es in sich.
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Havard-Ökonom Kenneth Rogoff: Ihm müssen schwere Rechenfehler unterlaufen sein. Quelle: Reuters

Havard-Ökonom Kenneth Rogoff: Ihm müssen schwere Rechenfehler unterlaufen sein.

(Foto: Reuters)

Der US-Ökonom Michael Ash sieht keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass ab einer Schuldenquote von 90 Prozent das Wirtschaftswachstum zum Erliegen kommt. Gemeinsam mit seinen Fachkollegen Thomas Herndon und Robert Pollin hat Ash Fehler in einer einflussreichen Studie der beiden Harvard-Ökonomen Carmen Reinhart und Kenneth Rogoff aufgedeckt. Reinhardt und Rogoff vertraten darin die These: Staatsschulden in Höhe von mehr als 90 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) verhindern Wachstum, erdrücken also die Wirtschaft.

Wie sich jetzt herausstellte, hatten Rogoff und Reinhardt versehentlich auf ihren Rechenblättern ganze Spalten mit den Daten der ersten Länder im Alphabet nicht berücksichtigt. Diesen Fehler räumten sie unumwunden ein. Außerdem hatten sie von Neuseeland von fünf Jahren mit einem Schuldenstand über 90 Prozent die ersten vier (guten) Jahre nicht berücksichtigt. Allein dieses Auslassen sorgte in der ungewöhnlichen Art, wie sie verschiedene Länder gewichteten, dafür, dass für hoch verschuldete Industrieländer ein leicht negatives Wachstum herauskam. Das wiederum war die Basis für die 90-Prozent-Grenze, die Reinhart und Rogoff so erfolgreich popularisierten.

Die drei US-Ökonomen Thomas Herndon, Michael Ash und Robert Pollin, die den Fehler in einer Studie aufdeckten, stellten fest: ergänzt man die fehlenden Jahre für Neuseeland und korrigiert einige andere Fehler, so kommt gemäß einer aktuellen Studie dreier US-Ökonomen ein durchschnittliches Wachstum von 2,2 Prozent heraus. Das ist zwar etwas niedriger als für gering verschuldete Länder, aber eben nur etwas.

Nachdem bereits der bekannte Ökonom Paul Krugman sich in seinem Blog enttäuscht über die Stellungnahme äußerte, die Reinhart und Rogoff am Mittwoch verbreiteten, nimmt nun auch Ko-Autor Michael Ash gegenüber dem Handelsblatt sehr kritisch zu den Argumenten Stellung, mit denen sich Reinhart und Rogoff verteidigen. Hier die Reaktion von Ash zusammen mit den Passagen aus der Stellungnahme von Reinhart und Rogoff, auf die er sich bezieht.

Reinhart-Rogoff: Wir danken Herndon et al. für ihre gewissenhafte Untersuchung unseres Originalartikels “Growth in a Time of Debt” im American Economic Review und dafür, dass sie auf eine wichtige Korrektur zu Schaubild 2 in diesem Aufsatz hinweisen. Es ist ernüchternd, dass sich ein solcher Fehler in einen unserer Aufsätze eingeschlichen hat, trotz unserer Bemühungen durchgängig gewissenhaft zu sein.

ASH: Ich weiß die Offenheit von Reinhart und Rogoff zu schätzen, mit der sie die Fehler in ihrem Aufsatz zugeben.

„Dramatischer Unterschied zu ursprünglichen Ergebnissen“

RR: ‘Was bedeutet das also für das Thema Schulden und Wachstum? Kommen Herndon et al. zu dramatisch anderen Ergebnissen aus dem relativ kurzen Nachkriegszeitraum, auf den sie sich konzentrieren? Sie ermitteln ebenfalls geringeres Wachstum in Perioden mit Schuldenquoten über 90 Prozent (bei 0-30 Prozent Schuldenquote 4,2 Prozent Wachstum, bei 30-60 Prozent 3,1 Prozent Wachstum, bei 60-90 Prozent 3,2 Prozent und bei mehr als 90 Prozent Schuldenquote 2,2 Prozent. Anders ausgedrückt: das Wachstum bei hohen Schuldenständen ist etwas mehr als halb so hoch wie bei der niedrigsten Schuldenstandsklasse. Sie ignorieren die Tatsache, dass diese Ergebnisse nahe an denen sind, die wir in Tabelle 1 unseres Artikels im American Economic Review berichten, trotz des Kodierungsfehlers.

