Produktion schrumpft Rückschlag für die französische Wirtschaft

Von Fahrzeugen bis Lebensmitteln – in fast allen Bereichen schrumpft die Produktion in Frankreich stärker als erwartet. Die schwierige Lage spiegelt auch ein Milliarden-Defizit in der Handelsbilanz.
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Frankreichs Wirtschaft ist angeschlagen – darunter leidet auch das Image des Landes. Präsident Hollande ist angetreten, das zu ändern. Quelle: dpa

Frankreichs Wirtschaft ist angeschlagen – darunter leidet auch das Image des Landes. Präsident Hollande ist angetreten, das zu ändern.

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ParisRückschlag für die französische Wirtschaft: Die Unternehmen drosselten ihre Produktion im März viel stärker als erwartet. Sie sank um 0,9 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie das Statistikamt Insee am Dienstag in Paris mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich ein Minus von 0,3 Prozent erwartet, nachdem es im Februar noch ein Wachstum von 0,8 Prozent gegeben hatte. In fast allen Bereichen ging es bergab: von der Produktion von Fahrzeugen und Lebensmitteln bis hin zur Öl-Verarbeitung.

Im gesamten ersten Quartal ging die Erzeugung um 0,4 Prozent zurück. Auch wenn die Industrie nur noch zwölf Prozent des Bruttoinlandsproduktes ausmacht, wächst damit die Wahrscheinlichkeit einer Rezession in Frankreich. Bereits Ende 2012 war die Wirtschaftsleistung um 0,3 Prozent gesunken. Erstmals seit 2009 dürfte die zweitgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone nach Prognose der EU-Kommission auch im Gesamtjahr 2013 schrumpfen - wenn auch mit 0,1 Prozent nur minimal.

Die Schwächephase dürfte im Frühjahr anhalten. Der Einkaufsmanager-Index legte im April zwar um 0,4 auf 44,4 Punkte zu. Das Barometer blieb damit aber den 14. Monat in Folge unter der Marke von 50 Zählern, ab der Wachstum signalisiert wird. Auch die Aufträge gingen zurück.

Als Beleg für die schwierige Lage der französischen Wirtschaft gilt auch das Defizit in der Handelsbilanz. Im März übertrafen die Importe die Exporte um rund 4,7 Milliarden Euro. Das Defizit verringerte sich damit leicht, vor allem wegen Auslieferungen von Airbus-Flugzeugen und eines Kreuzfahrtschiffes. Deutschland schafft dagegen wegen seiner Export-Stärke Monat für Monat Handelsüberschüsse in Milliardenhöhe. Der seit einem Jahr amtierende Präsident Francois Hollande hat versprochen, die Industrie zu alter Stärke zurückzuführen und deren Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen, was aber Zeit in Anspruch nehmen werde.

  • rtr
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6 Kommentare zu "Produktion schrumpft: Rückschlag für die französische Wirtschaft"

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  • Genau so sieht es aus.

    Aber wir MÜSSEN ja Eurofreundlich sein. Das wird dem deutschen Schafskopf von unser aller Kanzlerin so befohlen und er mäht es brav nach und wählt sie auch noch.

    Es würde mich mal - rein theoretisch - interessieren, wenn Deutschland nicht mehr in der Lage wäre zu zahlen oder aus dem Euro austreten würde, wieviel von der vielbeschworenen Solidarität unter dem verbleibenden Rest noch übrig wäre. Ich gebe einen Tip ab: Nichts! Keine!

    Es glaubt doch keiner im Ernst, daß ein französischer Politiker den Franzosen klar machen würde, daß jetzt Schluß mit Lustig sei, weil man den Italienern aus der Klemme helfen müsse. Der würde augenblicklich guillotiniert werden. Umgekehrt aber genauso.

    Nur wir Deutschen sind so blöd - was muß eigentlich noch passieren, bis der deutsche Michel aufwacht?

  • Ohne mich vertieft mit der Problematik befasst zu haben:

    Hollande versucht die Umverteilung von unten nach oben umzudrehen. Ich fürchte aber, dass dies nur in einem abgeschlossenen System geht, sprich dafür braucht es eine EU-einheitliche Lösung und der frei Kapitalverkehr muss auf die EU beschränkt werden.

    Solange das Kapital so frei ist, kann es die Politik nach belieben erpressen.

  • Liebe deutsche Schafsköpfe,

    demnächst werdet Ihr geschoren - für Frankreich. Damit dürft Ihr eure "Europafreundlichkeit"und Friedfertigkeit beweisen und Euch durch und durch mit allen anderen Pleitiers solidarisch zeigen. Viel Spaß bei der Frankreich-"Rettung".

    Euer Zeitzeuge

    P.S.: Alles wie vor mehr als zwei Jahren vorausgesagt...

  • Ach, was solls die Wirtschaft ist egal.....an den Finanzmärkten gehen die Raketen ab.
    Allzeithochs wo hin man sieht. Wenn interessieren noch Wirtschaftsdaten, wo man doch nun Kaufpanik herrscht und alle reich an den Finanzplätzen werden.

    Kaufen, Kaufen, Kaufen die Märkte steigen ewig weiter.

    (Ironie aus)

  • jetzt verkauft der französische staat seine unternehmensbeteiligungen von edf bis zu eads. der wert sind ca. 55 mrd €.
    das außenhandelsbilanzdefizit sind aber 70 - 100 mrd €/a, d.h. frankreich ist pleite und schäuble nickt das gelddrucken ab...

  • Zitat : Von Fahrzeugen bis Lebensmitteln – in fast allen Bereichen schrumpft die Produktion in Frankreich stärker als erwartet.

    - das wird die Franzosen nicht kalt lassen !

    Die werden schnell überlegen, von der 35 Stundenwoche auf die 30 Stundenwoche zurückzuschrauben ( bei vollem Lohnausgleich, versteht` sich ) und das Rentenalter von 60 Jahren auf 55 Jahre runter zu setzen !

    Den fehlenden Globalausgleich holen sie sich beim ESM oder sonstigen Mist, wie man eben die Steuereinzahlungen der Nordeuropäer heute halt nennt !

    Viva la France !

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