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Research Institute

Newsletter von Professor Bert Rürup

„Selbst 2021 dürfte es keinen kräftigen Aufschwung geben“

Newsletter "Der Chefökonom" aus dem Handelsblatt Research Institute: Unsinnige Ideen aus dem Verteidigungsministerium, die Tücken des neuen Solidaritätsbeitrags und die Umweltfreundlichkeit von Fortbewegungsmitteln.

22. November 2019

Das Statistische Bundesamt hat seine Schnellschätzung bestätigt, nach der die deutsche Wirtschaft im dritten Quartal um 0,1 Prozent gewachsen ist. Wachstumstreiber war der private Konsum, der um beachtliche 0,4 Prozent zulegte. Überraschenderweise trug auch der Außenhandel zum Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Leistung bei. Sehr schwach waren hingegen die Ausrüstungsinvestitionen, die um 2,6 Prozent schrumpften, was allerdings auch auf einen „Sondereffekt bei den staatlichen Ausrüstungsinvestitionen“ zurückzuführen war, wie das Amt betonte.

Ungeachtet dieses leichten Zuwachses ist die gesamtwirtschaftliche Schwächephase keineswegs ausgestanden. Das signalisiert der Markit-Einkaufsmanagerindex, der zwar leicht auf 49,2 Punkte gestiegen ist, jedoch immer noch unter der Wachstumsschwelle von 50 Zählern notiert – nur die Fallgeschwindigkeit hat sich etwas verlangsamt. Während der Index für die Industrie immerhin auf ein Fünf-Monatshoch stieg, rutschte die Stimmung bei den Dienstleistern auf ein 38-Monatstief. Angesichts der mauen Stimmung war es keine Überraschung, dass nun auch die OECD ihre Wachstumsaussichten für Deutschland nach unten revidierte – und damit jetzt sehr nah an unserer Konjunkturprognose vom 27. September ist. Selbst 2021 dürfte es keinen kräftigen Aufschwung geben.