Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Prognosen Energiepreise treiben Inflation

Die Prognose für Preissteigerungen in der Euro-Zone steigt für 2010 und 2011 auf 1,5 Prozent. Schuld sind die Öl- und Gaspreise sowie die staatliche Sparpolitik. Die Inflationsrate soll trotzdem auf ihrem niedrigen Niveau bleiben.
Kommentieren

DÜSSELDORF FRANKFURT. Die Preise für Öl und Gas sowie die Folgen staatlicher Sparpolitik werden in den kommenden Monaten die Inflationsraten in der Euro-Zone anheizen. Das zeigt der Handelsblatt-RBS Inflation Live Index, den die Ökonomen der Royal Bank of Scotland monatlich für das Handelsblatt berechnen. Das Prognoseinstrument sagt jetzt für 2010 und 2011 im Jahresdurchschnitt einen Anstieg der Verbraucherpreise um je 1,5 Prozent voraus. Im März hatte er noch auf Anstiege von 1,2 beziehungsweise 1,3 Prozent hingedeutet.

"Die Revision reflektiert hauptsächlich steigende Energiepreise", sagt RBS-Ökonom Nick Matthews. Auch Preise für Lebensmittel und Urlaubsreisen zeigten eine Aufwärtstendenz. Die fiskalische Konsolidierung in einigen Euro-Staaten wirkt ebenfalls preistreibend, zum Beispiel in Form von Mehrwertsteuererhöhungen in Griechenland und Spanien. Auf der anderen Seite entfalle der preisdämpfende Effekt, den Abwrackprämien auf dem Automarkt gehabt hätten.

Unter dem Strich spreche daher mehr dafür, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Inflationsprognose von aktuell 1,2 Prozent für 2010 und 1,5 Prozent für 2011 erhöhe, als dass sie sie senke.

Aktuell lag die Inflationsrate in Deutschland im März mit 1,1 Prozent so hoch wie seit Dezember 2008 nicht mehr. Im Februar hatte sie nur 0,6 Prozent betragen. Für den Sprung waren vor allem Heizöl mit einem Preisanstieg von 32 Prozent im Jahresvergleich und Benzin und Diesel mit je plus 19 Prozent verantwortlich, meldete das Statistische Bundesamt.

In den kommenden Monaten dürften vor allem die Energiepreise weiter steigen, erwarten die Ökonomen der Commerzbank. Die so genannte Kernrate, die sowohl die Verteuerung von Energie wie auch von Nahrungsmitteln ausblende, dürfte dagegen weiter nachgeben und die höheren Energiepreise kompensieren. Insgesamt werde sich die Inflationsrate daher auf ihrem derzeit niedrigen Stand seitwärts bewegen. "Für die nächste Zeit ist weder Inflation noch Deflation ein Thema", sagt Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer.

Auch in den USA werde die Inflation "kein Problem" darstellen, so die Bankvolkswirte. Die Arbeitslosigkeit werde noch lange hoch bleiben, das habe den Anstieg der Löhne bereits gedrückt.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Startseite

0 Kommentare zu "Prognosen: Energiepreise treiben Inflation"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.