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Preisstabilität versprochen EZB besorgt über steigende Inflationserwartungen

Nach den Worten von EZB-Chefvolkswirt Otmar Issing ist der Anstieg der Inflationserwartungen in der Euro-Zone für die Europäische Zentralbank (EZB) ein Grund zur Sorge.

HB FRANKFURT. Die Zentralbank gehe mit diesem Problem am besten um, indem sie bei ihrem Versprechen bleibe, für Preisstabilität zu sorgen, sagte Issing am Freitag auf einer EZB-Konferenz in Frankfurt. Die häufigen Verfehlungen der EZB, das Inflationsziel einzuhalten, begründete Issing in einer Diskussionsrunde vor allem mit kurzfristig immer wieder auftretenden exogenen Preisschocks, so wie den Ölpreisanstieg in den vergangenen Monaten. Dies sei ein permanentes Problem, sagte der EZB-Chefvolkswirt und betonte, dass die EZB zwar nicht zufrieden mit der Inflationsentwicklung der vergangenen Jahre sein könne, gleichzeitig sei das Ergebnis aber auch besser gewesen, als vielfach erwartet worden sei.

Zudem wandte sich Issing gegen Kritik, das Inflationsziel der EZB sei zu ambitioniert. Er unterstrich diesbezüglich, dass es keine Alternative zu dem Ziel einer niedrigen Inflation gebe. Zwar ist es laut Issing für eine Notenbank erforderlich, über ein gewisses Maß an Flexibilität zu verfügen, dies bedeute aber nicht, dass die EZB ihr Inflationsziel anhebt, so der EZB-Chefvolkswirt.

Ferner unterstrich Issing die Bedeutung von Geldmengenentwicklungen für den Inflationsprozess. Nach wie vor gebe es einen Zusammenhang zwischen monetären Aggregaten und Preisen, dies habe sich in der Vergangenheit immer wieder gezeigt. Der Zusammenhang zwischen monetären Aggregaten und Vermögenswerten sei indes weniger eindeutig. Issing verwies in diesem Rahmen auf Erfahrungen aus jüngerer Zeit: So habe es Phasen mit starkem Wachstum der Geldmenge, robuster Konjunktur und kräftig steigenden Finanzmarktpreisen gegeben, aber auch Phasen, in denen eine starke monetäre Dynamik von schwacher Konjunktur und fallenden Finanzmarktkursen begleitet worden ist.

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