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Statistisches Jahrbuch 2014 Ich, der Durchschnittsdeutsche

Ich bin Durchschnitt und trotzdem anders: Ich verdiene laut Statistischem Bundesamt 45.500 Euro im Jahr, lebe zur Miete und esse gerne Kartoffeln. Doch manchmal falle ich aus der Norm. Ein Tag im Leben eines „Normalos“.
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Der Gartenzwerg als urdeutsches Klischee: Wer, wie und was ist der durchschnittliche Deutsche? Quelle: Imago

Der Gartenzwerg als urdeutsches Klischee: Wer, wie und was ist der durchschnittliche Deutsche?

(Foto: Imago)

Düsseldorf Das Statistische Bundesamt hat heute das Jahrbuch für 2014 herausgebracht: Wie viele Stunden arbeitet der Deutsche durchschnittlich? Was isst er gerne? Wie viel Geld gibt er für Theaterbesuche aus? Ein Blick ins Tagebuch des deutschen Durchschnittsbürgers.

Es ist 6.30 Uhr. Ich stehe auf und trinke erstmal einen Kaffee. Schwarz, mit Milch, mit Zucker. Zum wach werden. Zum Frühstück gibt es ein Körnerbrot mit Quark und Marmelade. Meine 1,4 Kinder und ich sitzen in der Küche unserer 92 Quadratmeter großen Stadt-Wohnung.

Ich bin verheiratet. Wir, also mein Ehepartner und ich, wohnen zur Miete. Inklusive der 1,4 Kinder. Wäre ich nicht ganz der Durchschnitt, würde ich in einer Eigentumswohnung leben. Aber ich bin der absolute Durchschnitt von Deutschland, also der Durchschnittsbürger. Ob ich weiblich oder männlich bin, ist erstmal egal. Zumindest im Alter bis 69 Jahren. Ab 69 wäre ich wohl eine Frau.

Als Frau hätte ich mit 29 Jahren das erste Kind auf die Welt gebracht. Als Mann hätte ich in diesem Alter ... Panik vor dem ersten Kind bekommen und mir eine jüngere Freundin gesucht. Nach dem Frühstück gehe ich aus dem Haus und fahre mit dem Auto zur Arbeit: Ich bin Lehrer, Beamter oder Selbstständiger. Durchschnittlich muss ich zwischen zehn und 30 Minuten Zeit für den Arbeitsweg einplanen. Wer nicht ganz so durchschnittlich ist wie ich, der braucht sogar bis zu einer Stunde.

Jeden Tag mache ich Dinge durchschnittlich lang, viel und oft. Ich liege auf dem Schnitt, bin die goldene Mitte. Okay, außergewöhnlich bin ich nicht, vermutlich würde mich niemand als alternativ, „Anti“ oder „Hipster“ bezeichnen. Ich habe auch keine vier Kinder und fahre statt Porsche einen Kleinwagen.

Es ist 12.30 Uhr, Zeit fürs Mittagessen. Dann zurück an die Arbeit. Für gewöhnlich schufte ich länger als vertraglich festgelegt. Theoretisch wären das nämlich nur acht Stunden pro Tag. Ich, durchschnittlich deutsch, mache selbstverständlich Überstunden – wie viele, das ist branchenabhängig. Aber auf mich als Durchschnitts-Deutschen mag doch nicht jede Schablone passen.

Wäre ich jünger und würde jetzt eine Ausbildung anfangen, wäre das vermutlich im Bereich der Medizintechnik. Als Mann würde ich Kfz-Mechatroniker werden wollen. Diese Jobs stehen laut dem Statistischen Jahrbuch 2014 auf den ersten Plätzen der aktuellen Berufswünsche.

Am Ende meines Arbeitstages klingelt die Kasse. Mein jährliches Gehalt liegt circa bei 45.500 Euro brutto.

Der US-Held ist der Normalo von nebenan
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3 Kommentare zu "Statistisches Jahrbuch 2014: Ich, der Durchschnittsdeutsche"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Ich bezweifle, dass es nur 88.000 registrierte Unternehmen in DE gibt?!

  • Grins: Ist der Kommentar jetzt durchschnittlich Humorlos oder minus 18 Grad Celsius ;-)

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.