Rekordeinbruch des ZEW-Index Konjunkturbarometer sendet Schocksignale

Der ZEW-Index ist im Juni so stark gesunken wie seit fast 14 Jahren nicht mehr. Die Euro-Krise setzt der deutschen Wirtschaft immer mehr zu. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die EZB bald handelt.
Update: 19.06.2012 - 11:28 Uhr 32 Kommentare

ZEW-Konjunkturerwartungen auf Talfahrt

BerlinDie eskalierende Schuldenkrise lässt Börsen-Experten um den Aufschwung in Deutschland bangen. Das ZEW-Barometer für die Konjunkturerwartungen in den kommenden sechs Monaten fiel im Juni um 27,7 Punkte auf minus 16,9 Zähler - so stark wie seit Oktober 1998 nicht mehr. Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich einen Rückgang auf 4,0 Punkte erwartet.

Zuletzt hatten bereits andere wichtige Stimmungsindikatoren im Ausland ein Abflauen der Weltkonjunktur signalisiert. In den USA fielen im Mai die Arbeitsmarktzahlen sehr enttäuschend aus. Auch die Bric-Länder (Brasilien, Russland, Indien und China) straucheln. Das Wachstum in Brasilien und Indien ist deutlich gefallen.

Die einzige große Lokomotive für die Weltwirtschaft ist China - und auch dort mehren sich die Zeichen für ein schwächeres Wachstum. Der Einkaufsmanagerindex für die chinesische Industrie notierte im Mai nur noch knapp über der Schwelle, die Wachstum signalisiert.

Das ZEW führte den Rückgang des Index in Deutschland auf die Zuspitzung der Lage des spanischen Bankensektors sowie die Lage in Griechenland zurück. Die Umfrage unter den Experten fand weitgehend noch vor der Wahl in Griechenland am Sonntag statt. Der Wahlausgang hatte an den Finanzmärkten vorübergehend für Erleichterung gesorgt, die aber schnell wieder nachließ. Der Wahlsieg der konservativen Nea Dimokratia (ND) in Griechenland war als Votum für ein Festhalten an den internationalen Sparauflagen gewertet worden.

Die Finanzmarktexperten betrachten offenbar auch die Situation in Deutschland mit zunehmender Sorge. "Die Erwartungen der Finanzmarktexperten warnen eindringlich vor einer allzu optimistischen Einschätzung der deutschen Konjunkturperspektiven in diesem Jahr", erklärte ZEW-Präsident Wolfgang Franz. Denn die Risiken einer "markanten Konjunkturabschwächung" in wichtigen Handelspartnerländern seien unübersehbar. Hinzu komme die nach wie vor brenzlige Lage im Euroraum. "Das Votum der griechischen Wähler verschafft uns eine kurze Atempause - nicht mehr und nicht weniger", mahnte Franz.

EZB könnte bald handeln
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32 Kommentare zu "Rekordeinbruch des ZEW-Index : Euro-Schockwellen ergreifen Deutschland "

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  • Einstein sagte auch:"Es giebt zwei Sachen die unendlich sind. Das Universum und die Dummheit der Menschheit, wobei ich mir beim Universum nicht ganz sicher bin".
    Ich kann dem nur noch beipflichten.

  • Klar hört man selbst unter schwersten Drogen der Europaideologie irgendwann den Knall, wenn man den Karren mit einer Fülle von Verstößen gegen die Grundlagen der Marktwirtschaft und ständigen Vertragsverstößen gegen die Wand fährt. Und was wird dann hier vorgeschlagen? Noch mehr Desselben! Wie meinte schon Einstein? Man kann ein Problem nie mit den Mitteln und Methoden lösen, die zu eben diesem Problem geführt haben. Mensch Kinder, wacht auf, wir sind hier nicht im Sandkasten, sondern wir verballern unsere Existenzgrundlagen!


  • Sendung auf PHOENIX um 16 Uhr


    "Weltwirtschaft vor dem Crash ?


    .

  • dann nix wie los, die Peition läuft bis zum 22.06.:

    TU’S HIER - TU’S JETZT - TU’S GLEICH:

    Wer die Zeit hat, hier Kommentare zu lesen oder zu posten, sollte auch die Zeit haben, die Petition der Freien Wähler „Keine Ratifizierung des ESM-Vertrages und des Fiskalpaktes vom 27.04.2012“ elektronisch zu zeichnen, und zwar im E-Petitionsystem des Deutschen Bundestages.