ASH: Ich teile nicht ihre Einschätzung, dass unsere Ergebnisse sich nicht dramatisch von den ihren unterschieden. Wo Reinhart und Rogoff oberhalb einer Staatsschuldenquote von 90 Prozent durchschnittliches Wirtschaftswachstum von minus 0,1 Prozent ermitteln, sind es bei uns 2,2 Prozent. Das ist ein enormer Unterschied. Wir widerlegen außerdem den Nachweis von Reinhart und Rogoff einer “historischen Grenze” bei einer Staatsschuldenquote von etwa 90 Prozent, ab der das Wachstum substanziell und nicht-linear abnimmt. Es gibt keine Anzeichen einer wichtigen Schwelle in den Daten und das war ein wichtiger Teil des Arguments. Nebenbei bemerkt sind die Ergebnisse, die Reinhart und Rogoff in ihrer Erwiderung Tabelle 1 aus ihrem Artikel von 2010 im American Economic Review in Wirklichkeit aus ihrem NBER-Arbeitspapier aus dem gleichen Jahr. Tabelle 1 im American Economic Review enthält keine Ergebnisse für die Nachkriegserfahrung von Industrieländern.

Probleme bei der Gewichtung einzelner Länder

RR: Ein konzeptionelles Problem, verzerrt laut Herndon, Ash und Pollin unsere Ergebnisse massiv. Sie argumentieren, dass wir „ein unkonventionelles Gewichtungsschema für unsere summarischen Statistiken“ anwenden. Insbesondere, bilden wir für jede Klasse einen Wachstumsdurchschnitt für jedes Land und bilden danach den Durchschnitt über die Länder. Das erscheint uns ganz natürlich und keineswegs unkonventionell. Wir wollen zum Beispiel Griechenland kein übertriebenes Gewicht geben, das 19 Jahre mit Schuldenquoten über 90 Prozent im Zeitraum von 1946 bis 2009 aufweist. Die Nachkriegserfahrung der Industrieländer würde sich schnell auf die Erfahrung Griechenlands und Japans reduzieren. Unser Ansatz wird in Tabelle 1 deutlich, die auch die Durchschnitte für jedes einzelne Land präsentiert.

ASH: Ihre Art das Durchschnittswachstum zu berechnen entspricht nicht dem üblichen Vorgehen; es gibt einem einzigen Datenjahr für Neuseeland so viel Gewicht wie 19 Jahren in Großbritannien oder 19 Jahren für Griechenland. Wir diskutieren die Überlegungen zur Gewichtung in unserem Aufsatz und die Antwort von Reinhart und Rogoff geht nicht darauf ein, dass das Wirtschaftswachstum in Neuseeland im Jahr 1951 ihr Ergebnis zu einem guten Teil bestimmt.

In ihrer Diskussion der Methodik in ihrem NBER-Arbeitspapier von 2010 erwecken sie durch die große Anzahl der berichteten Beobachtungen den Eindruck, dass die Durchschnitte aus den Werten individueller Länder-Jahre gebildet sind. „Wir weisen darauf hin, dass von den 1186 jährlichen Beobachtungen eine signifikante Anzahl in jede Einzelkategorie fällt, einschließlich 96 [in die Kategorie einer Verschuldung] über 90 Prozent.“ Ähnlich impliziert die Beschreibung in Fußnote 2 in ihrem Artikel im American Economic Review, dass über einzelne Jahresdaten aller Länder ein Durchschnitt gebildet wird. „Die Anzahl der Beobachtungen für die vier Schuldengruppen sind: 443 für Schuldenquoten unter 30 Prozent; 442 für Schuldenquoten von 30 bis 60 Prozent; 199 Beobachtungen für Schuldenquoten von 60 bis 90 Prozent; und 96 für Schuldenquoten über 90 Prozent. Es gibt 1180 Beobachtungen.“ Tatsächlich wurden jedoch Durchschnitte von Ländern gebildet, und daher habe Reinhart und Rogoff nur 10 Beobachtungen (Länder) nicht 96 Beobachtungen (Länder-Jahre), aus denen sie das durchschnittliche Wirtschaftswachstum in der Kategorie einer Staatsschuldenquote über 90 Prozent berechnen.

