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Studie Deindustrialisierung in Europa schreitet voran

Brüssel gehen allmählich die Ideen aus: Kaum eine Maßnahme scheint die Deindustrialisierung in Europa stoppen zu können. Für Deutschland sieht es zwar noch gut aus – doch das kann sich aber schnell ändern.
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An einem Sammelhefter der Heidelberger Druckmaschinen AG arbeiten Monteure in der Fertigungshalle des Unternehmens: Der Brüsseler Bestandsaufnahme zufolge kämpfen vor allem Europas kleine und mittelständische Industrieunternehmen mit einer nach wie vor schwierigen Kreditversorgung. Quelle: dpa

An einem Sammelhefter der Heidelberger Druckmaschinen AG arbeiten Monteure in der Fertigungshalle des Unternehmens: Der Brüsseler Bestandsaufnahme zufolge kämpfen vor allem Europas kleine und mittelständische Industrieunternehmen mit einer nach wie vor schwierigen Kreditversorgung.

(Foto: dpa)

BrüsselTrotz aller Versuche, gegenzusteuern, geht die Deindustrialisierung in Europa weiter. Mit einem Anteil von 15,1 Prozent der Industrie an der Bruttowertschöpfung erreichte sie 2013 abermals einen Tiefpunkt. Das geht aus dem Report zur Wettbewerbsfähigkeit Europas hervor, der dem Handelsblatt (Donnerstagausgabe) vorliegt und den die EU-Kommission an diesem Donnerstag vorlegen will.

Das Ziel, den Anteil der Industrie bis 2020 wieder auf 20 Prozent zu steigern, gerät damit in Gefahr. Zu Beginn des neuen Jahrtausends hatte der Anteil der Industrie an der Bruttowertschöpfung noch bei 18,5 Prozent gelegen. Der niedrigste Wert wurde im Rezessionsjahr 2009 mit 14,8 Prozent erreicht.

Zwar erholte sich der Anteil leicht – aber ein Trend wurde daraus nicht. „Ohne zielgenaue Maßnahmen sowohl auf europäischer wie auch auf Ebene der Mitgliedstaaten wird es nicht gelingen, der Altlasten aus der Krise Herr zu werden“, stellt Brüssel nun fest.

Der Brüsseler Bestandsaufnahme zufolge kämpfen vor allem Europas kleine und mittelständischen Industrieunternehmen mit einer nach wie vor schwierigen Kreditversorgung, einem wachsenden Mangel an gut qualifizierten Fachkräften und hohen Energiekosten. „Verbesserungen bei der Energieeffizienz haben den negativen Effekt steigender Energiepreise nicht kompensieren können“, stellt die Kommission in ihrem Bericht fest. Außerdem müssten viele EU-Staaten dringend administrative Hürden bei der Neugründung von Unternehmen senken und Forschung und Entwicklung vorantreiben.

Die industrielle Leistungsfähigkeit bleibt in der EU höchst unterschiedlich. Deutschland, Dänemark, Irland und die Niederlande liegen bei der Wettbewerbsfähigkeit vorn. Darauf ausruhen können sie sich nicht. So sieht die EU-Kommission für die nächste Dekade in Deutschland erheblichen Bedarf für Investitionen in die Infrastruktur, bei der Versorgung mit Fachkräften angesichts der demografischen Entwicklung sowie bei der Bereitstellung von Risikokapital. „Zur Bewahrung ihrer Wettbewerbsfähigkeit steht Deutschlands Industrie mittel- und langfristig vor ernst zu nehmenden Herausforderungen“, warnt die Kommission.

Auf hohem Niveau stagnierend und vom Abstieg bedroht sieht die Kommission Belgien, Großbritannien, Frankreich, Italien, Österreich, Luxemburg, Schweden und Finnland.

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  • lud
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32 Kommentare zu "Studie: Deindustrialisierung in Europa schreitet voran"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Sie werden es nicht glauben, jetzt ist der Scheibenwischer hin und das Teil kommt aus Spanien.

  • Ein großer Erfolg unserer Politiker. Sie wollen nur noch Dienstleistungen unter dem Motto: Wasch mich und ich wasche Dich? Wo ist da die Wertsteigerungen, damit ich mir etwas leiten kann. Dies wollen dioe Politiker absichtlich verhindern. Es dürfen nur noch Politiker, Banker und Manager leben!!!

  • Bei dem Polo meiner Frau ist die LED-Bremsfunzel gestorben, nachgeschaut, Teil aus Italien.
    Nicht mal sowas können die in der EU zusammenlöten.

  • Der Begriff " Ballastexistenzen" ist erklärungsbedürftig.

    Für mich klingt er so, als wenn es (menschliche?) Existenzen gäbe, deren Existenzberechtigung fraglich wäre, weil sie gewissen, immer relativen (z.B. Effizenz-/Leistungs-) Maßstäben nicht genügen, sie keinen Sinn haben. Damit wäre ich sehr sehr vorsichtig! Einerseits füttern Sie damit den Gleichmacherei-Unsinn von Pseudo-Linken, die glauben, genau solche, die letztlich IMMER per Existenz gegebene Menschwürde in Frage stellenden Sichtweisen, kontern zu können/müssen. Zweitens erheben Sie sich mit ihrer relativen Perspektive der absoluten Soheit und faktischen Gegebenheit von Existenz, dessen, was real.ist.

    Natürlich ist die verkopfte Gleichmacherei, die jeden Unterschied leugnet oder wegdefinieren will genauso unsinnig und letztlich menschenunwürdig wie die absolute Überhöhung der Unterschiede bis zur Infragestellung der Existenzberechtigung und damit Menschenwürde. Ohne die scheinbaren Irrwege der Existenz wäre ihr Reichtum nicht möglich.