    Wichtig: die Zeichnungsfrist der Petition der Freien Wähler endet am 22.06., also rasches Handeln ist angesagt! Und am besten noch 2 Freunde motivieren dasselbe zu tun.

    https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=24314

    Und hier kann man sich auch in 5 Minuten eintragen, um den „Grundkonsens“ (lesenswert!) mit seiner E-Mail-Unterschrift zu unterstützen:

    www.buendnis-buergerwille.de

    Es tut nicht weh und danach geht es einem auch ein klein wenig besser. Also, wie man hier im Süden sagt „Nedd nuar motze, sondrn au’ was mache’…“ ;-)

    Und wer die letzten Wochen und Monate die Nachrichten verpasst habt oder bewußt ignoriert hat, hier noch ein paar Leckerli:

    http://www.handelsblatt.com/finanzen/boerse-maerkte/anlagestrategie/felix-zulauf-im-interview-es-wird-unendliches-leid-ueber-europa-gebracht/6699746.html
    (zwar apokalytischer Titel aber klare Aussagen)

    http://www.unzensuriert.at/content/008650-Solidarit-t-mit-Griechenland-konkreten-Zahlen

    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/griechenland-herkules-versus-verwaltung-

  • Dann nix wie los, die Petion läuft bis zum 22.06.:

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    Wichtig: die Zeichnungsfrist der Petition der Freien Wähler endet am 22.06., also rasches Handeln ist angesagt! Und am besten noch 2 Freunde motivieren dasselbe zu tun.

    https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=24314

    Und hier kann man sich auch in 5 Minuten eintragen, um den „Grundkonsens“ (lesenswert!) mit seiner E-Mail-Unterschrift zu unterstützen:

    www.buendnis-buergerwille.de

    Es tut nicht weh und danach geht es einem auch ein klein wenig besser. Also, wie man hier im Süden sagt „Nedd nuar motze, sondrn au’ was mache’…“ ;-)

    Und wer die letzten Wochen und Monate die Nachrichten verpasst habt oder bewußt ignoriert hat, hier noch ein paar Leckerli:

    http://www.handelsblatt.com/finanzen/boerse-maerkte/anlagestrategie/felix-zulauf-im-interview-es-wird-unendliches-leid-ueber-europa-gebracht/6699746.html
    (zwar apokalytischer Titel aber klare Aussagen)

    http://www.unzensuriert.at/content/008650-Solidarit-t-mit-Griechenland-konkreten-Zahlen

    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/griechenland-herkules-versus-verwaltung-

  • Tja, und die EZB hat ihr Pulver schon längst verschossen, da sie die Zinsen bereits auf fast null gesenkt hat... Es wird hässlich...

  • @ Lebemann

    Wieder einer der nicht begreift das steigende Umsätze nicht auch gleichzeitig Gewinn bedeuten müssen. Heutzutage deuten steigende Umsätze oft auf eine scharfe Preiskorrektur nach unten hin -> Folge: Stellenstreichungen und Betriebsschliessungen bzw. Verlagerungen.

    Ich bin mir sicher, dass Schlecker die letzten Tage TraumUMSÄTZE hatte, es hilft nur nicht mehr viel.

    Ebenfalls machen unsere Chemie und Pharmaunternehmen gute Umsätze. Sie liefern ins Ausland und haben mal ne Rechnung geschrieben... toller Umsatz! Ob ihre Rechnung jemals bezahlt werden wird und mit WAS, steht auf einem anderen Blatt.

    Gleiches Spiel bei den Autobauern.

    Unser Einzelhandel in Deutschland - hat ebenfalls real sinkende Umsätze. (Vergesst offizielle Zahlen - fragt eure Händler)

    Metro mit Media Markt und Saturn..... machen Umsätze - wenig Gewinn. Mit wem auch?

    Was viele ebenfalls nicht begreifen: Wenn Apple und MS gute Umsätze machen, dann bedeutet das noch lange nicht, dass es der Branche insgesamt gut geht. Wo sind denn vergleichbare Firmen in Deutschland? Da hier wahrscheinlich wenige Leser bei den o.g. Firmen arbeiten, habe sie das Nachsehen. Solche Marktführer verdrängen kleinere Firmen und vernichten Arbeitsplätze auch in Deutschland.

    Sieht man ja auch gut an den deutschen Solarfirmen. China fördert seine Firmen und deshalb können sie sich so ausbreiten. Bei uns in D werden einem nur Knüppel zw. die Beine geworfen. Firmen von internationalen Rang die in deutscher Hand sind, wird es zukünftig fast nicht mehr geben; Neue schon gleich gar nicht.

    Woher soll also der Aufschwung kommen?

    Vielleicht kann uns das HB ja mal eine Liste machen?
    Vermutlich fällt sie kurz aus.

  • Pfui Deibel, dat is kommunistisch! :).
    Wer dieses System in Frage stellt, ist ein Schmarotzer, ein fauler HartzIV-Empfänger und was einem sonst noch so an Herabwürdigungen einfallen kann. Dieses Feindbild muß aufrecht erhalten bleiben, koste es was wolle. Aber nur nicht das Zinssystem in Frage stellen, um Gottes Willen. Man stelle sich diesen Machtverlust vor, diese Ansprüche, diese Proleten wollen nur unser Geld.
    Blicke hinter die Zinskulisse bedeuten gesellschaftlichen Ausschluß, und Schluß der Karriere. Gerade in den USA ist das beste Schule, die Tellerwäscher Märchen halten sich, auch wenn dafür Millionen ihr Dach über dem Kopf verlieren. Der Zins stimmt - also weiter geradeaus. Und alle laufen hinterher, leider auch Europa.

  • Wenn nur 10% der Leute NPD wählten, wäe der Spuk bereits beendet.

  • Partei der Vernunft
    www.parteidervernunft.de

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