„Selektive Auslassung“ von Jahren

RR: Herndon, Ash und Pollin weisen weiterhin auf einige weitere fehlende Datenpunkte hin, was sie als „selektive Auslassungen“ bezeichnen. Gegen diesen Vorwurf, der sich durch ihr Papier zieht, verwahren wir uns auf das Schärfste. Die „Lücken“ erklären sich aus der Tatsache, dass es zur Zeit der Erstellung des Aufsatzes noch Lücken in unserem Datensatz zur öffentlichen Verschuldung gab, einem Datensatz, den vor uns niemand zusammenstellen konnte, und den wir zwischenzeitlich komplettiert haben. Viele Leser unseres Werkes haben diese Entwicklung auf unserer Daten-Website verfolgt. Zum Beispiel gab es als der Aufsatz von 2010 im American Economic Review geschrieben wurde, noch Datenlücken für Frankreich in den 1970er Jahren, die wir erst später füllten. Andere Daten, einschließlich derer für Neuseeland für die Jahre um den zweiten Weltkrieg, hatten wir gerade erste eingefügt und hatten ihre Vergleichbarkeit mit jüngeren Daten und die Datenqualität noch nicht überprüft. Letztlich wissen Herndon, Ash und Pollin nur, dass wir die Daten hatten, weil wir ihnen die Datei schickten, die wir damals hatten.

ASH: In ihrem NBER Arbeitspapier von 2010 bemerken Reinhart und Rogoff zu der frühen Nachkriegserfahrung von einigen der Länder, für die sie letztlich Daten nicht berücksichtigen: „Natürlich gibt es starke Unterschiede zwischen den Ländern. So haben manche Länder, wie Australien und Neuseeland bei sehr hohen Schuldenständen keine Wachstumsabschwächung erfahren. Es ist jedoch bemerkenswert, dass diese Jahre mit hohen Schulden und hohem Wachstum sich auf die Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg konzentrieren.“ Diese Jahre sind aber auch die einzigen Jahre mit hohen Schulden und niedrigem Wachstum für die Vereinigten Staaten, die aber, im Gegensatz zu Australien und Neuseeland im Aufsatz von Reinhart und Rogoff berücksichtigt werden.

„Objektive Würdigung der Methoden und Fehler“

RR: Sicherlich wollen die Autoren nicht insinuieren, dass wir die Daten manipuliert haben, um unsere Ergebnisse zu übertreiben. Wozu sollten wir die durchschnittliche Wachstumsrate bei Schuldenständen über 90 Prozent „manipulieren“ und einen Durchschnitt von minus 0,1 Prozent ausweisen, wenn wir im gleichen AER-Aufsatz den Median für 1946 bis 2009 mit 1,6 Prozent ausweisen und über den längeren Zeitraum 1790 bis 2009 einen Durchschnitt von 1,7 Prozent und einen Median von 1,9 Prozent ausweisen? Warum würden wir alle Daten, die wir gesammelt und in unserer Forschung über die Jahres verwendet haben, herausgeben und detailiert die vielen Quellen öffentlich machen?

ASH: Ich weise die Behauptung zurück, dass wir „Manipulation insinuieren“. Unser Aufsatz ist eine objektive Würdigung der Methoden und Fehler in den Publikationen von Reinhart und Rogoff von 2010 und unterstellt keine Absicht oder Motive.

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26 Kommentare zu "Rechenfehler von Rogoff und Reinhardt: „Es gibt keine Anzeichen für eine historische Schuldengrenze“"

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  • HIER WURDE ZENSIERT ( mehr als 20 BEITRÄGE die WAHRHEIT ZEIGTEN ) , das BESCHREIBEN, dass man MENSCHEN ihr VERHALTEN UND UMGEHEN MIT GELD NICHT IN FORMELN . . . UND SO NICHT sicher . . . MATHEMATIK KANN NICHT GARANTIEREN SCHULDENABBAU , Bei AMEISEN ALS POLITIKER .
    BÖSE : " DIE BÖRSE BEWEIST GERADE DAS WAHRHEITEN GELÖSCHT WURDEN !!!! "

    ATHEIST SICH Gott , im WISSEN Gott . . .
    und SO KANN GARNICHT RASSIST SEIN und NIEMANDEN RASSEMACKE LEBEN LASSEN KÖNNEN .
    SOUVERÄN sich und in ALLBEWUSST und STAAT IM KOPF ? NICHT NUR , DA EIGENES UNIVERSUM im Kopf .
    Frank Frädrich , WILL AUCH WAHRHEITEN WISSEN , WELCHE NURNOCH 4 IM ZUSAMMENHANG WISSEN . GRÖSSTER FEIND des Systems ?


