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Pro und Contra Mehr Lohn = Mehr Wachstum?

Die Bundesbank hat eine Lohndebatte losgetreten, nun steigt auch die EZB ein. Sie plädieren für höhere Tarifabschlüsse. Schwächt das Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit? Oder führt es zu mehr Wachstum? Ein Pro und Contra.
28.07.2014 - 17:23 Uhr 21 Kommentare
Wären höhere Löhne ein Fluch oder Segen für die deutsche Wirtschaft? Quelle: Getty Images

Wären höhere Löhne ein Fluch oder Segen für die deutsche Wirtschaft?

(Foto: Getty Images)

Düsseldorf Es sind ungewöhnliche Töne von der Bundesbank. Deren Chefvolkswirt Jens Ulbrich hat eine Debatte über höhere Löhne in Deutschland losgetreten. Dem „Spiegel“ sagte er: Die Lohnentwicklung in Deutschland sei „vor dem Hintergrund der guten konjunkturellen Lage, der niedrigen Arbeitslosigkeit und der günstigen Perspektiven durchaus moderat“. Ein Plus von 3,0 bis 3,5 Prozent sei möglich.

In die gleiche Kerbe schlägt nun auch EZB-Chefvolkswirt Peter Praet: Hierzulande seien die Inflationsrate niedrig und der Arbeitsmarkt in guter Verfassung, sagte er dem „Spiegel“. In solchen Staaten seien stärkere Verdienststeigerungen angemessen. Dagegen seien in manchen Krisenländern der Euro-Zone mit hoher Arbeitslosigkeit aktuell eher „niedrige Lohnabschlüsse erforderlich, um Wettbewerbsfähigkeit zurückzugewinnen“.

Die Kritiker höherer Löhne befürchten negative Folgen für die internationale Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen und den Export. Befürworter dagegen sehen darin eine Chance um das lahmende Wachstum anzuschieben und wirtschaftliche Ungleichgewicht auszugleichen.

Sind höhere Löhne nun sinnvoll oder nicht? Ein Pro und Contra von zwei Handelsblatt-Redakteuren.

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    21 Kommentare zu "Pro und Contra: Mehr Lohn = Mehr Wachstum? "

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Mh zurzeit gibt es 147 verschiedene Währungen.
      (in meiner Datenbank :-)
      Und ja ich finde das könnten schon deutlich weniger
      werden. Es kotzt mich an ständig über Fremdwährungsrisiken
      nachdenken zu müssen. Vorallem wenn man Gefahr läuft die
      funktionale Konzernwährung ständig anpassen zu müssen
      weil sich die Umsätze verschieben.

      In Südamerika will man diese ganzen Pesos vereinen.
      Daher wird dort an der UNASUR gearbeitet.

      Aber eine Einzige wäre zwecks Geldpolitik sicher ein Problem.
      Daher würde ich sagen sehr langfristig wird jeder Kontinent
      eine eigene lokale Währung haben.

      Zum globalen Handel wäre eine neue Währung die allen gehört
      vllt. eine Idee.

      Der IWF hat zB. intern eine eigene Währung.

    • Na dann bilden wir eine Weltwährung und alle Probleme sind gelöst.^^

    • 1€ = 100 Yuan Export OK
      1€ = 200 Yuan Export failed

      Irgendwann wird der Chinese diese vielen Yuan's nicht
      mehr zahlen können wenn sich bei ihm nichts ändert.

      Seit der €-Einführung haben viele Leute in DE weniger
      in der Tasche was sie müssen da sonst die Exporte zu
      teuer wären.

      Wirtschaftskraft unterteilt sich in Real und Finanz.
      Nein nur unlösbare Probleme hat die Eurogemeinschaft nicht.

      DE fehlen Fachkräfte die gibt es in ES,FR und
      sogar dem Balkan also BG und Co. DE tut zu wenig für
      Bildung. (siehe Pisa und Co.) Die braucht der Export für
      neue Innovationen DE gehen langsam die Ingenieure aus.

      zB. Ein Auto das wird teilweise in DE,FR und ES gebaut
      oder auch ein Airbus. DE kann das nicht mehr alleine da
      zuwenig gute Leute.

      Die Länder in Europa haben Schnittmengen und ergänzen sich
      ganz gut. Die €-Einführung war sicher etwas zu hart über den
      Zaun gebrochen.

