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Wissenswert Die besten Waffen gegen Rechtsradikale

Bei akuten Ängsten hilft die Konfrontationstherapie. Das gilt offenbar auch für Fremdenfeindlichkeit. Forscher haben herausgefunden, wie Rechtsradikalen das Wasser abgegraben werden kann.
15.08.2012 - 06:37 Uhr
NPD-Demonstration in Berlin. Quelle: Reuters

NPD-Demonstration in Berlin.

(Foto: Reuters)

Köln Die Parolen sind immer die gleichen: Ausländer würden Einheimischen die Arbeitsplätze wegnehmen und seien meistens kriminell, skandieren rechte Parteien gerne.

Bei Wahlen können sie damit in aller Regel nicht punkten. Dass die rechten Propaganda-Märchen in der breiten Bevölkerung nicht ankommen, könnte daran liegen, dass viele Menschen Tür an Tür mit Migranten leben.

Zu diesem Ergebnis kommt eine bemerkenswerte Studie aus Großbritannien. Wer viel Kontakt zu Menschen aus unterschiedlichen Ländern hat, wird seltener zum bekennenden Rechtsradikalen.

Der Ökonom Clive Lennox, Professor an der Technischen Universität Nanyang in Singapur, leuchtet in der Arbeit das Innenleben der rechtsextremen British National Party (BNP) aus. Er wollte herausfinden, aus welchen Regionen und Bevölkerungsschichten die rechtsextreme britische Partei ihre Anhänger rekrutiert.

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    Die 1982 gegründete BNP fordert, Menschen mit ausländischen Wurzeln aus dem Land auszuweisen und nahm lange nur Menschen mit weißer Hautfarbe als Mitglieder auf - diese Klausel ließ sie erst fallen, nachdem die britische Menschenrechtskommission einen Rechtsstreit gewonnen hatte. Zwischenzeitlich hatte die BNP über 10000 Mitglieder.

    Normalerweise schirmen sich rechtsradikale Parteien gut von der Öffentlichkeit ab - Studien über ihre Mitglieder sind daher ein schwieriges Unterfangen. Doch 2007 trat ein hochrangiger BNP-Funktionär nach einem Führungsstreit aus der Partei aus und veröffentlichte die streng geheime Mitgliederliste im Internet.

    Auf der Liste standen nicht nur die Namen aller Parteimitglieder, sondern auch deren Adressen. Ökonom Lennox konnte so nachvollziehen, in welchen Stadtteilen die rechte Partei besonders großen Zulauf hatte. Als er die Liste mit Daten aus einer Volkszählung verglich, legte er ein erstaunliches Muster offen.

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