    MEDIEN WO EIN WORT VERBOTEN IST BETRÜGEN .
    AUF EINER ERDE WO GELDRECHT BEDIENEN MEHR WERT IST ALS MENSCHEN ZUM MENSCH SEIN DAS RECHT GEBEN und LEBEN LASSEN AUCH .

    " ESM " Hatte NICHT DEMOKRATIE Verhindert , SO WIE " DIE " ES WOLLTEN HÄTTEN FÜR IMMER BEKOMMEN , SONDERN GESETZE , aber WARUM NUR IN EINEM LAND ??? HÄTTEN ESM SO BEKOMMEN . . . . SOLCH DIENENDE Politiker, EINER VERSCHWÖRUNG , DIE ES VOR ADOLF SCHON . . . . JEDER DER ESM SO ZUGESTIMMT HATTE IST TÄTER und VERFASSUNGSRICHTER RETTER . . . ABER NUN EBBEND WEG ÜBER BANKEN KONTROLLE HABEN WOLLEN NEHMEN , um Ziel DOCH ZU ERREICHEN .


    See the Interview " Why the world is losing faith in democracy" CFR
    Siehe Interview: "Warum ist die Welt zu verlieren Vertrauen in die Demokratie" CFR

  • Danke!

  • Geld ist durch die Waren einer Volkswirtschaft gedeckt. Diesen Film muss mn meiner Meinung nach sehr kritisch betrachten. Wichtige Zusmmenhänge werden einfach außer cht gelssen. Wo ist im Film die Inflation, wo sind Währungsgeschäfte zwischen Währungsräumen und wo kommt die Geldmengensteuerung von einer zumindest gewissermaßen unbhängigen Zentralbank vor? Gar nicht, deshlb kommt der Film zu einem flschen Schluss. Mit diesem Film kommt man der Wahrheit, denke ich nicht viel näher. Ein Buch über Geldmengentheorie hilft da deutlich weiter.

  • Vergessen : GELD IST AUCH NURNOCH PSYCHE UND GLAUBEN und DOCH NUR SCHULDSCHEINE , VON WAS GEDECKT ??? NUR GESCHÜTZT DURCH GESETZE , DIE GELDHABENDE SCHREIBEN LISSEN MIT HINTERGEDANKEN .
    " Goldschmied Fabian " ist TIPP , UM EIN WENIG WAHRHEIT ZU FINDEN .


    Wer " Glaubt " will nicht wissen ! . . . wer mehr Wissen will gibt sich mit Glauben nicht ab !
    KaterK

    Geld, nur Gier .
    Gier nach Macht .
    Macht braucht kein Geld .
    Macht erzeugt Geld .
    Geld selbst ist nur Tauschmittel.
    Der Kurs , des Tauschmittels , zu beeinflussen , DAS ist Macht.
    SO IST GEBEN , in GESETZE , NUR ZWEI DINGE ALLE FREHEIT HABEN und ALLE ANDREN VOM GELD BEGRENZT . UND Aalen , was GEHT , PEER GESERTZ FREIHEIT ÜBER MENSCHENRECHT GEBEN WOLLEN NICHT . WAS wär DIESE FREHEIT ???

    Frank Frädrich

  • Man bedenke,

    mit derartigen Artikeln wird Politik begründet, argumentiert und im demokratischen Prozess durchgesetzt. Hierdurch wird das Schicksal von Millionen beeinflußt. Wo is die Kontrolle ?

    Jeder Naturwissenschaftler, der derartigen pseudowissenschaftlichen Müll publiziert, wäre wissenschaftlich schnell unglaubwürdig. Vermutlich reicht es hier immer noch für eine Beraterposition oder als Wirtschaftsweiser.