      Grundsätzlich wurde damit aber der real stärkste und grösste
      Währungsraum des Planeten geschaffen. Das Finanzmonopol hat
      natürlich immer noch der USD inne.

      €-BIP >>> US-BIP

    • Witzig, voller Widersprüche.

      Zitat: Das ist Unsinn. 1. ist der Euro schon mehr Wert als die alte DM und 2. würden die Exporte massiv einbrechen.

      Wie können die Exporte massiv einbrechen, wenn der Euro jetzt mehr Wert ist?
      Außerdem muss man das mit der Wirtschaftskraft vergleichen. An Hand der Wirtschaftskraft das Staates orientiert sich die Stärke einer Währung auf dem freien Markt.^^
      Deshalb auch die unlösbaren Probleme in der Eurogemeinschaft.

    • Ja im globalen Wettbewerb kann dann weniger verkauft
      werden es sei den die Steuern gehen runter.

      Aber darum geht es überhaupt nicht.
      Es geht um die Binnennachfrage und da sind die Kosten
      eben viel vergleichbarer als wenn sie nach China
      exportieren.

      Alleine die Tatsache das DE soviel nach China exportiert
      wo die Steuerquote und das Einkommen geringer sind.

      Zeigt doch schon welcher Unsinn hier gefahren wird.

      Daher MEHR Import WENIGER Export und dazu braucht der
      Konsum MEHR Lohn/Gehalt. Der gesamte Absatzmarkt ist nach
      der Mutation von Export zu mehr Import im Idealfall genau
      der Gleiche ebenso wie das BIP und das Steueraufkommen.

    • "Wenn Deutschland aus dem Euro geht hat die neue DM ein Aufwertungspotential um ca. 30%, was die Kaufkraft der Deutschen stärkt."

      Das ist Unsinn. 1. ist der Euro schon mehr Wert als die
      alte DM und 2. würden die Exporte massiv einbrechen.

      Das kostet dann sehr viele Arbeitsplätze und wo soll dann
      neues Geld freigesetzt werden?

      Dazu müssten bereits jetzt viele Leute einen Berg haben
      was nicht der Fall ist.

      Schon jetzt heulen die Exporteure über den Euro rum weil
      er wertvoller ist als die D-Mark.

      1 Euro hat mal ca. 1,90 D-Mark gekostet.

      Aufwerten/Abwerten ja es ist ein Faktor aber gegenüber
      welcher Währung den bitte? USD,GBP,Yuan
      Oder doch nur Kaufkraft?

      DE exportiert wie bescheuert die Arbeiter leiden da kann
      man nicht mal eben die Währung aufwerten.
      Daher war die D-Mark auch eine relativ wertlose Währung.
      Weil die Leute ziemlich wenig verdienen.
      Dazu kommt allerdings auch noch das es an Nachwuchs fehlt.
      Über 20 Mio. Rentner sind bei gerademal etwas über 35 Mio.
      Arbeitnehmern einfach zuviel das kostet im Jahr alle zusammen
      über 80 Mrd. € Rentenzuschüsse, Tendenz steigend. Daher
      erhöhen sich die Sozialabgaben und Steuern auch eher als das
      sie sinken. Weil niemand wirklich die Rente reformiert.
      Das Gesundheitssystem wird in Zukunft auch noch ein massives
      Problem werden weil alte Leute einfach öfter krank werden
      und diese Leistungen mit ihrer Armutsrente nicht selber
      zahlen können.

      Die Wahrheit ist das auch für den deutschen Export der
      Euro zu wertvoll ist. Daher wollen ihn alle abwerten und
      nicht aufwerten (gegenüber dem USD). Das aber möchten die
      Zentralbanken nicht was man aus ihrer Sicht auch
      nachvollziehen kann.

      Also wohin wird oder muss die Reise dann gehen?
      Richtig auch innerhalb von zB. DE muss ein Euro mehr wert
      werden.

      Das der für viele Länder auch DE ziemlich teure Euro
      innerhalb von Europa an Wert gewinnt ohne das sich die
      Wechselkurse stark ändern das können wir zurzeit an einer
      geringen Inflation beobbachten.