    Peter Schellenbaum drückte es in die "Winde der Ungeliebten" so aus: "Der Mensch sucht nicht nur Lust unter Vermeidung des Leids, auch wenn es oft so scheint. Er sucht die Erfüllung seines Menschseins auch durch Aggression, Trauer und Schmerz. Auch »negative« Emotionen sind Leben und Ausdruck unseres Lebenstriebes."

  • deutsche Arroganz das ist gut xD
    man sehe sich die gesamte Palette deutscher Produkte an die in den Export gehen. In viele Bereichen gibt es schlichtweg keine Konkurrenz. Die hartnäckigen Bemühungen des Mittelstands ihre Nischen zu behaupten lasssen gar nicht den Gedanken an so was wie Arroganz aufkommen. Unsere Unternehmer produzieren nicht nur Autos, der deutsche Export liefert viele Dinge die in aufstrebenden Märkten wie den B(R)IC benötigt werden.

  • "Und zu den Windrädern und Solaranlagen.
    Dagegen ist prinzipiell nicht einzuwenden. Die Frage ist nur, warum die ohne Subventionen keiner bauen will?"

    Weil sichs halt nicht rechnen würde, wie man an der Entwicklung der Stromkosten ja sieht.

    Die "echten" Stromkosten sind in der Zeit von 1998 bis 2014 gerade mal um 7% gestiegen (nicht p.a. sondern absolut!). Dagegen sind die staatlich administrierten Kosten um 263% (!!) explodiert!

    http://www.welt.de/wirtschaft/energie/article132129759/Hoehere-Strompreise-treffen-private-Verbraucher.html#disqus_thread


    Dieser Artikel hier war wieder schnell von der "Bildfläche" verschwunden:

    http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/seit-2008-strompreis-ist-um-38-prozent-gestiegen/10684278.html

  • Das sind die Kindergeld zahlenden Länder, die soviel Stütze und Kindergeld zahlen. Das alles steht im krassen Widerspruch zu Reformen. Und ich mein es ist schwierig sich heut zu äußern. Aber Textilarbeiternen aus der DDR sagen man hätt sie wegrationalisiert. Die FDP ist für mich auch ein undurschaubares etwas. In Sachsen Ahlatwurden ja nie filter für Schlote benutzt. Und mit der Ostpolitik und das hal dann westdeutsche aus der DDR berfichteten und ja VErwandtge ahen was abläuft wurde der Konflikt immer größer und es wurde zum Schien was unternommen. Es hätte aber durch aus die Möglichkeit gegeben, eine neu saubere Halle hinzustellen. Und ich denke Näherinnen kann man auch anlernen Die Griechen auf dem Festland leiden auch. Die Bulgaren und andere arbeiten für weniger. Und die Bilgiklamotten und Biligsachen importieren vor alem Ausländerund stellen sich bei uns auf den Markt. ich war letztens bie C%A,. Das sind Lumpen. Und s denke ich fragen sie das Volk. Überall Läden mit getragenem. Es wird verschenkt oder Bilgi verkauft. Die Leute denken ob ich nun einen Lumpen aus Asien kaufe oder gleich Recycle und von gebrauchtem Leben. Sie sind zu doof dass die Leute auch weil sie wirklich Gün sind gebraucht nehmen! Wollte de Wirtschaft nur nicht hören. Und Reiche sagen sie gehen in früher Warenhäuser mit Namen und der Knopf am Jacket fliegt nach einmal anziehen weg. Und Kluge wollen ich nicht wegen Dummen in HIGHEELS den Arsch abfrieren.
    Ihr liegt quer falsch und dumm.
    Meiner Ansicht hätte es für alle EU- Länder gereicht. Aber Frankreich, DDR und Großbritannien haben ja innige Beziehungen zu Asien. Selbst bei den Elektrowaren vermissen alle, auch ältere Litauer ect,. MADE in GDR. Flatrate.....

  • All dies kann kaum verwundern. Viele Völker Europas hatten sich wie Briten und Iren stark dem Finanzjongleurtum verschrieben und die Industrie vernachlässigt. Die Bauindustrie wiederum nahm in vielen Ländern Schaden durch die diversen Immobilienkrisen. Mit Energieeffizienz und fehlenden Fachkräften ist das solch eine Sache. Energieeffizienz kann Preiserhöhungen in diesem Bereich nicht nur nicht ausgleichen. Energieeffizienz kostet auch viel Geld für energetische Investitionen. Das muß erst mal wieder reingeholt werden. Ob es angesichts des Millionenheer von Arbeitslosen in Europa wirklich an Fachkräften mangelt
    bezweifle ich. Die Unternehmer laden verbal die Verantwortung für Nichteinstellungen gerne bei den Arbeitslosen und deren angeblich unterentwickelten Qualifikation ab. In Wirklich aber produzieren sie nur lieber in lohnmäßig günstigeren Weltteilen, wollen dies aber nicht zugeben, um sich sozial nicht angreifbar zu machen.

  • @real .ist:

    Danke für die wertvolle Ergänzung ;-)

  • Das ist aber keine Innovation.
    Mein Opa fuhr einen Mercedes und hat mit dem Auto 400000 km ohne eine einzige Reperatur zurückgelegt.
    Ausserdem verbaut Toyota so einfache Technik, dass da nicht ist was kaputt gehen kann.
    Sie haben doch von Innovationen gesrochen und könne nicht eine einzge nennen?
    Sowas Wie Spurhalteasistenten, Veriable Ventilsteerung oder den Turbodiesel?
    Die Asiaten bauen keine schlechten Autos, aber eben keine Innovativen. Die Technik die sie im Toyota neu bekoemmen bekommen sie eben schon 5 Jahre früher in deutschen Autos. Toyota hat ja nichtmal LED Licht.

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