    Offensichtlich hat die Politik immer noch nicht den ureigenne Charakter der Volks- und Wirtschaftswissenschaften als hochspekulative Geistes'wissenschaften' verstanden, die sich der experimentellen Bestätigung weitgehend entziehen. Man kann sie nur in den seltensten Fällen falsifizieren. Sie unreflektiert zur Grundlage von politischen Entscheidungen zu machen ist daher grob fahrlässig. Hier muss eine Diskussion zur Folgeabschätzung ähnlich der Risikodiskussion moderner Technik einsetzen.

    Alfred Nobel wusste genau für welche Disziplinen er den Nobelpreis stiftete. Einstein, Planck, Shockley, Crick stellten Theorien auf, die nach wie vor gültig sind. Black und Scholes wurden gerade grandios durch die Finanzkrise
    widerlegt. Kosten: einige 1000 Mlrd und die wirtschaftliche (und physische Existenz) einiger Millionen Menschen. Und noch immer rechnet man am Kapitalmarkt mit ihrer Formel.

  • @Nachrechner

    Etwas Mathematik: Einem Ponzi-Schema liegt immer eine Exponentialfunktion zugrunde. Damit ist das Scheitern gesichert.

    Wo gibt es noch Exponentialfunktionen? Oh ja, in Epidemien (medizinisch) und im Bevölkerungszuwachs (biologisch).

    Im Zinseszins (gut für den Gläubiger, solange er dadurch seinen Schuldner nicht umbringt)!

    Und in der Staatsverschuldung!!!!

  • Glück gehabt. Die Ergebnisse kamen gerade noch rechtzeitig.

    Der gesunde Menschenverstand sagt etwas anderes. Wenn 15% der Steuereinnahmen und geschätzte 30% der Produktkosten für den Kapitaldienst aufgewendet werden müssen, wird diese Geld dem Wirtschaftskreislauf entzogen. Es kann irgendwann nur noch spekulativ verwendet werden. Beispielseise für Immobilien, Rohstoffe etc. Dadurch wird dann noch mehr Geld dem Kreislauf entzogen, da die breite Masse deswegen nicht mehr konsumieren kann.

    Die Konzentration der Vermögen in den Händen weniger ist Bedingung und Folge der Verschuldungsproblematik. Irgenwann wird die Belastung der breiten Masse zu groß, da sie selbst mit zweit-, dritt- und sonstigem Jobs, dem Verkauf ihrer Kinder etc. nicht mehr leben können.

    Dann macht es Päng, die Schulden werden gestrichen, die Reichen bekommen eventuell ebenfalls einen haircut (2 Handbreit unter dem Scheitel), und eine neue Phase von Wohlstand und Wachstum beendet das elende ökonomisch Siechtum davor.

  • Dies ist die Erklärung der SEC für ein illegales Schneeballsystems. Mal in Ruhe lesen, an Griechenland, Zypern usw denken und überlegen, ob es zur Staatsfinanzierung einen Unterschied gibt:

    What is a Ponzi scheme?
    A Ponzi scheme is an investment fraud that involves the payment of purported returns to existing investors from funds contributed by new investors. Ponzi scheme organizers often solicit new investors by promising to invest funds in opportunities claimed to generate high returns with little or no risk. In many Ponzi schemes, the fraudsters focus on attracting new money to make promised payments to earlier-stage investors and to use for personal expenses, instead of engaging in any legitimate investment activity.

    Why do Ponzi schemes collapse?
    With little or no legitimate earnings, the schemes require a consistent flow of money from new investors to continue. Ponzi schemes tend to collapse when it becomes difficult to recruit new investors or when a large number of investors ask to cash out.
    http://www.sec.gov/answers/ponzi.htm

  • @Frank3

    Mit Verlaub, aber wie wäre es denn, wenn Sie Ihrem Gekritzel mal einen Sinn verpassen? Das man dieses Kauderwelsch überhaupt veröffentlicht, ist ein Schande für die deutsche Sprache.

    Ich frage mich, wo das hinführen soll? "Guckst du" ..... schrecklich. Aber wahrscheinlich ist die deutsche Sprache die Einzige, die man so schräg benutzen kann. Da schüttelt es in alle Richtungen.

  • Demokratie ist Ausbeutung von 49% durch 51%.
    Wenige finanzieren über Steuern den Staat. Viele ziehen Staatskohle, wo es nur geht.
    Deshalb habe ich kein Vertrauen in die Demokratie.

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