    • Diese Forderung nach mehr Lohn ist lächerlich, denn hat man Pech, rutscht man in eine höhere Steuerklasse und hat am Ende weniger als vorher.
      Solange unsre kriminelle Regierung bei Löhnen so abzockt, kommt man nicht auf einen grünen Zweig.
      Mich wundert nur, dass Banker das jetzt fordern?
      Merken sie , dass der Euro kurz vor dem Zusammenbruch steht? Wollen sie noch mal schnell die Gutmenschen spielen?

    • Löhne sind wie die Energiekosten, die erst einmal erwirtschaftet werden müssen. Personal- und Energiekosten sind Bestandteile des Verkaufspreis. Steigen nun diese Kosten, so steigt auch der Verkaufspreis. Und jeder Verkaufspreis steht im Wettbewerb mit anderen Verkaufpreisen WELTWEIT.
      Umsatz ist eine Frage der Nachfragemenge und Gewinn ist eine Frage der Kosten.
      WEr hohe Lohn und Energiekosten (EEG) fordert, der muss wissen, dass der Absatzmarkt für seine Produkte immer geringer wird.

    • DIESEN SCHWACHSINN VON MEHR LOHN WÜNSCHT SICH DIE BUNDESBANK! LAUTER BESTVERDIENER; BEI DEN BESTEN 5 PROZENT sind diese leute dabei! herr schäuble, warten sie doch noch ein paar jährchen, dann haben sie einen sack voll schulden (derzeit 2,2 bio. euro) wegrationalisiert. denn z.z. werden diese immensen schulden alle 10 jahre umgeschuldet (200 mrd. euro / jahr). bezahlt werden z.z. 1,2 prozent auf 10-jährige bundesanleihen - wahnsinn!! wenn dann die inflation wieder mal bei 4% liegt, dann möchte ich auch finanzminister sein. 3% / jahr kassieren für jeden schuldschein (4% minus 1,2%). und dann noch höhere steuern für höhere zinsen der angestellten und renter. da läuft das geschäft wie geschmiert - ohne etwas tun zu müssen! so schauts aus!

    • @Jessica Schwarzer

      Zitat: Es sind so viele Deutsche in Lohn und Brot wie noch nie.
      ….
      Und deshalb bin ich gegen übermäßige Lohnerhöhungen. Es waren schließlich die niedrigen Arbeitskosten in der deutschen Wirtschaft, die das derzeitige Exportwunder erst möglich gemacht haben.


      Frau Schwarzer, da hätte ich einen Tipp für Sie: Plädieren Sie für die Einführung der Sklaverrei und Leibeigenschaft, und sämtliche von Ihnen als Bewertungsmaßstab aufgeführte Kriterien („Exportwunder“, Beschäftigungsquote etc.) würden an den positiven Anschlag laufen – das wäre nach Ihren Maßstäben perfekt.

      Ob das, im Sinne von „die Wirtschaft ist für die menschen da, nicht umgehkehrt“ die richtigen Maßstäbe sind? Das wage ich zu bezweifeln.

      Mal wieder eine Lobpreisung der deutschen Exportüberschüsse. Seit der €-Einführung 2002 in Summe 1,6 Bio. € (http://www.querschuesse.de/deutschland-debatte/), allein 2013 200 Mrd. €, mehr als 7% des BIPs.

      Die Exportüberschüsse müssen zwangsläufig über Kapitalexporte finanziert werden. (Seit 2002 1,8 Bio. €), einfach mal bei Wikipedia (Zahlungsbilanz) nachlesen.

      Dass das auf Dauer kein guter Zustand ist war bereits Karl Schiller klar:

      "Gesetz zur Förderung der Stabilität und des Wachstums der Wirtschaft:

      In seinem ersten Paragraphen bestimmt es gesamtwirtschaftliche Ziele, die öffentliche Haushalte in Deutschland bei ihren Entscheidungen beachten sollen:

      - Preisniveaustabilität
      - hoher Beschäftigungsstand

      - außenwirtschaftliches Gleichgewicht!

      - bei angemessenem und stetigem Wirtschaftswachstum"

      (http://de.wikipedia.org/wiki/Stabilit%C3%A4tsgesetz)

      Vielleicht sollte man das Ganze doch eher ganzheitlich betrachten, oder?

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