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Preisanstieg Teurere Lebensmittel treiben Inflation

Die Inflationsrate in Deutschland ist im Juni auf 1,8 Prozent gestiegen. Das ist der höchste Wert seit Dezember. Neben Energie gehören vor allem Nahrungsmittel zu den Preistreibern. Sie sind im Juni 5,4 Prozent teurer.
10.07.2013 - 14:28 Uhr 6 Kommentare
Einkaufswagen in einem Supermarkt: Im Juni stiegen die Verbraucherpreise im Schnitt um 1,8 Prozent. Quelle: dapd

Einkaufswagen in einem Supermarkt: Im Juni stiegen die Verbraucherpreise im Schnitt um 1,8 Prozent.

(Foto: dapd)

Berlin Teurere Lebensmittel haben die Inflation in Deutschland so stark angeheizt wie seit Dezember nicht mehr. Im Juni stiegen die Verbraucherpreise im Schnitt um 1,8 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch. Im Mai lag die Teuerungsrate noch bei 1,5 Prozent, im April bei nur 1,2 Prozent. Trotz des Anstiegs herrschen damit nach Definition der Europäischen Zentralbank stabile Preise, die diese bei Werten von knapp unter zwei Prozent gewährleistet sieht.

Neben der Energie gehörten vor allem Nahrungsmittel zu den Preistreibern. Sie verteuerten sich im Juni um 5,4 Prozent zum Vorjahresmonat und damit dreimal so stark wie der Durchschnitt aller Waren und Dienstleistungen. Spürbar mehr bezahlen mussten die Verbraucher für Butter, die sich um rund 27 Prozent verteuerte. Gemüse kostete 10,4 Prozent, Kartoffeln sogar gut ein Drittel mehr. Preise für Obst stiegen um mehr als neun Prozent, allein Äpfel verteuerten sich mit mehr als einem Fünftel kräftig.

Der Bauernverband hatte jüngst betont, der kalte und nasse Frühling habe für schlechte Ernten etwa bei Spargel, Erdbeeren, Frühkartoffeln und Salat gesorgt und so zu höheren Preisen geführt. Nahrungsmittel dürften sich auch künftig überdurchschnittlich verteuern - wegen der weltweit steigenden Nachfrage. "Die Zeiten, in denen Lebensmittel die Inflationsbremse Nummer eins waren, sind vorbei", hatte ein Verbandsprecher vor kurzem gesagt.

Energie verteuerte sich zum Juni 2012 insgesamt um drei Prozent. Hier kostete Strom zwölf Prozent mehr, hauptsächlich wegen der erhöhten Ökostrom-Umlage. Tanken hingegen war 0,8 Prozent billiger als vor einem Jahr. Auch der Immobilienmarkt sorgt für Preisdruck. Denn laut Statistikamt stieg der Preisindex für den Neubau von Wohngebäuden im Mai binnen Jahresfrist um 2,1 Prozent.

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    Von Mai auf Juni verteuerte sich die gesamte Lebenshaltung nur leicht um 0,1 Prozent. Experten gehen davon aus, dass die Inflationsrate in der zweiten Jahreshälfte etwas kräftiger klettern wird. Sie erwarten, dass Firmen steigende Lohnkosten an die Verbraucher weiterreichen werden. Die Bundesbank rechnet für 2013 im Schnitt mit einer Jahresteuerung von 1,6 Prozent.

    • rtr
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    6 Kommentare zu "Preisanstieg: Teurere Lebensmittel treiben Inflation"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • @Fredi
      Hast du überhaupt eine Ahnung von Preisentstehungs-Kosten?
      Wert und damit der Preis eines Produktes ist IMMER mit ENERGIE-AUFWAND VERBUNDEN!
      Erst wenn du verstanden hast, dass das gesamte Leben auf dem Energiekreislauf basiert, dann kannst du dich wieder zu wirtschafltichen und technischen und allgemeinen Sachthemen äußern.

    • So, so, jetzt ist die EU und der EUR Ihrer Meinung nach auch am schlechten Wetter, an schlechte Ernten sowie an der Hoehe der Renten in D schuld... Bildungsmisere Deutschland...

      Die Inflation ist jedenfalls seit der EUR-Einfuehrung stabil niedrig.

      http://www.focus.de/finanzen/news/tid-7786/preisentwicklung_aid_136948.html

    • "das ENERGIE in jedem Produkt/Ware vorhanden ist"
      na gut, daß sie mit den EE ein Problem haben drücken sie mit ihrem Standarttext aus.
      Doch die Energie wird auf den Preis der Produkte umgeschlagen, oder nicht? Der Wert der Produkte ändert sich nicht, der Preis schon.
      Übrigens, Großkonzerne bekommen den Strom billig wie nie. Nie war der Strompreis an der Strombörse niedriger als heute. Dank Schwarz-Geld aber eben nur für Großabnehmer. Und das subventionieren dank der Schwarz-gelben Umverteilungspolitik von unten nach oben die Stromverbraucher!

    • Die Statistik verschweigt etwas grundsätzliches und das ist der FAKT, das ENERGIE in jedem Produkt/Ware vorhanden ist!
      Das heißt nichts anderes, dass mit jeder Strom-Energiepreissteigerung auch alle anderen Lebensmittel und Verbraucherprodukte im Wert steigen werden. Und das EEG ist und bleibt hier der gesetzliche diktierte grünsozialistsiche Preistreiber. Mit jeder bestehenden und neuen Windkraftanlagen oder Photovoiltaikanlage oder Biogasanlage wird der Strom per Zwangs-EEG (Erneuerbares Energie Gesetz) von uns Stromendverbraucher und EE-Abzocker zwangs verteuert!
      EEG = Wohlstandsvernichtungsgesetz!
      Schafft endlich dieses perfide und asoziale grünsozialistische EEG, unter einem schwarzen Diktaturmantel, ab. Danke!

    • Sind bei den Lebensmitteln auch die vielen kleinen Betrügereien wie Herabsetzung der Füllmenge, Verschlechterung der Zutaten usw. mit einbezogen?

    • Steigen die Grundrenten, und sozial sätze auch um den faktor lebensmittel ???

      und dann wundert man sich das soviel EU begeisterung aufkommt.....

      Für den D otto normalo ist seit dem Euro experiment die luft zum atmen knapp.... im täglichen leben....

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